News-Ticker zur Corona-Pandemie

„Sehr ermutigende Nachrichten“ - Studie: Geimpfte Schwangere geben Antikörper an Babys weiter

Eine Hebamme trägt Schutzausrüstung und untersucht eine schwangere Frau.
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Eine Hebamme trägt Schutzausrüstung und untersucht eine schwangere Frau.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 25. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 122,7, Landkreis Rosenheim 94,9, Landkreis Traunstein 152,8, Landkreis Berchtesgadener Land 103,8, Landkreis Mühldorf 115,6, Landkreis Altötting 120,2 (Quelle/Stand: RKI, 25. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3201, Landkreis Rosenheim 11.489, Traunstein 8221, Berchtesgadener Land 4783, Mühldorf 5056, Altötting 4403 (Quelle/Stand: RKI, 25. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 427, Traunstein 195, Berchtesgadener Land 98, Mühldorf 130, Altötting 189 (Quelle/Stand: RKI, 25. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 75.440 Todesfälle in Deutschland (13.089 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.41 Uhr - Studie: Geimpfte Schwangere geben Antikörper an Babys weiter

Schwangere Frauen geben einer US-Studie zufolge nach einer Corona-Impfung Antikörper an ihr Baby weiter. Später könne es diese auch über die Brustmilch bekommen. Bei den schwangeren und stillenden Frauen selbst führe die Impfung zudem „hochwirksam“ zur Bildung von Antikörpern, schrieben Wissenschaftler unter anderem von der Universität Harvard und dem Massachusetts General Hospital in Boston in einer am Donnerstag im Fachjournal „American Journal of Obstetrics and Gynecology“ veröffentlichten Studie. Es handele sich um die bislang umfassendste Studie zu diesem Thema.

Die Forscher untersuchten insgesamt 131 Frauen, davon 84 schwanger, 31 stillend, und 16 weder noch. Allen wurde der Corona-Impfstoff vom Mainzer Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer oder dem vom US-Unternehmen Moderna verabreicht. Das daraufhin erreichte Antikörper-Level sei bei jeder der drei Gruppen von Frauen vergleichbar hoch gewesen, hieß es. Zudem seien Nebenwirkungen selten und ebenfalls ähnlich gewesen.

Zusätzlich verglichen die Forscher die Antikörper-Level nach einer Corona-Infektion mit denen nach einer Impfung jeweils während der Schwangerschaft und fanden heraus, dass letztere deutlich höher lagen. Außerdem entdeckten die Wissenschaftler Antikörper im Nabelschnur-Blut und in Proben von Muttermilch. 

Diese Nachrichten von herausragender Impf-Wirksamkeit sind sehr ermutigend für schwangere und stillende Frauen, die in die anfänglichen Impfstoff-Studien nicht einbezogen waren“, sagte Andrea Edlow vom Massachusetts General Hospital. „Diese Informationslücken mit echten Daten zu füllen ist der Schlüssel - besonders für unsere schwangeren Patienten, die ein größeres Risiko für einen schwereren Covid-Verlauf haben.“

Schwangere, die sich mit dem Corona-Virus infizieren, haben nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörde CDC ein höheres Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Die CDC rät Schwangeren nicht von einer Impfung ab. In vielen US-Bundesstaaten werden Schwangere bevorzugt geimpft.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts die Anwendung von mRNA-Impfstoffen und von Vektorimpfstoffen in der Schwangerschaft „derzeit nicht“. Die Datenlage sei „aktuell nicht ausreichend“. Bei Schwangeren mit Vorerkrankungen könne in Einzelfällen aber eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Es sei aber unwahrscheinlich, „dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt“.

