News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel und Spahn nach Debakel um AstraZeneca-Impfstoff: Empfehlung der STIKO soll ab Mittwoch umgesetzt werden

Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 30. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 121,2, Landkreis Rosenheim 103,7, Landkreis Traunstein 178,8, Landkreis Berchtesgadener Land 88,7, Landkreis Mühldorf 148,4, Landkreis Altötting 133,6 (Quelle/Stand: RKI, 30. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3248, Landkreis Rosenheim 11.681, Traunstein 8421, Berchtesgadener Land 4847, Mühldorf 5168, Altötting 4492 (Quelle/Stand: RKI, 30. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 55, Landkreis Rosenheim 431, Traunstein 195, Berchtesgadener Land 98, Mühldorf 132, Altötting 190 (Quelle/Stand: RKI, 30. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 76.093 Todesfälle in Deutschland (13.194 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.06 Uhr - Ab morgen soll sie umgesetzt werden: Empfehlung der Ständigen Impfkommission angenommen

In der Pressekonferenz nach der Besprechung mit den Ministerpräsidenten bezüglich des weiteren Vorgehens mit dem Impfstoff Astrazeneca teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit, dass der „Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich“ bleibt. Dabei zitierte sie die Empfehlung der Ständigen Impfkommission. „Vertrauen entsteht aus dem Wissen, dass jedem Verdacht, jedem Einzelfall nachgegangen wird“, sagte Merkel am Dienstagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Auch nach einer entsprechenden Einschätzung der Ständigen Impfkommission seien die Meldungen über Auffälligkeiten sehr selten, aber nicht zu ignorieren.

Dass verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stünden, sei ein großes Glück, sagte Merkel. Bund, Länder und Kommunen wollten nun gemeinsam nötige Änderungen bei den Planungen der weiteren Impfkampagne auch mit der stärkeren Einbeziehung der Praxen klären. Mit immer größeren Lieferungen könne man Schritt für Schritt die Pandemie überwinden.

Bei der Frage wie es für die Personen weiter gehen soll zitierte die Kanzlerin erneut die Empfehlung: „Hinsichtlich der zweiten Impfstoff-Dosis für jüngere Personen, die bereits eine erste Dosis der Covid-19-Vakzine AstraZeneca erhalten haben, wird die Ständige Impfkommission bis Ende April Stellung nehmen.“ Bis dahin sollen die notwendigen Studien ausgewertet worden sein. Mit diesen Erkenntnissen soll es möglich sein, den optimalen Schutz mittels der zugelassenen Impfstoffe zu gewährleisten.

Gesundheitsminister Jens Spahn merkte an, dass „Unsicherheiten entstehen“ und „dass viel Informations- und Nachfragebedarf entsteht“. Er wolle deshalb die Thematik „natürlich auch bestmöglich und transparent adressieren“. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission wurden laut Spahn mit den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern und auch mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten erörtert. „Diese Empfehlung werden wir werden die Länder ab morgen in der Impfkampagne übernehmen und umsetzen.“

Einen positiven Aspekt hob der Gesundheitsminister hervor: „Wenn es jetzt schon so ist, hilft die nüchterne Betrachtung, dass das bedeutet, dass jetzt die über 60-Jährigen schneller geimpft werden können.“ Es soll auch vereinbart worden sein, dass die Länder die 60 bis 69-Jährigen in ihre Impfkampagne mit AstraZeneca mit einbeziehen können.

Update, 19.58 Uhr - Auch Gesundheitsminister einig: Astrazeneca nur für über 60-Jährige, mit Ausnahmeregelung

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern ab Mittwoch nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige sollen sich „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“ weiterhin damit impfen lassen können, wie aus dem Beschluss von Dienstagabend hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Update, 19.18 Uhr - Fix: Stiko empfiehlt AstraZeneca nur noch für über 60-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Corona-Impfung mit Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige. Wie die am Robert Koch-Institut angesiedelte Expertengruppe am Dienstag mitteilte, habe man sich auch unter Hinzuziehung externer Experten „mehrheitlich“ für diese Empfehlung entschieden. Grundlage seien die derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten „seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“. Diese seien vier bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten.

Update, 18.17 Uhr - Wegen AstraZeneca: Merkel und Spahn beraten mit Länderchefs

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beraten noch an diesem Dienstag kurzfristig mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Das Bundespresseamt kündigte am Nachmittag für den Abend eine Pressekonferenz an - im Anschluss an ein „Informationsgespräch mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zur weiteren Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca“.

