News-Ticker zur Corona-Pandemie

Österreich: Praktisch alle Branchen dürfen ab 19. Mai öffnen - Inzidenzwert in Waldkraiburg über 600

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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 23. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 173,1, Landkreis Rosenheim 137,0, Landkreis Traunstein 262,8, Landkreis Berchtesgadener Land 116,1, Landkreis Mühldorf 339,2, Landkreis Altötting 221,5 (Quelle/Stand: RKI, 23. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3559, Landkreis Rosenheim 12.726, Traunstein 9861, Berchtesgadener Land 5346, Mühldorf 6257, Altötting 5327 (Quelle/Stand: RKI, 23. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 57, Landkreis Rosenheim 446, Traunstein 203, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 138, Altötting 200 (Quelle/Stand: RKI, 23. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 81.158 Todesfälle in Deutschland (13.915 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.16 Uhr - Bildungsstätte Anne Frank besorgt über Aktion #allesdichtmachen

Die Bildungsstätte Anne Frank beobachtet die Internetaktion #allesdichtmachen prominenter Schauspieler nach eigener Darstellung mit äußerster Besorgnis. „Solche Vergleiche provozieren eine Diskursverschiebung und legitimieren die Verharmlosung der NS-Verbrecher“, sagte der Direktor des Zentrums für politische Bildung, Meron Mendel, am Freitag in Frankfurt der Nachrichtenagentur dpa.

Die verbreiteten Clips seien „Geschichtsrevisionismus par excellence“. „Wir haben mehr als genug geschmacklose KZ-Uniformen, Anne-Frank-Vergleiche und Judensterne auf Querdenken-Demos gesehen. Promis, die bei ihrer Kritik jetzt mit NS-Vergleichen operieren, bestärken eine Szene, die ohnehin kaum noch Zurückhaltung kennt“, schrieb die Bildungsstätte im Nachrichtendienst Twitter.

Die Bildungsstätte zitierte in diesem Zusammenhang aus einem im Zuge der Aktion verbreiteten Clip des Regisseurs Dietrich Brüggemann, in dem dieser ironisch feststellt: „Ich meine, nach 75 friedlichen Jahren sind uns doch in Deutschland die Geschichten längst ausgegangen, wir brauchen neue.“ Brüggemann appelliert deshalb im Video an deutsche Politiker mit den Worten: „Lassen Sie es eskalieren! Nur dann haben wir am Ende spannende Filme.“

Brüggemann teilte der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend mit: „Der ironische Aufruf zur Eskalation enthält (...) klar die Aussage: Das ist jetzt nicht wie damals. Ganz einfach.“ Es handle sich um ein „eindeutig ironisch gehaltene(s) Video“, in dem eine Kunstfigur zu sehen sei. Im Deutschlandfunk hatte er zuvor gesagt: „In einer Situation wie dieser muss Kritik wehtun. Wenn man lieb und brav ist, bringt es nichts.“

Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirisch gemeinten Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. An der Aktion beteiligten sich unter anderem Jan-Josef Liefers, Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Ulrike Folkerts und Richy Müller.

Update, 21.02 Uhr - Luca-App ist in Bayern nun flächendeckend einsatzbereit

In Bayern sind nun alle Gesundheitsämter an die Kontaktnachverfolgungs-Software Luca angebunden. „Damit kann das Luca-System kostenlos in ganz Bayern zur corona-konformen Gästeregistrierung und Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden“, teilte das Digitalministerium in München am Freitag mit.

Mit der Luca-App können Menschen über einen sogenannten QR-Code beim Besuch beispielsweise in Gaststätten einchecken. Die Daten landen bei den 76 Gesundheitsbehörden; Kontaktpersonen könnten dann bei einer Infektion ermittelt und über die Smartphone-Anwendung informiert werden.

Die Software ist allerdings umstritten. Der Chaos-Computer-Club hatte mögliche Datenschutzprobleme kritisiert. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund hatte erklärt, dass die App nicht barrierefrei sei. Ohne Hilfe könnten Blinde das Programm nicht nutzen.