Update, 18.19 Uhr - Bundesregierung zieht Bitte um virtuelle Oster-Gottesdienste zurück

Die Bundesregierung zieht ihre Bitte an die Kirchen, über Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, zurück. Das Bundespresseamt verschickte am Donnerstag eine Neufassung der Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom frühen Dienstagmorgen, in der die komplette Passage zur ursprünglich geplanten Osterruhe wegfällt. Damit entfällt auch der dort enthaltene Satz: „Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen.“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Vereinbarungen zu zwei zusätzlichen „Ruhetagen“ über Ostern am Mittwoch zurückgezogen. Sie entschuldigte sich und begründete den Schritt mit Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Auf die Frage, ob damit auch die Bitte an Religionsgemeinschaften entfällt, hatte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer zunächst nur ausweichend geantwortet.

Die Aufforderung zum Verzicht auf Präsenzgottesdienste war auf Widerstand in der katholischen und der evangelischen Kirche gestoßen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Bitte kritisiert.

Update, 17.25 Uhr - Neuer Impfrekord: Mehr als 50.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft

In Bayern sind erstmals an einem Tag mehr als 50.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Am Mittwoch gab es nach Zahlen des Gesundheitsministeriums in München 50.013 Impfungen im Freistaat. „Bayern hat seinen Impfrekord verbessert“, sagte ein Sprecher.

Damit hat die Impfkampagne wieder Fahrt aufgenommen. Vergangene Woche hatte es wegen der vorübergehenden Aussetzung der Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat einen deutlichen Rückgang gegeben. Vorletzte Woche wurden im Schnitt 41.282 Menschen am Tag geimpft, vergangene Woche nur noch 31.656. In dieser Woche sind es bisher im Schnitt 43.688 am Tag.

Im April erwartet die Staatsregierung nochmals eine deutliche Steigerung der Impfstofflieferungen, rund 2,3 Millionen Dosen, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Landtag sagte. Die Impfzentren sollen etwa 1,4 Millionen Impfdosen bekommen, die Arztpraxen 942 641.

Update, 17 Uhr - 62 Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 737 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 152,8. Seit der letzten Pressemitteilung am 24. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 62 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 8254 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7322 Personen (9 Personen mehr seit der Meldung vom 24. März).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 25 COVID-19-Patienten behandelt, davon 15 auf der Normalstation und 10 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 16.821 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 8.119 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.27 Uhr - Generelle Einreise-Testpflicht soll ab Sonntag gelten

Die geplante generelle Corona-Testpflicht für Einreisen per Flugzeug nach Deutschland soll ab diesem Sonntag um 0.00 Uhr gelten. Grund sei, dass Reisende und Fluggesellschaften sich darauf einstellen können, hieß es am Donnerstag aus dem Bundesgesundheitsministerium.

Update, 15.37 - 21 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 21 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befand sich eine Person als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.783 (Stand RKI: 25. März, 00.00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 103,8 (Stand RKI: 25. März, 00.00 Uhr).

Von den insgesamt 4.783 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.509 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 176 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 29 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 110 neue COVID-19-Fälle.

Aktuell befinden sich 469 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 12 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 3 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 15 Uhr - Aiwanger will möglichst früh Gastronomie öffnen   

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will in der Corona-Krise möglichst bald Öffnungsschritte für die Gastronomie erwirken. „Ich glaube, wir hätten die technischen Voraussetzungen - wenn wir das bundesweit akzeptieren würden, dass man mit negativem Test reingeht - müsste das jetzt schon möglich sein“, sagte Aiwanger am Donnerstag im Landtag.

Der Minister sprach von „behaupteten Risiken“, die es nun zu eliminieren gelte, beispielsweise durch Negativtests, durch FFP-2-Masken und Lüftungsgeräte. „Um diese Begründungen, die vielleicht vor einem Jahr noch richtig waren, jetzt beiseite zu schieben und Wirtschaft wieder ins Laufen bringen zu können, ohne Infektionsrisiken zu erhöhen“, sagte Aiwanger.

Studien hätten gezeigt, dass Luftreinigungsgeräte große Wirkung erzielen könnten. Er wünsche sich, dass die nächste Ministerpräsidentenkonferenz bei ihren Beschlüssen die technischen Möglichkeiten miteinbeziehe.