Für Astrazeneca deutet sich eine geänderte Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) an. Das Präparat soll voraussichtlich nur noch für Menschen über 60 Jahre empfohlen werden, wie aus einem Beschlussentwurf der Stiko hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Update, 18.04 Uhr - Holetschek fordert: Apotheken sollen Selbsttests auch einzeln verkaufen dürfen

Der Verkauf von einzelnen Corona-Selbsttests aus Großpackungen ist in Apotheken bisher nicht erlaubt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält das für unpraktisch: „Ich werde die Regierungen anweisen, eine Vereinzelung der gelieferten Selbsttests durch die Apotheken zu dulden”, teilte er am Dienstag in München mit. „Das ist wichtig, damit sich so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich solche Tests auf unkompliziertem Weg bei der Apotheke ihres Vertrauens kaufen können.”
Nach Vorgabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dürfen bisher Großpackungen von Selbsttests mit bis zu 100 Exemplaren in Apotheken nicht vereinzelt werden. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass einzelne Tests etwa ohne Gebrauchsanweisung verkauft werden.

„Die Länder sind dafür zuständig, den Verkauf der Selbsttests zu überwachen”, sagte der Minister. „Auf dieser Grundlage wollen wir daher den Einzelverkauf in den Apotheken dulden. Ich habe keinen Zweifel, dass die Apotheken dies fachgerecht und unter höchsten Hygienevorkehrungen gewährleisten können.”

Die Verantwortung und Haftung liege im Falle einer Duldung bei den Apotheken.

Update, 17.26 Uhr - Zwei neue Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Aus dem Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Berchtesgadener Land werden zwei neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Die Zahl der aktuell aktiven COVID-19-Fälle im Landkreis liegt derzeit bei 116, der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 88,7 (Stand 30. März, 0 Uhr).

Landkreisweit befinden sich derzeit 397 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.In den Kliniken des Berchtesgadener Landes werden derzeit 17 Personen mit bestätigter Corona-Infektion stationär behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

Update 16.52 Uhr - Jetzt auch in der Region: Erster Landkreis stoppt AstraZeneca-Impfungen für Frauen unter 60 Jahren

Aufgrund des derzeitigen Diskussionsstandes über das vermehrte Auftreten von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit dem Impfstoff des Herstellers Astra-Zeneca, hat der Landkreis Altötting heute entschieden, ab dem morgigen Mittwoch, 31. März, im Impfzentrum bis auf Weiteres keine Impfungen mehr bei Frauen unter 60 Jahren mit diesem Impfstoff durchzuführen, um das ohnehin geringe Restrisiko weiter zu minimieren.


Die betroffenen Frauen, die in den nächsten Tagen eine Impfung mit Astra-Zeneca verabreicht bekommen hätten, werden umgehend durch die Mitarbeiter des Impfzentrums kontaktiert und erhalten zeitnah Ersatztermine für Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech oder Moderna.

Für die darüber hinaus gehende Diskussion, auch Männern unter 60 Jahren keinen Impfstoff von Astra-Zeneca zu verabreichen zeigt Landrat Erwin Schneider derzeit wenig Verständnis. „Sollte man das planen, würde man damit „das Kind mit dem Bade ausschütten“ und die gesamte nationale Impfstrategie, die ohnehin angeschlagen ist, noch weiter in Bedrängnis bringen.“

Update, 16.35 Uhr - 59 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein - Britische Mutation dominierend

Beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein gingen 59 Corona-Neuinfektionen ein. Landkreisweit werden in den Kliniken aktuell 33 COVID-19-Patienten behandelt, zehn davon auf der Intensivstation.In der vergangenen Kalenderwoche (22. bis 28. März) wurden unter insgesamt 323 positiven COVID-19-Nachweisen im Landkreis Traunstein 233 Befunde mit der britischen Mutation nachgewiesen, was einem Wert von etwa 72 Prozent entspricht.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 19.520 Personen mit einer Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 8539 Personen die Zweitimpfung enthalten.

Update, 16.05 Uhr - Entwurf der Ständigen Impfkommission: Empfehlung für Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige

Für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca deutet sich eine geänderte Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) an. Das Präparat soll voraussichtlich nur noch für Menschen über 60 Jahre empfohlen werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Stiko hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die „Augsburger Allgemeine“ berichtete darüber.

