News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder für mehr Impfungen in Betrieben und Familien - Kommunen fordern Erleichterungen für Geimpfte

Coronavirus
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„Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen“, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag, 25. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 171,5, Landkreis Rosenheim 131,3, Landkreis Traunstein 254,9, Landkreis Berchtesgadener Land 130,3, Landkreis Mühldorf 346,9, Landkreis Altötting 216,1 (Quelle/Stand: RKI, 25. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3592, Landkreis Rosenheim 12.800, Traunstein 9974, Berchtesgadener Land 5397, Mühldorf 6386, Altötting 5391 (Quelle/Stand: RKI, 25. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 57, Landkreis Rosenheim 445, Traunstein 203, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 138, Altötting 200 (Quelle/Stand: RKI, 25. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 81.564 Todesfälle in Deutschland (13.966 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.38 Uhr - Polizeigewerkschaft kritisiert Pläne für Sicherheitskonferenz und EM

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern kritisiert Pläne für eine Sicherheitskonferenz am Münchner Flughafen Mitte Juni. Während für die Bürger Grundrechte drastisch eingeschränkt würden, erlaube sich die politische Führung samt Wirtschaftsgrößen das, was sie sonst der Bevölkerung verbiete, nämlich sich zu treffen, auszutauschen und den persönlichen Kontakt zu suchen, schrieb die GdP am Sonntag. Die Einschränkung der persönlichen Freiheit eines jeden müsse für alle gelten, auch für Politik- und Wirtschaftsmächtige.

„Derartige Sonderbehandlungen in der derzeit angespannten Corona-Situation sind dazu geeignet, den Unmut in der Bevölkerung weiter massiv zu schüren“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Pytlik. Auch gegenüber den Einsatzkräften sei angesichts der Corona-Pandemie so eine Großveranstaltung nicht zu verantworten. Hier würden weitere unnötige Einsatzlagen geschaffen, welche die Polizei personell an die Grenze brächten, sagte Pytlik.

Pytlik kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung, bei den Fußballspielen der Europameisterschaft in München möglicherweise Zuschauer in die Allianz-Arena zu lassen.

Update, 20.03 Uhr - Söder für mehr Impfungen in Betrieben und Familien

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fordert CSU-Chef Markus Söder, dass deutlich mehr in der Arbeitswelt und in Familien geimpft wird. „Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag in der ARD. Grund sei, dass in Firmen und Familien eine hohe Ansteckungsgefahr herrsche.

Damit müsse eine weitgehende Freigabe der Impfstoffe einhergehen, sagte Söder. Die Priorisierung nach Alters- und Berufsgruppen sowie Krankheitsbildern sei am Anfang sinnvoll gewesen, „aber jetzt entwickelt sie sich zunehmend zu einem Zeithindernis“.

Das Impfen sei die „einzige Chance“ zur Eindämmung der Pandemie, sagte Söder - und mahnte zu mehr Tempo. Die Impfzentren funktionierten gut, aber schneller gehe es nur über die Ärzte.

Zur Debatte über die Gewährung von Freiheitsrechten für Geimpfte und Genesene sagte der CSU-Chef, wenn jemand geimpft sei, könne er seine Rechte auch wieder einfordern vom Staat. Dies sollte nun „zeitlich gut gestaffelt“ geschehen. Auch sei die baldige Aufhebung von Beschränkungen ein Anreiz, sich impfen zu lassen.

Über das Thema Impfen berät am Montagnachmittag eine Bund-Länder-Runde. Söder hatte zuvor vorgeschlagen, schon im Mai alle Impfstoffe für jeden komplett freizugeben und auch Schüler ab 16 Jahren vermehrt zu impfen.