Aiwanger erklärte, er habe sich Öffnungsschritte bereits zu Ostern gewünscht. „Ich glaube, wir hätten es auch mit negativem Corona-Test riskieren können“, sagte der Wirtschaftsminister, ungeachtet stark steigender Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen.

Update, 14.30 Uhr - RKI registriert mehr Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen

Nach Beobachtungen des Robert Koch-Instituts scheint sich die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung des neuen Coronavirus zu ändern. Die Covid-19-Fallzahlen stiegen in allen Altersgruppen an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, heißt es im jüngsten Online-Lagebericht des RKI. Ausbrüche beträfen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen habe.

Bei Kindern bis 14 Jahren haben sich die 7-Tage-Inzidenzen nach den RKI-Daten in den vergangenen vier Wochen bundesweit mehr als verdoppelt - auf zuletzt mehr als 100 Fälle pro 100.000 Einwohner. Für Kinderärzte kann neben dem zunehmenden Öffnen von Kitas und Schulen dabei aber auch vermehrtes Testen eine Rolle spielen. Die Öffnungen seien natürlich Anlässe für Eltern, ihre Kinder testen zu lassen, sagte Reinhard Berner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das ist vorher einfach oft nicht geschehen, wenn das Kind zuhause im Lockdown gehockt hat und Schnupfen hatte.“

Besonders frühzeitig zeige sich die Zunahme der registrierten Infektionsfälle in der Altersgruppe bis fünf Jahre, heißt es beim RKI. Das betreffe auch die Daten zu Ausbrüchen in Kitas. Sie stiegen rasch an. Eine ähnliche Entwicklung deute sich auch nach der Öffnung der Schulen an. Bei dieser Entwicklung spiele die zunehmende Ausbreitung der leichter übertragbaren Variante B.1.1.7 eine Rolle.

Update, 14 Uhr - 39 bestätigte Neuerkrankungen im Landkreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting via Aussendung mitteilt, sind im Landkreis 39 bestätigte Neuerkrankungen zu verzeichnen. Ebenfalls positiv fielen drei Schnelltest-Ergebnisse aus - diese wurden aber noch nicht in die Zahl der Gesamtfälle eingerechnet. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis liegt bei 120,2.

Derzeit gibt es im Gebiet des Landkreises 253 aktive Corona-Fälle. Die meisten aktiv Erkrankten gibt es derzeit in Burgkirchen mit 39 Fällen, gefolgt von Burghausen mit 38 Fällen, Altötting mit 34, Neuötting mit 23, Töging mit 17, Unterneukirchen mit 15 sowie Garching mit 14 Fällen.

Update, 13.52 Uhr - CDU-Büros in Thüringen in Maskenaffäre vom LKA durchsucht   

In der Maskenaffäre sind laut Thüringer CDU am Donnerstag die ehemaligen Wahlkreisbüros des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann und mehrere CDU-Kreisgeschäftsstellen in Südthüringen vom LKA durchsucht worden. Das Landeskriminalamt habe die CDU über die Durchsuchungen informiert, teilte der Landesverband der Partei mit. Eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchungen im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit von Mandatsträgern.

Durchsucht wurden laut CDU die Kreisgeschäftsstellen in Suhl, Hildburghausen, Sonneberg und Schmalkalden-Meiningen. „Wir sichern den Ermittlern unsere uneingeschränkte Unterstützung zu“, erklärte Thüringens CDU-Generalsekretär Christian Herrgott. „Transparenz und Aufklärung war in diesem Fall von Beginn an unser Ziel.“ Er verwies darauf, dass die Landespartei selbst nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Hauptmann sofort gehandelt und unter anderem in allen Thüringer Kreisverbänden CDU-Parteispenden der vergangenen Jahre geprüft habe.

Hauptmann hatte kürzlich sein Bundestagsmandat niedergelegt. Zuvor war der 36-Jährige nach Lobby-Vorwürfen in die Kritik geraten. Später wurde bekannt, dass er Corona-Schutzmasken einer Frankfurter Firma an Landkreise vermittelt haben soll.

