Luftwaffen-Kaserne in Roth droht Schließung

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Innenminister Joachim Herrmann (r, CSU) in der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth (Mittelfranken) in einem Simulator des Kampfhubschraubers Tiger (Archivfoto vom 23.02.2009).

Nürnberg - Im Bundesverteidigungsministerium gibt es offensichtlich bereits konkrete Vorbereitungen für die Schließung des großen Bundeswehr-Standorts in Roth.

In einem internen Papier heiße es, “aus militärischer Sicht“ solle der Standort “aufgelassen werden“, berichteten die “Nürnberger Nachrichten“. Der aus Franken stammende Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) verwies darauf, dass noch nichts beschlossen sei.

Zur Zeit gebe es viele Planungspapiere und ständig wechselnde Wasserstandsmeldungen, sagte er der Zeitung. Das Papier mit der Bemerkung zu Roth und anderen Standorten habe die politische Entscheidungsebene bisher “auch nicht entfernt erreicht“. In der Bundeswehr ist es ein offenes Geheimnis, dass der Standort im etwa 25 Kilometer südlich von Nürnberg gelegenen Roth akut von der Schließung bedroht ist.

Denn dort ist ein Ausbildungsregiment der Luftwaffe beheimatet, in dem jährlich etwa 10 000 Soldaten ihre Grundausbildung absolvieren. Ohne Wehrpflicht entfällt quasi die Existenzgrundlage. Die Kommunalpolitiker in Roth und regionale Bundestagsabgeordnete wollen aber alles tun, um den wirtschaftlich wichtigen Standort mit zu halten. Der SPD-Bundestagsabgeordneter Martin Burkert hoffe aufs “fränkische Herz“ des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, sagte er der Zeitung.

dpaNürnberg (dpa/lby) - Im Bundesverteidigungsministerium gibt es offensichtlich bereits konkrete Vorbereitungen für die Schließung des großen Bundeswehr-Standorts in Roth.

dpa

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