Traunreuter überlebt neun Tage in Biwak im Salzburger Land

Marco B.: "Auf der Hütte gab es Schokolade und Obstler!"

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Lofer/Traunreut - Neun Tage harrte Marco B. aus Traunreut in einer kleinen Biwak-Hütte in den Loferer Steinbergen aus - sechs davon ohne Essen. Erst dann entschloss er sich zu einem Notruf und wurde von einem Hubschrauber gerettet. Jetzt hat sich der 44-Jährige öffentlich geäußert.

Wie die Salzburger Nachrichten berichten, befand sich B. auf einer mehrtägigen Trekkingtour, die ursprünglich in Ruhpolding begonnen hatte, als er am 15. Januar am Prax-Biwak eintraf. Davor hatte der Mann eigenen Angaben zufolge bereits mehrmals im Freien übernachtet. Nach seiner Ankunft an der Hütte hätten sich die Wetterverhältnisse stetig verschlechtert, es hätte Sturm gegeben und mindestens zwei Meter Schnee. B. musste jeden Tag den Eingang freischaufeln, um aus der Hütte hinausgehen zu können.

"Auf der Hütte gab es eine Tafel Schokolade und Obstler zum Trinken. Ich selbst hatte zwei Packungen Nudeln, Schokolade, etwas Brot und Käse mit. Außerdem eine Packerlsuppe, die ich mehrmals gestreckt habe. Aber nach drei Tagen waren alle Vorräte aus", antwortete B. auf die Frage nach seinen Essensvorräten. Auch mit dem Brennholz ist der 44-Jährige sparsam umgegangen: "(...) Ich habe nur einmal am Tag Feuer gemacht, weil ich nicht wusste, wie lange ich noch bleiben muss!" Zudem habe er auch seinen Handy-Akku geschont, indem er das Gerät nur einmal am Tag eingeschalten habe.

B. sagte weiter, dass er in seiner Zeit auf der Hütte viel nachgedacht und gelesen habe. "Nur in der Nacht hatte ich ein paar Mal Angst. Da war der Wind so stark, dass alles gewackelt hat. Ich habe mir gedacht, dass es die Vorderfront der Hütte wegreißt." Nach seiner Rettung durch den Hubschrauber kaufte sich B. laut Salzburger Nachrichten übrigens erstmal eine Wurstsemmel...

mw

Quelle: chiemgau24.de

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