Update, 13.40 Uhr - Haftbefehl gegen Beschuldigten in Maskenaffäre - weitere Details genannt

In der Affäre um Geschäfte mit Corona-Schutzmasken hat die Münchner Generalstaatsanwaltschaft gegen einen Beschuldigten Haftbefehl erwirkt. In dem Verfahren wird wegen Korruptionsverdachts unter anderem gegen Bayerns Ex-Justizminister Alfred Sauter (CSU) sowie den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein ermittelt. Wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag erläuterte, richtet sich der Haftbefehl aber nicht gegen Sauter oder Nüßlein.

Die drei weiteren Beschuldigten in dem Verfahren sind zwei Geschäftsleute und ein Steuerberater. Weitere Details nannten die Ermittler nicht. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Es geht um den Verdacht, dass sich Nüßlein und der bayerische Landtagsabgeordnete Sauter dafür schmieren ließen, dass sie in der Corona-Krise Verträge für Atemschutzmasken an die öffentliche Hand vermittelt haben. Beide haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Affäre hat die Unionsparteien in eine tiefe Krise gestürzt. Auch der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel erhielt eine Provision für ein Maskengeschäft. Er trat inzwischen aus der CDU aus und gab sein Bundestagsmandat zurück. CDU und CSU wollen wegen der Affäre nun die Transparenzregeln für Abgeordnete verschärfen.

Update, 13.13 Uhr - Holetschek: Entscheidung über Corona-Modellregionen kommende Woche   

Die Auswahl der acht Modellregionen für vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen etwa in Handel oder Kultur soll im Lauf der kommenden Woche erfolgen. „Die Städte werden wir im Gesundheitsministerium anhand bestimmter Parameter auswählen. Das Interesse ist sehr hoch“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Bislang gebe es noch keine Festlegungen, außer dass es pro Regierungsbezirk je eine Stadt sein soll, aus Oberbayern zwei.

Am Mittwoch hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Landtag den Plan in seiner Regierungserklärung erläutert, er geht zurück auf den Beschluss von Bund und Ländern von Anfang der Woche. Demnach kommen grundsätzliche die Städte in Frage, die eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner zwischen 100 und 150 haben.

In der Region Oberbayern Süd haben sich nach den Städten Rosenheim (Plus-Artikel) und Mühldorf auch der Landkreis Traunstein als „Modellregion“ beworben. Holetschek betonte, in die Auswahl werde nicht nur eingerechnet, wer sich eigenständig bewerbe. Es würde darüber hinaus auch geschaut, welche Regionen sonst geeignet seien.

Update, 12.32 Uhr: Haftbefehl in Maskenaffäre erlassen - Beschuldigter festgenommen

Wie der „Focus“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, wurde in der Maskenaffäre um Korruptionsverdacht gegen Politiker der CDU und CSU ein Haftbefehl beantragt. Einer der Beschuldigten sei am Donnerstag festgenommen worden. Der Name des Verdächtigen wurde nicht genannt. Die Festnahme sei „im Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken“ erfolgt, hieß es.

Laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München lag ein Haftgrund gegen den Verdächtigen vor, der genaue Grund wurde nicht genannt. Auch vermögenssichernde Maßnahmen seien „im größeren Umfang“ veranlasst worden.

Update, 12.20 Uhr: 27 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Wie das Landratsamt Mühldorf mitteilt, gibt es im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, dem 24. März, 27 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. März 2021, 00.00 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 229 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 25. März 2021, 03.09 Uhr) bei 115,6.

Update, 12.10 Uhr: Gottesdienste zu Ostern - das gilt jetzt

Traditionelle Palmprozessionen fallen dieses Jahr wegen der Pandemie vielerorts aus. Anders als im vergangenen Jahr sind aber öffentliche Gottesdienste erlaubt - wenngleich unter strikten Zugangsbeschränkungen und Maßnahmen. Im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung könnten Ostergottesdienste stattfinden, sie sollen „weiterhin uneingeschränkt zulässig“ sein, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Mittwochabend nach einem Gespräch mit Vertretern der christlichen Kirchen und dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden.

