Zivilcourage in Münchener S-Bahn

Mann (21) schlägt Mädchen (16) mit Faust ins Gesicht - Passanten schreiten ein

Gewalttat in der S-Bahn. Zeugen werden gesucht.
+
Gewalttat in einer Münchner S-Bahn. Zeugen werden gesucht.

München - Nachdem ein 21-Jähriger einer 16-Jährigen in einer S-Bahn am frühen Mittwochabend (11. November) unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll und ihren Begleiter ebenfalls attackieren wollte, sucht die Bundespolizei nach Zeugen und insbesondere nach einem unbekannten Mann, der den beiden zu Hilfe kam und somit vermutlich Schlimmeres verhindern konnte.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Gegen 17.30 Uhr stieg eine 16-Jährige mit ihrem gleichaltrigen Begleiter (beide Deutsche) am Hauptbahnhof in eine S4, Fahrtrichtung Geltendorf. Ein 21-jähriger Afghane befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der S-Bahn. Die beiden Jugendlichen blieben im Türbereich stehen.

Plötzlich soll der Afghane auf die beiden zugegangen sein und der jungen Frau unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Ihr Begleiter ging dazwischen und verhinderte so weitere Angriffe. Daraufhin soll der 21-Jährige versucht haben den jungen Mann ebenfalls anzugreifen. Dies konnte jedoch durch einen bisher unbekannten Zeugen unterbunden werden.

Der Mann umklammerte den Aggressor von hinten und verhinderte so weitere Angriffe auf die beiden 16-Jährigen. Zwei Polizistinnen, die privat in der S-Bahn fuhren, bemerkten das Geschehen und stiegen mit den drei Beteiligten, die alle in Fürstenfeldbruck wohnen, am S-Bahn Haltepunkt Donnersbergerbrücke aus.

Die zwischenzeitlich alarmierte Bundespolizei übernahm die Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten vor Ort entlassen. Die 16-Jährige erlitt Rötungen an der Wange, musste aber nicht ärztlich versorgt werden. Gegen den 21-jährigen Afghanen wird wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.

Wer sachdienliche Angaben zum Tatverlauf machen kann wird, ebenso wie der unbekannte Helfer, gebeten sich bei der Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089/515550-111 zu melden.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion München

Kommentare