Update, 18.58 Uhr - Spätfolgen der Hamsterkäufe: Papierbranche verkauft weniger Klopapier

Deutsche Papierfabriken bekommen die Folgen von Hamsterkäufen des vergangenen Jahres zu spüren. Nach Beginn der Pandemie deckten sich viele Verbraucher massenhaft mit Hygienepapier ein, vor allem mit Klopapier. Die Händler orderten daraufhin große Mengen - und haben sie teilweise noch immer im großen Stil auf Lager.

Dadurch wiederum bestellten sie zuletzt deutlich weniger bei deutschen Papierfabriken: Im ersten Quartal 2021 sank der Hygienepapier-Absatz dieser Firmen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,1 Prozent, wie der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) am Sonntag in Bonn mitteilte.

Update, 18.25 Uhr - Bayerns Hausärzte wollen planbare Mengen an Impfstoff

Bayerns Hausärzte wollen mehr Planbarkeit bei den Corona-Impfungen. Die Praxen müssten den prioritären Zugriff auf alle Impfstoffe in ausreichender und planbarer Menge erhalten, forderte der Bayerische Hausärzteverband am Sonntag in München.

Zudem wolle man von der Politik mehr Rückendeckung für ein pragmatisches Vorgehen bei Impfungen sowie weniger Bürokratie bei Corona-Tests. Widerstand leisteten die Mediziner gegen Überlegungen, Immunitätsausweise von Arztpraxen ausstellen zu lassen. „Wir versorgen kranke Menschen und sind nicht das Passamt der Nation“, sagte der Landesvorsitzende Markus Beier.

Der Hausärztetag fand dieses Jahr von Mittwoch bis Samstag erstmals rein digital statt. Er stand unter dem Motto „Hausärztinnen und Hausärzte sind unverzichtbar, nicht nur in Krisenzeiten“.

Update, 17.39 Uhr - Kommunen fordern Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag fordert der Städte- und Gemeindebund Aufhebungen von Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene. „Wir brauchen jetzt eine klare Vorgabe, dass Personen, die beide Impfungen erhalten haben, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben und nachweisbar nicht ansteckend sind, von bestimmten Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes ausgenommen werden“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Dies bedeutet zum Beispiel, dass sie, etwa um einkaufen zu können, kein Testverfahren durchlaufen müssen oder bei Einreise aus dem Ausland keine Quarantänepflicht besteht“, sagte Landsberg. Auch eine Reduzierung der Kontaktbeschränkungen, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen, kommt für die Kommunen infrage.

Landsberg betonte, dass es sich dabei nicht um die Einräumung von Sonderrechten oder Privilegien handele, „sondern um die Aufhebung nicht mehr gerechtfertigter Grundrechtseingriffe.“ Es komme dabei auch nicht darauf an, wie viele Menschen tatsächlich bereits zwei Impfungen erhalten haben. „Wir warnen vor einem Vorgehen nach dem Motto „Wir warten mal ab, bis die Mehrheit der Bevölkerung ein Impfangebot erhalten hat“. Das wäre verfassungsrechtlich sehr problematisch.“

Zur Erleichterung der Kontrollierbarkeit sollte aus Sicht von Landsberg zügig der digitale Impfausweis etabliert werden. „Der Abbau von Einschränkungen für geimpfte Personen kann auch dazu beitragen, dass die Impfbereitschaft generell erhöht wird. Wenn Kino, Theater, Stadion oder Veranstaltungsbesuche für Geimpfte wieder ohne zusätzliche Tests möglich sind, ist das ein wichtiges Signal.“

Die Frage, welche Beschränkungen für Geimpfte wegfallen könnten, steht im Mittelpunkt des geplanten Bund-Länder-Treffens am Montag. Auch die Bundesregierung ist einem Eckpunktepapier zufolge der Auffassung, dass es für vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und für Genesene gewisse Ausnahmen von den geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geben soll.