An Präsenz-Gottesdiensten können weniger Menschen als sonst teilnehmen, teils ist eine vorherige Anmeldung nötig. Um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, werden viele Gottesdienste live im Internet übertragen - das hat auch die Staatsregierung empfohlen.

Wie es in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag aussieht, hängt davon ab, ob es in der Region eine Ausgangssperre gibt. Dann sind die Gottesdienste so anzusetzen, dass Besucher vor Beginn der Ausgangssperre zuhause sein können oder erst nach Ende der Ausgangssperre daheim aufbrechen müssen. 

Update, 11.32 Uhr - Corona-Alarm im DFB-Team

Corona-Alarm im deutschen Nationalteam vor dem WM-Quali-Spiel gegen Island am Donnerstagabend (20.45 Uhr). Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll es einen positiven Fall geben. Es handle sich dabei um Gladbachs Jonas Hofmann (28).

Welche Auswirkungen der Vorfall auf das Programm oder das Spiel an sich hat, sei derzeit noch unklar. Das sogenannte „Anschwitzen“ am Vormittag sei jedenfalls bereits ausgefallen. Nun werden Schnelltests durchgeführt, sie sollen Klarheit darüber bringen, ob sich das Virus in der Mannschaft möglicherweise ausgebreitet hat.

Update, 11.10 Uhr - Merkel drängt auf EU-Impfstoffproduktion - und will Unternehmen in Pflicht nehmen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Notwendigkeit einer eigenständigen Produktion von Corona-Impfstoffen in der Europäischen Union betont. Es gelte, eine Fertigung auf europäischem Grund sicherzustellen, machte Merkel am Donnerstag im Bundestag deutlich. In Großbritannien werde für Großbritannien produziert, die USA exportierten Impfstoffe nicht. Daher sei man auch noch auf längere Sicht darauf angewiesen, was in Europa produziert werden könne. Dies gelte über dieses Jahr hinaus.

Die Unternehmen will Merkel bei den Tests stärker in die Pflicht nehmen. Es gebe eine Selbstverpflichtung, die Anfang April ende. „Wenn nicht der überwiegende Teil der deutschen Wirtschaft (...) das muss in die Richtung 90 Prozent sein, Tests seinen Mitarbeitern anbietet, dann werden wir mit regulatorischen Maßnahmen in der Arbeitsschutzverordnung dazu vorgehen.“ Die Kanzlerin kündigte eine Entscheidung für Mitte April im Bundeskabinett an. 

Update, 10.50 Uhr - Nur noch ein bayerischer Landkreis unter Inzidenz von 50

Nur noch ein bayerischer Landkreis liegt unter der für die Corona-Maßnahmen bedeutsamen Inzidenz von 50. Das Robert Koch-Institut wies am Donnerstag für den mittelfränkischen Stadtkreis Ansbach einen Wert von 35,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aus. Alle anderen 95 kreisfreien Städte und Landkreise lagen über 50.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern gibt es laut RKI im Stadtkreis Hof mit 403,7 sowie in den Landkreisen Cham und Schwandorf mit 289,8 und 282,0. Insgesamt lagen 58 Land- und Stadtkreise über 100, 37 zwischen 50 und 100 und einer unter 50.

Update, 10.12 Uhr - Inzidenz in Kreis Rosenheim sinkt unter 100 - drei Todesfälle

Erstmals nach sechs Tagen hat der Landkreis Rosenheim bei der 7-Tage-Inzidenz, die kritische 100er-Grenze wieder unterschritten. Der Wert fiel laut neuesten RKI-Zahlen (Stand: 25. März, 0 Uhr) von 103,3 auf 94,9. Bleibt dies nun zwei weitere Tage in Folge so, sind leichte Lockerungen im Landkreis möglich (laut Stufenplan). 

