Warnung einer besorgten Mutter: Polizei klärt auf

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Siegsdorf - Wollte ein Mann nur mit seinem Auto protzen? Oder hat er fremde Kinder verdächtig angesprochen? Aus einer kuriosen Situation entwickelte sich ein übles Missverständnis.

Zum Glück als völlig harmlos stellte sich ein Vorfall heraus, der die Eltern von zwei Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren in Siegsdorf beunruhigt hat. Ein Mann hatte am Donnerstag gegen 15 Uhr die zwei Kinder aus seinem Auto heraus angesprochen. Die Kinder hatten verstanden, dass sie einsteigen sollten.

Warnung über Facebook

Die besorgte Mutter warnte daraufhin über Facebook, dass ihre Kinder angesprochen wurde und bat darum diese Meldung zu teilen. Das geschah auch, fast 700 Personen teilten diese Nachricht binnen 20 Stunden und erreichten so einen großen Personenkreis.

Nachdem die Polizei eingeschaltet worden ist, konnte der Sachverhalt schnell aufgeklärt werden. Hilfreich war dabei eine aufmerksame Nachbarin, die das Kennzeichen des auffälligen Wagens notiert hatte.

Jedes Kind würde sein Auto von der Spielkonsole kennen

Ein über 50-jähriger Mann aus dem Landkreis war mit seinem blauen Sportwagen und einer Begleiterin unterwegs. Auf Höhe Siegsdorf wettete der Mann mit der Frau, dass so ein Auto, wie er eben fahren würde, ein jedes Kind kennen würde. Als die beiden neben der Straße zwei spielende Kinder sahen, hielt der Mann das Auto an, um seiner Beifahrerin seine Behauptung zu beweisen.

So fragte er die Kinder, ob sie mit so einem Auto schon einmal auf ihrer Spielkonsole gefahren sind. Als die Kinder verneinten, setzte das Sportwagen-Paar seine Fahrt fort.

Wie erwähnt hatte eine Nachbarin das Gespräch aus der Ferne beobachtet und zum Glück vorsorglich das Kennzeichen notiert. Die beiden Kinder erzählten ihren Müttern, was sie verstanden hatten, nämlich, dass der Autofahrer sie gefragt hätte, ob sie zum Spielen mit einer Spielkonsole mitfahren wollen.

Ein Missverständnis mit Folgen

Eine Familie informierte später die Polizei, die den Sachverhalt mittlerweile überprüfen und Entwarnung geben konnte. Die Ermittlungen haben eindeutig ergeben, dass der Mann keine böse Absicht hatte, als er unbedacht die Kinder angesprochen hat.

Während die Polizei ausdrücklich die Aufmerksamkeit der Nachbarin und das richtige Verhalten der Kinder lobt, sehen die Beamten allerdings die Verbreitung der ungeprüften Nachrichten und die damit zusammenhängenden Kommentare sehr kritisch.

mg/ch24, Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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