In dem Entwurf heißt es, basierend auf der momentanen Datenlage empfehle die Stiko „im Regelfall“ die Impfung mit Astrazeneca „nur Menschen im Alter >60 Jahre“. Der Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze „bleibt indes nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich“, heißt es in dem Beschlussentwurf weiter.

Hintergrund der Diskussionen sind Hirnvenenthrombosen, die zuletzt im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen aufgetreten waren, vorwiegend bei Frauen unter 55. Dazu heißt es in dem Beschlussentwurf: „Obwohl deutlich mehr Frauen betroffen waren, schränkt die Stiko vorsorglich ihre Empfehlung für beide Geschlechter ein.“

Am Dienstagabend wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über den weiteren Umgang mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca beraten.

Update, 15.47 Uhr - Gesundheitsminister beraten über weiteren Astrazeneca-Einsatz

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Dienstagabend in einer Sondersitzung über den weiteren Umgang mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca beraten. Bundesminister Jens Spahn (CDU) will seinen Länderkollegen dabei einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen machen, wie sein Ressort in Berlin mitteilte. Die Beratungen sollen um 18 Uhr beginnen.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte, die Ständige Impfkommission wolle erneut eine Empfehlung aussprechen. Außerdem werde eine aktuelle Einschätzung des für die Sicherheit von Impfstoffen zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts erwartet.

Update, 14.56 Uhr - Nach Berlin: Auch München setzt Astrazeneca-Impfungen bei Menschen unter 60 aus

Auch in München werden bis auf Weiteres keine Menschen unter 60 mehr mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca geimpft. „Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat die Stadt entschieden, wie Berlin die Impfungen mit Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen, bis die Frage möglicher Impfkomplikationen für diese Personengruppe geklärt ist“, teilte ein Sprecher der Stadt am Dienstag mit.

Dies betreffe vor allem die geplanten Impfungen im Impfzentrum und im Isar-Klinikum. Die Impfungen in den Alten- und Service-Zentren könnten fortgesetzt werden. Zuvor hatte das Land Berlin mitgeteilt, Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen.

Update, 14.39 Uhr - Berlin setzt Impfungen mit Astrazeneca bei Menschen unter 60 aus

Das Land Berlin setzt die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich aus. Das gab Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag bekannt und verwies auf neue Daten über Nebenwirkungen. Sie bezeichnete dies als „Vorsichtsmaßnahme“. Das Land wolle nun die Beratungen auf Bundesebene und Stellungnahmen der Fachleute wie des Paul-Ehrlich-Instituts abwarten.

Auch die Kliniken Charité und Vivantes in der Hauptstadt stoppten bis auf Weiteres die Impfungen mit Verweis auf Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland. Die Aussetzung der Impfungen gilt bei den Kliniken für Frauen unter 55 Jahren. Das betrifft vor allem die eigene Belegschaft. Die Sprecherin der Charité, Manuela Zingl, sagte am Dienstag: „Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind.“

In Deutschland sind bislang 31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete. Bis Montagmittag (29. März) waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden, in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen berichtete.

Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen laut PEI alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich Montag 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astrazeneca verimpft.

Update, 13.37 Uhr - Zwölf Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet zwölf neue Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag. Einer der zwölf Fälle wurde mittels Schnelltest festgestellt und im Anschluss durch eine PCR-Testung bestätigt.

259 aktive Fälle gibt es landkreisweit aktuell, die meisten davon in Burghausen (34), Burgkirchen (33), Altötting (27) und Neuötting (23). Die Gemeinde Haiming ist die derzeit einzige „Corona-freie“ Kommune im Landkreis.

innsalzach24.de hat einen ausführlichen Artikel zur aktuellen Corona-Lage im Landkreis Altötting verfasst (Plus-Artikel).

Die Pressekonferenz im Live-Stream: Söder und Holetschek informieren über Ergebnisse des Impfgipfels

Update, 12.31 Uhr - Große Kreisstädte und kreisfreie Städte bis 100.000 Einwohner kommen für Modellstädte in Frage

Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert einen pragmatischen Umgang mit der Impfpriorisierung und unterstreicht nochmals die Notwendigkeit einer flexibleren Impfstruktur. Es könne zudem bald der Zeitpunkt kommen, in dem sich eventuell auch Politiker mit AstraZeneca impfen lassen, um der Bevölkerung die Angst vor dem in die Kritik geratenen Vakzin nehmen zu können.