In den restlichen Städten und Kreisen haben sich die Zahlen unterschiedlich entwickelt: Die Stadt Rosenheim (von 129,0 auf 122,7) und der Landkreis Berchtesgadener Land (von 111,4 auf 103,8) meldeten sinkende Zahlen. Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen in den Kreisen Traunstein (von 141,0 auf 152,8), Mühldorf (von 106,2 auf 115,6) und Altötting (von 108,5 auf 120,2). Zudem wurden drei weitere Todesfälle gemeldet - je einer aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Altötting.

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 25. März 2021).

Regierungserklärung von Kanzlerin Merkel im Livestream:

Update, 9.38 Uhr - Merkel warnt: „In bestimmten Situationen kann ich nicht nichts machen!“

Zu den politischen Kontroversen in Sachen Corona-Maßnahmen erklärte Merkel, dass diese zu einem föderalen politischen System dazugehören würden. Sie verstehe auch, dass man in Schleswig-Holstein (z.B. weitergehende Kontaktbeschränkungen) beispielsweise andere Maßnahmen als in Bayern und Baden-Württemberg (z.B. Ausgangssperren) ergriffen habe. Eines müsse jedoch allen klar sein, warnte Merkel: „In bestimmten Situationen kann ich nicht nichts machen!“

Bund, Länder und Kommunen müssten Hand und Hand arbeiten und die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um auf vielen Ebenen besser zu werden. Konkret genannt wurden die Test- und Impfstrategie oder die Digitalisierung. Merkel habe dort „gravierende Schwächen“ ausgemacht. Sie stellte klar: „Als förderales System müssen wir schneller und besser werden!“ Allerdings machte sie abschließend auch Hoffnung und motivierte die Menschen im Land: „Wir werden dieses Virus besiegen. Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Es gilt nun alle Kräfte für die nächsten Monate zu bündeln!“

Update, 9.32 Uhr - „Britische Mutation ist um einen großen Betrag tödlicher“

Dann ging Merkel auf die aktuelle Corona-Situation in Deutschland ein. Vor allem die neuen Virus-Mutationen bereiten der Politik weiterhin große Sorgen. „Wir leben im Grunde in einer neuen Pandemie“, sagte Merkel im Hinblick auf die britische Mutation, die inzwischen in der Bundesrepublik die Vorherrschaft übernommen habe. Die Virusvariante sei gefährlicher, aggressiver und „um einen großen Betrag tödlicher“.

Anschließend verteidigte die Kanzlerin noch einmal die beschlossenen Maßnahmen und sicherte von Seiten des Bundes den Ländern und Kreisen/Kommunen die bestmögliche Unterstützung zu. Konkret nannte sie dabei die Themen Testen, Schulen und Kitas sowie Wirtschaft. Im Zusammenhang mit Tests bat Merkel: „Ich fordere und bitte alle Bürger, sich mindestens einmal pro Woche testen zu lassen. (…) Die besten Testangebote nützen jedoch nichts, wenn sie nicht wahrgenommen werden!“

Update, 9.25 Uhr - „Mutationen werden uns noch weit über das Jahr hinaus beschäftigen“

Die Corona-Pandemie sei die „größte Bewährungsprobe in der Geschichte der Europäischen Union“ und Merkel sprach auch davon, dass dabei der „digitale Wandel von zentraler Bedeutung“ sei. Zudem gelte es für die EU nun, einen „europäischen Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz und die Regulierung von digitalen Plattformen“ zu schaffen, betonte die Bundeskanzlerin.

Neben dem Thema Türkei ist natürlich das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona ein zentraler Punkt bei der nächsten (digitalen) Sitzung des Europäischen Rates. Merkel nannte konkret die mögliche Einführung eines digitalen Impfpasses und mahnte, dass Europa bei der Impfstoff-Produktion unabhängiger werden müsse, da zum Beispiel Großbritannien und die USA kaum oder gar nichts exportieren würden: „Wir sind darauf angewiesen, was in Europa produziert werden kann. Die Mutationen werden uns noch weit über das Jahr hinaus beschäftigen!