Update, 20.15 Uhr - Polizeigewerkschaft kritisiert Ausgangssperren

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bremen hat die nächtlichen Ausgangssperren zur Pandemie-Bekämpfung kritisiert. Diese stellten die Polizei vor große Probleme, sagte am Freitag der Landesvorsitzende Jürn Schulze. Die Maßnahmen kämen zu spät, weil zum jetzigen Zeitpunkt das Verständnis und die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Regelungen rückläufig seien.

Außerdem werde die Durchsetzung der Maßnahmen die ohnehin schon dünne Personaldecke der Polizei Bremen weiter strapazieren, warnte Schulze. Er rechne mit „haufenweisen Überstunden“ und persönlicher und gesundheitlicher Belastung für die Einsatzkräfte angesichts dauerhafter Dienste während der Nacht. Der DPolG-Chef appellierte, Kritik und Missmut über die Ausgangssperre nicht an den Einsatzkräften auszulassen, die die Pflicht hätten, die Einhaltung der Gesetze durchzusetzen.

Update, 19.32 Uhr - 72 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 22. April 72 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 23. April 2021, 0 Uhr).

Nachdem in den vergangenen Wochen verstärkt der nördliche Landkreis betroffen war, liegt der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens derzeit auf der Stadt Waldkraiburg.

So entfällt knapp die Hälfte der heutigen Neuinfektionen auf Bewohner und Bewohnerinnen der Stadt Waldkraiburg. Dabei handelt es sich um mehrere Infektionen in verschiedenen Betrieben, Folgefälle in einer KITA, Reiserückkehrer sowie Erst- und Folgeinfektionen in Familien und im privaten Umfeld.

Der rechnerische Inzidenzwertwert liegt über 600. Der Schwerpunkt der Altersgruppen bei den Neuinfektionen in Waldkraiburg liegt zu gleichen Teilen in den Altersgruppen 21 bis 40 und 41 bis 60, während Kinder und Jugendliche bis 18 und Ältere unterrepräsentiert sind.

Update, 18.48 Uhr - Kultusministerium: 97 Prozent der Schüler machen Tests in der Schule

Nahezu alle Schülerinnen und Schüler in Bayern machen den seit den Osterferien verpflichtenden Corona-Test in ihren Schulen. Nur rund drei Prozent hätten laut einer stichtagsbezogenen Abfrage den Nachweis eines externen Tests vorgelegt, teilte das Kultusministerium in München am Freitag mit.

Unter den 288.000 Kindern und Jugendlichen, die am Mittwoch in der Schule einen Selbsttest gemacht hatten, wurden rund 160 positiv getestet. In solchen Fällen ist ein anschließender, zuverlässigerer PCR-Test notwendig, um das Ergebnis zu bestätigen.

Wie viele Schüler die Vorlage eines Testergebnisses oder die Durchführung eines Selbsttests verweigerten und somit nicht am Präsenzunterricht teilnehmen durften, erfasst das Ministerium nach Angaben eines Sprechers nicht.
Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) war voll des Lobes für den Nachwuchs. „Unsere Schülerinnen und Schüler machen das wirklich toll, gehen richtig gut mit der Situation um.“

Durch das Testen seien viele Ansteckungen in- und außerhalb der Schule vermieden worden. „Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.“

Update, 17.33 Uhr - 52 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Das zuständige Gesundheitsamt Traunstein meldet 52 neue bestätigte Corona-Infektionen. Landkreisweit liegt die Zahl der aktuell aktiven Fälle am Freitag bei 1541.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit 35 COVID-19-Patienten behandelt, 25 davon auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation.

Update, 17.11 Uhr - Aktueller Impffortschritt im Landkreis Traunstein

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 37.878 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 10.949 Personen die Zweitimpfung erhalten. Das Impfzentrum hat mit der Impfung von Bürgern in der Priorisierungsgruppe 3 (u.a. 60-70-Jährige) begonnen. Im Registrierungsportal BayIMCO befinden sich aktuell bereits über 11.000 Personen der Gruppe 3 auf der Warteliste für eine Impfung.