Zu den Modellregionen und -städten nimmt Holetschek ebenfalls nochmals Stellung. Große Kreisstädte und kreisfreie Städte bis zu 100.000 Einwohnern würden für das Projekt in Frage kommen, für Modellregionen ganzer Landkreise scheint dies also das Aus sein. Auch in der Region hatten sich einige Landkreise als Modellregion beworben (Plus Artikel).

Wichtig ist zudem eine ausreichende Impfquote in den jeweiligen Städten, diese sollte nicht unter dem Landesdurchschnitt liegen. Natürlich sei auch eine enge Absprache mit den jeweiligen Gesundheitsämtern unumgänglich. Die eingegangenen Bewerbungen der Städte werden dann in der Kabinettssitzung am Mittwoch geprüft und dann soll es auch eine Entscheidung über die Vergabe geben.

Update, 12.22 Uhr -  Kabinett berät am 7. April über eventuelle Öffnungsschritte und Maßnahmen in Schulen

Wie geht es weiter mit den Öffnungen? Am Mittwoch (7. April) nächster Woche soll eine Sondersitzung im Kabinett stattfinden, um über das weitere Vorgehen zu sprechen. Angesichts der Inzidenzlage soll dann besprochen werden, wie es mit Öffnungen weitergehen wird. Auch die bayerischen Modellregionen für die Öffnungen des Handels verteidigte Söder. Es sei jedoch noch nicht sicher, ob überhaupt die Modellregionen wie geplant öffnen dürfen, dies werde sich erst nächste Woche herauskristallisieren.

Das „Topthema” soll laut Söder nächste Woche zudem nochmal das Thema Schule werden, der oberste Maßstab bleibe auch hier weiterhin der Schutz der Schülerinnen und Schüler. Einen Ausblick, wie es nach den Osterferien mit den Schulen weitergehen wird, konnte Söder allerdings noch nicht liefern.

Update, 12.18 Uhr - Impfungen durch Hausärzte ab 31. März

Vor allem die Impfungen durch Hausärzte sieht der bayerische Ministerpräsident als ausgesprochen wichtig an. Gerade bei vielen auftretenden Fragen würden die Hausärzte bereits die Vorerkrankungen und gesundheitlichen Probleme ihrer Patienten bestens kennen. Ab morgen sollen die ersten Impfungen dann in ersten Hausarzt-Praxen verabreicht werden. Auch Betriebsärzte spielen eine wichtige Rolle, um den Impffortschritt voranzutreiben. In entsprechenden Unternehmen hoffe man hier dann auch auf eine Art Gruppendynamik, sodass innerhalb kürzester Zeit ganze Firmen gegen Corona durchgeimpft werden können.

Update, 12.15 Uhr - Flexiblere Impfstrategien in Hotspot-Regionen

Mit den rund 180.000 zusätzlichen Impfdosen des Bundes sei das Impfsystem in den Hotspots deutlich flexibler. Nicht nur das Impfen streng nach Alterskategorie, sondern eine flexible Impfstrategie nach bestimmten Ausbruchsgeschehen oder Gefahrensituationen in Hotspots bringe eine starke Erleichterung, so Söder. Bis zum 2. Mai sollen außerdem zwei Millionen weitere Impfdosen den Freistaat erreichen.

Der Zeitabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung soll maximal vergrößert werden, außerdem sollen sämtliche Notreserven verbraucht werden, da bereits auch nach der Erstimpfung ein gewisser Schutz besteht. Zudem sollen laut Söder Impfungen in Kürze auch rund um die Uhr möglich sein.

Update, 12.10 Uhr - Wichtigste Form der Pandemiebekämpfung bleibt die Impfung

Die wichtigste Form in der Pandemiebekämpfung ist nach wie vor die Impfung, weshalb auch der heutige Impfgipfel einberufen wurde. Ab wann die Impfungen wirken und den Bürgern Freiheit zurückgeben, müsse in Zusammenhang mit der Inzidenz betrachtet werden. Denn nur wenn die Inzidenz stabil bleibt, könnten die Impfungen auch zügig durchgeführt werden.

Um die 40.000 Impfdosen werden aktuell pro Tag in Bayern verimpft, inzwischen wurden insgesamt rund 2,7 Millionen Dosen verabreicht, was einer ungefähren Impfquote von 11 Prozent in Bayern entspricht. In den Alten- und Pflegeheimen sind rund 80 Prozent der Bewohner sowie 60 Prozent der Mitarbeiter bereits erst- und zweitgeimpft.