Update, 9.14 Uhr - Merkel: „Pandemie ist leider bei weitem noch nicht überwunden“

„Die Pandemie ist leider bei weitem noch nicht überwunden. Die Zahlen steigen europaweit wieder an“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Beginn ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Merkel verteidigte - einen Tag nach der Regierungsbefragung - auch den gemeinsamen europäischen Weg, den man auch bei der Bekämpfung von Corona beschritten habe: „In der Pandemie hat sich gezeigt, dass es gut ist, dass wir die Europäische Union haben. (…) Es war richtig, auf die gemeinsame Beschaffung von Impfstoffen in Europa gesetzt zu haben.“

Update, 8.38 Uhr - Um 9 Uhr live: Regierungserklärung von Kanzlerin Merkel

„Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler.“ Mit diesen deutlichen Worten hat Bundeskanzlerin Merkel die volle Verantwortung für die beschlossene „Osterruhe“ übernommen, die am Mittwoch wieder gekippt wurde. Die Kanzlerin bat die Bevölkerung um Verzeihung.
Einen Tag nach ihrem Auftritt bei der Regierungsbefragung stellt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut dem Bundestag. Am Donnerstag (9 Uhr) gibt die CDU-Politikerin im Plenum eine Regierungserklärung ab. Dabei geht es um den am gleichen Tag beginnenden EU-Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs, aber auch noch einmal um die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Regierungserklärung.

Update, 7.39 Uhr - Söder fordert massive Änderungen bei Bund-Länder-Gipfel

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich in einem Fernsehinterview mit dem Bayerischen Rundfunk für den „Zick-Zack-Kurs“ der Politik in Zusammenhang mit der gekippten Osterruhe noch einmal entschuldigt und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Schutz genommen: Alle Konferenzteilnehmer hätten über den Beschluss abgestimmt, die geplante Osterruhe sei keine alleinige Entscheidung der Bundeskanzlerin gewesen.

Zugleich kritisierte Söder jedoch die Abläufe der Bund-Länder-Gipfel und forderte rasche Änderungen: „Wir müssen diese Konferenz verändern, wir müssen sie transparenter machen. Am besten wäre fast, wir machten sie öffentlich. Das Zweite ist – diese Nachtsitzungen: Ich bin Fan davon, Sitzungen tagsüber zu machen und im Zweifelsfall auch noch mal eine Nacht darüber zu schlafen. Das hätte uns sehr geholfen. Wenn zwischen ein Uhr und zwei Uhr nachts Entscheidungen getroffen werden, ist das in der Regel keine gute Mischung.“

Update, 7.04 Uhr - Schnelltest-Zentrum in Waldkraiburg erweitert Öffnungszeiten

In den nächsten Tagen hat das Corona-Schnelltest-Zentrum der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) auf dem Eishallen-Parkplatz in Waldkraiburg wieder von Freitag (26. März) bis Montag (29. März) geöffnet. Am Freitag und Montag sind zwischen 15 und 18 Uhr kostenlose Tests möglich, am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 14 Uhr. Das Testzertifikat wird etwa 20 Minuten nach dem Test per E-Mail zugestellt. 

Online-Terminvereinbarung, Fragen und Antworten sowie aktuelle Betriebszeiten finden Sie unter https://muehldorf.dlrg.de/corona-schnelltest oder unter der DLRG-Info-Hotline 08631/6069650. Auch am Osterwochenende wird das Testzentrum geöffnet sein. Die genauen Öffnungszeiten werden noch bekannt gegeben.

RKI registriert 22.657 Corona-Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22.657 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 228 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.504 Neuinfektionen und 227 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 113,3 - und damit höher als am Vortag (108,1).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.713.180 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.456.200 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 75.440.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag 1,04). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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