Update, 16.44 Uhr - Kochsalzlösung statt Biontech: Krankenschwester gesteht Austausch

Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums Friesland hat eingeräumt, sechs Spritzen statt mit Biontech-Impfstoff nur mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben. Nach Behördenangaben war ihr beim Anmischen des Vakzins ein Fläschchen mit Biontech heruntergefallen, was sie vertuschen wollte. Für die sechs Betroffenen besteht nach Behördenangaben keine Gesundheitsgefährdung. Die Kochsalzlösung diene zum Verdünnen des eigentlichen Impfstoffes und sei als Substanz unschädlich, sagte am Sonntag der Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz.

Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) sagte, der Fall sei für ihn zutiefst schockierend. Nach dem Bekanntwerden am Samstag sei sofort das Vier-Augen-Prinzip eingeführt worden. „Niemand wird mehr mit einem Impfstoff allein gelassen, dass solche Vertuschungen nicht mehr möglich sind.“ Die Beschuldigte ist examiniere Krankenschwester im Alter von etwa 40 Jahren. Nach DRK-Angaben ist ihre Kündigung auf dem Weg. Die Polizei nahm in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg Ermittlungen wegen eines möglichen Körperverletzungsdelikts auf.

Die Frau hatte am Samstag einer Kollegin im Vertrauen von dem drei Tage zurückliegenden Vorfall erzählt. Sie war in der Frühschicht für das Vorbereiten der Spritzen zuständig, impfte aber nicht selbst. Die Kollegin informierte sofort ihre Vorgesetzten. Die Beschuldigte habe vollständig ausgesagt, sagte ein Polizeisprecher. „Sie wirkte sehr authentisch und sehr betroffen.“ Die Ermittler gehen derzeit von einem Einzelfall aus.

Update, 15.35 Uhr - FDP will für Geimpfte „alles“ erlauben

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern an diesem Montag fordert FDP-Generalsekretär Volker Wissing die schnelle Rückgabe von Freiheiten an Geimpfte. Wissing sagte: "Alles muss erlaubt sein für Geimpfte."

Wenn es keinen Anlass mehr gebe, Grundrechte einzuschränken, "ist es nicht erlaubt, dies weiter zu tun". Die Verfassung sei da "sehr klar", ergänzte Wissing. Zugleich forderte der Liberale, dann auch Betreibern von bestimmten Einrichtungen die Möglichkeit zur Öffnung einzuräumen.

"Als Restaurantbesitzer würde ich darauf bestehen, für Geimpfte öffnen zu dürfen", so Wissing. "Bund und Länder sollten hier rasch handeln. Auch das erwarte ich übrigens vom Impfgipfel", betonte der Generalsekretär.

Update, 14.48 Uhr - Nun mehr als vier Millionen Corona-Impfungen in Bayern

Die Corona-Impfungen in Bayern haben die Vier-Millionen-Marke überschritten. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nun hingewiesen: „Die Impfgeschwindigkeit in Bayern ist konstant hoch. Seit Beginn der Corona-Impfungen Ende Dezember haben wir 4.040.160 Impfdosen in Bayern verabreicht (Stand 25. April). Besonders freut mich, dass die niedergelassenen Ärzte schon mehr als eine halbe Million Menschen in ihren Praxen impfen konnten.“

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag warb der Minister zudem für wichtige neue Schritte, um die Impfungen weiter voranzutreiben. Holetschek sagte: „Wir erwarten, dass wir uns so schnell wie möglich von der Priorisierung lösen. Das ist wichtig, denn wir müssen langfristig allen Altersgruppen Schutz anbieten, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Außerdem sollten wir zügig auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne einbeziehen, um im Impfturbo noch einen Gang höher schalten zu können. Vor allem aber müssen wir uns von überflüssiger Bürokratie lösen, denn Bürokratie bremst uns im Kampf gegen die Pandemie.“

Update, 13.31 Uhr - Kinder und Jugendliche im Kreis Altötting infiziert

In Stadt und Landkreis Altötting wurden nun 36 neue PCR-bestätigte Fälle registriert (Stand: 25. April, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Infizierten stieg dort damit seit Pandemie-Ausbruch auf 5387. Wie das Landratsamt mitteilte, befinden sich unter den Neu-Infizierten auch zwei Kleinkinder aus Tüßling (2 und 3 Jahre alt), ein 13-jähriges Kind aus Kastl sowie zwei 17-jährige Jugendliche aus Winhöring und Töging. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 216,1.