Hierzu erläutert Dr. Herbert Bruckmayer, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums: „Die Zahlen sind ständig in Bewegung, da laufend neue Registrierungen erfolgen, auch von primär nicht Impfwilligen in den Gruppen 2 und 1. Deren Terminierung erfolgt gemäß Coronavirus-Impfverordnung bevorzugt. Wir rufen alle impfwilligen Bürger im Landkreis dazu auf, sich unter www.impfzentren.bayern für eine Corona-Impfung zu registrieren. Auch wenn Sie nicht zu den Priogruppen gehören und Ihr Impftermin derzeit vermeintlich noch nicht absehbar ist, unterstützen Sie mit Ihrer Registrierung die bestmögliche Organisation der Impfstrategie. Sie können sich auch parallel beim Hausarzt und beim Impfzentrum für eine Impfung anmelden. Je nachdem, wo Sie den früheren Termin erhalten, nehmen Sie diesen wahr. Wichtig ist nur, dass Sie Ihre Anmeldung bei der anderen Stelle dann absagen.“ 

Aktuell führen die Impfzentren im Tagesdurchschnitt etwa 700 bis 900 Impfungen durch (Standorte Altenmarkt und Traunstein, Impfbus und mobile Teams). Hinzu kommen die Impfungen der niedergelassenen Ärzte. Dr. Herbert Bruckmayer: „Nach wie vor gilt: Begrenzender Faktor ist die gelieferte Impfstoffmenge. Jede gelieferte Impfdose wird verimpft. Je mehr Impfstoff geliefert wird, desto mehr Impfungen können wir anbieten und durchführen.“ In der Kalenderwoche 16 (19. April bis 25. April) hat das Impfzentrum für den Landkreis Traunstein 4068 Impfdosen erhalten. Die Lieferung an die niedergelassenen Ärzte ist dabei nicht berücksichtigt, da deren Versorgung über den Großhandel der Apotheken erfolgt.

Update, 15.56 Uhr - Österreich: Praktisch alle Branchen dürfen ab 19. Mai öffnen

In Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle mit dem Corona-Lockdown geschlossenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag an. 

Zuvor ist die Öffnungs-Kommission zusammengekommen, um über einen möglichen Neustart aller Branchen zu beraten. Die Vertreter von Bund und Ländern sowie Experten wollten die Lage analysieren. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte unter Beachtung eines Schutzkonzepts landesweite Öffnungsschritte Mitte Mai in Aussicht gestellt.

So sollen Gaststätten und Hotels sowie Veranstaltungen in Kultur und Sport nur mit negativem Corona-Test besucht werden dürfen. „Was wir brauchen, ist ein breiter Aufschwung für alle“, sagte der Präsident der Wirtschaftskammer, Harald Mahrer, vor der Sitzung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei etwa 180, in Deutschland bei 164. Laut Experten ist eine Hauptquelle der Ansteckungen der private Bereich

Virologen haben unterdessen wegen der nach wie vor nicht klaren Tendenz beim Infektionsgeschehen vor einem zu frühen Neustart gewarnt. Der Komplexitätsforscher Peter Klimek sagte im ORF-Radio: „Es ist unklar, wo wir in welchem Bundesland Mitte Mai stehen. Man kann noch nicht seriös sagen, wie groß die Öffnungsschritte sein können.“ Den Experten bereitet auch eine in Tirol aufgetretene Virus-Mutante Sorgen, die mit der britischen Variante verwandt ist. Deshalb wurde auch die Pflicht für Ausreisetests aus dem Bundesland bis 5. Mai verlängert. 

Update, 14.58 Uhr - 19 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 19 neue Corona-Fälle gemeldet. Davon befanden sich neun Personen als direkte Kontaktperson bereits in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5346. Nach derzeitigem Meldungsstand liegt die 7-Tage-Inzidenz für das Berchtesgadener Land bei 116,1 (Stand: 23. April, 0 Uhr).

Aktuell gibt es im Landkreis 228 aktive Corona-Fälle, davon 55 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit zehn COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 13.30 Uhr - Bestätigt: München behält EM-Spiele

Nun ist es offiziell: Die Stadt München bleibt Spielort der Fußball-Europameisterschaft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erhielt der DFB und die Stadt vom UEFA-Exekutivkomitee die Zusage für die vier geplanten Spiele in der Allianz Arena. Diese werden mit einer Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern geplant. Das deutsche Nationalteam trifft in München auf den Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni). Zudem findet in der Arena ein Viertelfinale statt.