Update, 12.06 Uhr - Söder: „Die Corona-Lage wird weiter düsterer in Deutschland”

“Die Corona-Lage wird weiter düsterer in Deutschland”, mit diesen Worten eröffnete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Pressekonferenz nach dem bayerischen Impfgipfel. Die bayerische Sieben-Tage-Inzidenz liegt mit 140 im deutschlandweiten Vergleich derzeit auf dem siebten Platz. Die Inzidenz sei der Vorlauf für Erkrankungen und Krankenhaus-Aufenthalte, so Söder weiter.

“Es ist jetzt nicht die Zeit für kleinteilige Streits”, mahnte Söder. Die dritte Welle sei die Gefährlichste, die nun auf uns zurollen würde. Das Verschieben von Notbremsen würde in diesem Zusammenhang keinen Sinn machen, verteidigte der Ministerpräsident die aktuellen Maßnahmen.

Update, 11.38 Uhr - Ende der Grenzkontrollen zu Tirol früher als geplant

Deutschland verlängert die in der Corona-Krise eingeführten stationären Grenzkontrollen zu Tschechien um weitere 14 Tage und beendet die Kontrollen zum österreichischen Bundesland Tirol. Das teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin mit. Die Kontrollen zu Tirol seien bereits beendet, früher als geplant. Ursprünglich hätten sie bis Mitternacht am Mittwoch laufen wollen.

Die Testpflicht und die verschärfte 14-tägige Quarantäne bleiben aber wie bei Tschechien auch für einen großen Teil der Tiroler bei Einreise nach Deutschland zunächst bestehen und entfallen erst nach Ostern - ein Effekt der früheren Einstufung in die höchste Risikokategorie.

Seehofer sagte, er habe die Bundespolizei gebeten, die Kontrollen im Grenzraum auch da zu intensivieren, wo keine stationären Kontrollen angeordnet seien - und zwar vor allem nach Ostern. Er wolle die Innenminister der Länder bitten, dass die Länderpolizeien bei dieser Schleierfahndung unterstützen. Das bedeute, dass auch jemand, der aus Dänemark, Frankreich oder Polen komme, mit einer Kontrolle rechnen müsse.

Update, 11.14 Uhr - Eine Neuinfektion sowie ein weiterer Todesfall im Landkreis Mühldorf

Wie das Landratsamt Mühldorf am Inn meldet, ist seit der letzten Statusmeldung vom 29. März eine weitere Person mit bestätigter Corona-Infektion verstorben.

Zudem gibt es landkreisweit eine weitere Neuinfektion. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn insgesamt 265 aktive Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 148,4 (Stand: 30. März, 0 Uhr)

Update, 10.41 Uhr - Vier-Punkte-Plan bei Saison-Abbruch im Amateur-Fußball

Am Montagabend tagte der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und diskutierte in einer Videokonferenz über einen möglichen Saison-Abbruch. Der Vorstand verabschiedete nun einen Vier-Punkte-Plan, der bei einem Abbruch der wegen der Corona-Maßnahmen aktuell unterbrochenen Spielzeit 2019/20 im Männer-Bereich greifen soll.

Unter anderem sieht dieser Plan einen Saisonabbruch vor, falls kein uneingeschränkter Trainingsbetrieb möglich wäre. Zu dem Vier-Punkte-Plan im Detail hat beinschuss.de einen ausführlichen Artikel verfasst.

Update, 10.06 Uhr - Erst nach Ostern flächendeckende Corona-Impfungen in Praxen

Erst nach Ostern werden Hausärzte in Bayern flächendeckend gegen das Coronavirus impfen können. Ab dem 7. April würden rund 8500 Haus- und Fachärzte mit dem Impfen beginnen, kündigte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) vor dem Impfgipfel am Dienstag in München an.

Die ersten Impfungen sollen schon am 31. März verabreicht werden, betonte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf Nachfrage. Nach Informationen der KVB soll der Impfstart in rund 1700 Praxen anlaufen. Den Ärzten stünden dafür 33.600 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca zur Verfügung. Nach den ersten Impfungen am 31. März und 1. April werde es über die Ostertage keine Impftermine in den Praxen geben.