Update, 12.30 Uhr - Söder fordert baldige Aufhebung von Impfreihenfolge

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern in der kommenden Woche eine Aufhebung der Impfreihenfolge im Mai: „Wir müssen die starre Priorisierung schneller auflösen. (...) Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen sollten alle Impfstoffe für jeden komplett freigegeben werden. Das sollte am besten noch im Mai erfolgen. Die Impfbürokratie verzögert den Impferfolg!“ Der CSU-Chef schlug ferner vor, auch Schüler ab 16 Jahren „bei ausreichendem Impfstoff“ vermehrt zu impfen. Gerade hier sei die Inzidenz am höchsten. „Sie sollten beim Impfen behandelt werden wie Erwachsene“, so Söder.

Update, 11.47 Uhr - 767 aktive Fälle in Stadt und Landkreis Mühldorf

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 61 neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: 25. April, 0 Uhr). Die meisten „Neuzugänge“ gab es in Waldkraiburg (23), Mühldorf (11), Kraiburg am Inn (5) und Haag (4). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Wie das Landratsamt weiter mitteilte, gibt es in Stadt und Landkreis derzeit 767 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 346,9.

Update, 10.28 Uhr - Polizei löst Corona-Party in Zorneding auf

In der Nacht von Samstag (24. April) auf Sonntag (25. April) wurde der Polizei Poing telefonisch eine lautstarke Feier in Zorneding (Landkreis Ebersberg) gemeldet. Die Polizei fuhr die Örtlichkeit mit mehreren Streifen an und konnte insgesamt acht Jugendliche im Alter zwischen 16 Jahren und 21 Jahren feststellen, welche ohne Rücksicht auf die momentan geltenden Corona Regeln hinsichtlich Abstand, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkung lautstark feierten. Die Party wurde aufgelöst und die Jugendlichen nach Hause geschickt. Alle erhielten entsprechende Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 9.35 Uhr - Landkreis Mühldorf weiter unter „Top 3“ in Deutschland

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 25. April 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region sind im Vergleich zum Vortag größtenteils gestiegen. Laut den neuesten RKI-Zahlen stiegen die Werte in der Stadt Rosenheim (von 163,6 auf 171,5) sowie in den Landkreisen Traunstein (von 248,1 auf 254,9), Berchtesgadener Land (von 122,7 auf 130,3), Mühldorf (von 346,1 auf 346,9) und Altötting (von 209,8 auf 216,1). Lediglich aus dem Landkreis Rosenheim (von 131,6 auf 131,3) wurde eine minimal gesunkene Inzidenz gemeldet.

Weitere Todesfälle in der Region wurden nicht bekannt. Allerdings bleibt der Kreis Mühldorf mit einer Inzidenz von 346,9 das „Sorgenkind“ der Region. Deutschlandweit lag der Kreis hinter dem Landkreis Erzgebirgskreis (359,2) und dem Landkreis Haßberge (350,8) auf Platz drei bei den „Corona-Hotspots“.

RKI meldet fast 19.000 neue Fälle und 120 weitere Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 18.773 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 120 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Sonntagmorgen hervor (Stand: 25. April, 0 Uhr). Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird (News-Ticker Samstag, 24. April).

Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 67 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 165,6. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 164,4 angegeben, am Sonntag vergangener Woche mit 162,3, vor vier Wochen (28.3.) mit 129,7.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.287.418 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.893.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.564. In Bayern kamen elf neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.966).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht bei 1,09 (Stand: 24. April; Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt dieser anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/bcs/dpa

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