Update, 13.22 Uhr - 124 Corona-Verstöße in München

Im Zeitraum von Donnerstag, 22. April, bis Freitag, 23. April, jeweils 7 Uhr, gab es wieder eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. Über 1350 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 124 Verstöße angezeigt.

Update, 12.03 Uhr - Kreise: München behält Spiele als Mit-Gastgeber der Fußball-EM

Die Stadt München bleibt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Co-Gastgeber der Fußball-EM. Die Europäische Fußball-Union UEFA bestätigte die bayerische Landeshauptstadt als Ausrichter der drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie eines Viertelfinales, wie die dpa während einer Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Freitag erfuhr.

Zuvor hatte die Landesregierung Bayerns nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, in dem eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern in München für „realistisch“ gehalten wird. Geplant in der Allianz Arena sind die deutschen Heimspiele gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale.

Update, 11.52 Uhr - Mehr als 22 Prozent Erstimpfungen in Deutschland

In Deutschland sind 22,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor (Stand: 23.4., 8Uhr).

So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt etwa 24,3 Millionen Impfungen, wovon knapp 18,5 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 5,8 Millionen Zweitimpfungen waren. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften leicht auf sieben Prozent.

Update, 11.13 Uhr - Schulbetrieb im Kreis Traunstein in Kalenderwoche 17 (26. April – 02. Mai 2021)

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Traunstein liegt laut Robert Koch-Institut heute bei 262,8. Damit gilt nach den Vorgaben der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Schulen sowie für Tagesbetreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige für die kommende Kalenderwoche 17 (Montag, 26. April – Sonntag, 02. Mai 2021) weiterhin Folgendes:

  • In der Jahrgangsstufe 4 der Grundschulstufe bzw. der Grundschulstufe Förderzentren, die nach dem allgemeinen Lehrplan unterrichten, in der Jahrgangsstufe 11 der Gymnasien, der Fachoberschulen und des Gymnasiums und den entsprechenden Stufen der Abendgymnasien und Kollegs sowie in den Abschlussklassen findet Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, oder Wechselunterricht statt.
  • An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt.
  • Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen.

Weitere Informationen findet Ihr hier.

Livestream der Bundespressekonferenz:

Update, 10.19 Uhr - Schaade: Infektionszahlen weiterhin uneingeschränkt hoch

Anschließend übernahm RKI-Vize das Wort. „Für Kinder und Jugendliche steht aktuell noch gar kein Impfstoff zur Verfügung“, so Schaade. Statistiken hätten nun belegt, dass die Menschen in Deutschland an Ostern tatsächlich deutlich weniger verreist seien. Die Infektionszahlen seien jedoch weiter uneingeschränkt hoch.

„Für Kinder und Jugendliche steht aktuell noch gar kein Impfstoff zur Verfügung“, so der RKI-Vize weiter. Er bat um weitere Einschränkungen, auch zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. „Für sie ist das Virus nicht harmlos.“

Update, 10.10 Uhr - Spahn: „Können die Impf-Priorisierung im Juni aufheben“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn informierte am Freitagvormittag erneut über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Zuerst geht Spahn auf die Lage auf den Intensivstationen ein. Diese sei nach wie vor schwierig. Es gebe Regionen, die zwar weniger belastet sind, aber eben auch Regionen, die stark betroffen seien und nahe der Belastungsgrenze arbeiten. Spahn führte weiter aus: „In dieser Phase der Pandemie ist es so, dass Inzidenz und Intensiv sehr stark zusammenhängen. Das ist so lange so, bis wir einen deutlichen größeren Teil der Bevölkerung haben impfen können.“