Ab diesem Dienstag können aber auch alle anderen Praxen Impfstoff bestellen, erklärte der KVB-Sprecher. Über ihre Apotheken sollen sie dann Mitte kommender Woche Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer erhalten. „In den ersten Wochen wird nur eine sehr begrenzte Menge an Impfstoff verfügbar sein, den die Praxen angelehnt an die Prioritätsvorgaben des Bundes verimpfen werden.“

Die Ärztinnen und Ärzte werden ihre Patienten kontaktieren, um einen Termin für die Erst- und Zweitimpfung zu vereinbaren. Jede Praxis könne selbst entscheiden, ob sie dafür zusätzliche Sprechzeiten anbiete oder parallel zum laufenden Betrieb impfe, sagte der KVB-Sprecher. Ob Patienten mehr Geduld im Wartezimmer brauchen, lasse sich deshalb nicht pauschal beantworten.

Der Vorteil einer Impfung beim Hausarzt sei, dass die Patienten und ihre Vorerkrankungen in der Praxis schon bekannt seien. „Vielen Patienten ist zudem wichtig, dass sie die Impfung von Ärztinnen und Ärzten bekommen, die sie seit Jahren kennen“, meinte der KVB-Sprecher. Wer vom Hausarzt geimpft worden sei, soll seine Anmeldung für einen Impftermin in dem Online-Portal „BayIMCO“ anschließend selbst löschen.

Update, 9.14 Uhr - Impfgipfel in München - anschließend Söder-Pressekonferenz

Die bayerische Staatsregierung will am Dienstagvormittag (30. März) mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten beraten, wie die Impfungen gegen das Coronavirus schneller möglich werden. Der Impfgipfel findet per Video-Schalte statt. Anschließend (voraussichtlich um 12 Uhr) wollen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse informieren.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 8.20 Uhr - Sechs weitere Todesfälle in der Region

Die Corona-Fallzahlen bzw. Sieben-Tages-Inzidenzen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut neuesten RKI-Daten (Stand: 30. März, 0 Uhr) sanken die Werte in den Landkreisen Rosenheim (von 105,2 auf 103,7) und Mühldorf (von 152,8 auf 148,4) jeweils leicht. Steigende Zahlen meldeten dagegen die Stadt Rosenheim (von 114,9 auf 121,2) sowie die Kreise Traunstein (von 178,2 auf 178,8), Berchtesgadener Land (von 87,8 auf 88,7) und Altötting (von 128,2 auf 133,6).

Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz in Südostbayern (Stand: 30. März 2021).

Zudem wurden aus der Region insgesamt sechs neue Corona-Todesfälle gemeldet - drei davon im Landkreis Rosenheim, zwei in der Stadt Rosenheim und einer im Landkreis Mühldorf. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Opfer wurden dabei nicht genannt.

Update, 7.10 Uhr - Testpflicht für Flugreisende in Kraft getreten

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt jetzt eine generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland. Den Test muss man schon vor dem Start im Abflugland machen. Die neuen Vorgaben sind am Dienstag, 30. März, um 0 Uhr in Kraft getreten und sollen vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten. Laut Bundesregierung handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Virusausbreitung zu vermeiden. Sie soll auch Passagiere in den Flugzeugen schützen.

Airlines müssen die Beförderung unterlassen, wenn Passagiere keinen Test haben oder angegebene Daten „offensichtlich unrichtig“ sind, wie das Ministerium erläutert. Ausgenommen von der Testpflicht sind die Crews und Kinder bis fünf Jahre. Fällt der Test positiv aus, muss man nach den örtlichen Vorschriften in Quarantäne gehen - und die Kosten dafür in der Regel auch selbst tragen.

7-Tage-Inzidenz in Deutschland erneut gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist auf 135,2 gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor. Am Vortag hatte das RKI 134,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gemeldet. Anfang März lag der Wert noch bei unter 70. Nachdem im Lockdown die Zahl der Neuinfektionen bis etwa Mitte Februar deutlich gefallen war, stieg die Zahl der Ansteckungen zuletzt wieder kräftig - was Experten auch auf die weite Verbreitung ansteckenderer Varianten zurückführen (News-Ticker Montag, 29. März).

Die Gesundheitsämter in Deutschland, mit Ausnahme Baden-Württembergs, meldeten dem RKI binnen eines Tages jetzt 9549 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 180 neue Todesfälle verzeichnet (Stand: 30. März, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7485 Neuinfektionen und 250 neue Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.791.822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.507.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 76.093. In Bayern kamen 46 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.194).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,10 (Stand: 29. März; Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/aic/dpa

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