Spahn bestätigte Medienberichte, dass die Imfp-Priorisierung im Juni aufgehoben werden könne. „Im Verlauf des Juni, nicht ab sondern im, werden wir die Priorisierung aufheben können. Das heißt nicht, dass wir im Juni alle impfen können, das wird bis in den Sommer hinein dauern.“ Einen Bericht, den er im Radio hörte, dementierte Spahn. „Es liegen nicht irgendwo fünf Millionen Dosen ungenutzt herum“, so Spahn. Zwei Millionen Dosen seien aktuell nicht verimpft. Man könne die Pandemie aber auch allgemein weder „wegdigitalisieren noch wegtesten oder wegimpfen. Das wirksamste Mittel sind weiter Kontaktbeschränkungen.“

Update, 9.40 Uhr - Spahn-PK um 10 Uhr: Aufhebung der Impf-Priorisierung?

Um 10 Uhr informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Vize Lars Schaade und Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Thema dürfte unter anderem die beschlossene Corona-Notbremse, aber auch die mögliche Aufhebung der Impf-Priorisierung ab Juni sein.

Update, 9.13 Uhr - Landkreis Altötting meldet 37 Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 37 neue Corona-Fälle (Stand 22. April, 16 Uhr) gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5324 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 489 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (99), Burgkirchen (58) und Altötting (57). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 221,5.

Update, 8.26 Uhr - Kreis Mühldorf unter Top5 der bundesweiten Corona-Hotspots

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 23. April).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen ist die Inzidenz im Kreis Mühldorf (von 329,7 auf 339,2) und bewegt sich damit auf Platz 5 der bundesweiten Hotspots. Außerdem gestiegen ist die Inzidenz im Kreis Rosenheim (von 126,7 auf 137,0) und in der Stadt Rosenheim (von 149,5 ist 173,1). Gesunken sind dagegen die Inzidenzen im Kreis Altötting (von 234,0 auf 221,5), dem Kreis Berchtesgadener Land (von 131,2 auf 116,1) und dem Kreis Traunstein (von 269,0 auf 262,0).

In der Region wurden laut RKI acht weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind sechs Personen im Kreis Rosenheim und je eine Person in der Stadt Rosenheim und dem Kreis Traunstein verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.11 Uhr - UEFA-Exekutive entscheidet über EM-Partien in München

München erfährt an diesem Freitag, ob es Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft im Sommer bleiben darf. Das Exekutivkomitee der UEFA berät von 10 Uhr an in einer Videoschalte über die drei noch nicht bestätigten Ausrichterstädte; neben München sind das noch Bilbao und Dublin. Während die Iren und die Basken vor der Streichung aus dem EM-Kalender stehen, galten die Chancen Münchens nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur als gut.

Die Münchner mussten zuletzt zittern, weil sie der UEFA nicht wie gewünscht eine Garantie der Politik geben konnten, dass im Sommer trotz Corona Zuschauer in das Stadion dürfen. Neun der zwölf ursprünglich geplanten Städte des paneuropäischen Turniers hatten diese Garantien eingereicht. In der Münchner Allianz Arena sind drei Vorrundenpartien und ein Viertelfinalduell vorgesehen.

Update, 5.52 Uhr - Bundes-Notbremse greift ab Samstag

Die Menschen in Deutschland müssen sich ab dem Wochenende auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Das neue Infektionsschutzgesetz tritt an diesem Freitag in Kraft, in Kreisen und Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 in den vergangenen drei Tagen soll die Bundes-Notbremse ab Samstag automatisch greifen, wie das Bundesinnenministerium in Berlin erläuterte. Ministeriumssprecher Steve Alter wies darauf hin, dass in diesen Landkreisen und Städten die nach Landesrecht zuständigen Behörden das Wirken der Notbremse ab Samstag noch am Freitag bekannt machen müssten. Die Kritik aus den Bundesländern an den Regelungen reißt unterdessen nicht ab, auch Kommunen sind unzufrieden.

Der Bundestag hatte das Gesetz am Mittwoch verabschiedet. Der Bundesrat ließ es am Donnerstag passieren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete das Gesetz danach, es wurde noch am Donnerstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Bundes-Notbremse wird kommen: Die neuen Regeln im Überblick

RKI registriert 27.543 Corona-Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 265 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 247 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 164,0. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 161,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.245.253 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 865 000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.158.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/aic/dpa

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