Wie geht es nun weiter?

Aus der Traum - Kein Chaletdorf für Marktschellenberg

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Aus der Traum - Doch kein Chaletdorf für Marktschellenberg
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Marktschellenberg - Seit Wochen wird in Marktschellenberg darüber diskutiert ob der Stuttgarter Hotelier Andreas Walker in Marktschellenberg seinen Traum wahrmachen kann. Und zwar nach Marktschellenberg zu ziehen und ein Chaletdorf mit zehn Luxuschalets zu bauen. Nun ist dieser Traum geplatzt. Wie geht es nun in Marktschellenberg weiter?

Gemeinderatssitzungen, Gemeindeversammlungen, Bürgerbegehren, der Verdacht auf mutwillige Sachbeschädigung und jede Menge Diskussionen - in den letzten Wochen ist die kleine Marktgemeinde Marktschellenberg nicht zur Ruhe gekommen

Der Grund war das geplante Chaletdorf eines Stuttgarter Hoteliers. Zusammen mit seiner Familie wollte er komplett nach Marktschellenberg umsiedeln und sich dort seinen Lebenstraum erfüllen: Den Bau eines Chaletdorfes, bestehend aus zehn Luxus-Chalets.

Der Traum vom Chaletdorf ist geplatzt

In den letzten Wochen schlugen die Wogen in der kleinen Marktgemeinde höher und höher. Vieles ist geschehen. Begonnen hat alles auf einer nicht öffentlichen Sitzung, von der noch vor der öffentlichen Bekanntmachung bereits Informationen verbotenerweise nach Außen gegeben wurden, was zu vielen Gerüchten geführt hat. Es kam sogar der Verdacht auf, dass bei einer Befürworterin des Chaletdorfs mutwillig ein Weidezaun zerstört wurde um deren Kühe freizulassen.

Weiter ging es mit massiver Kritik seitens der Gegner auf einer Bürgerversammlung, aber auch mit viel positivem und vor allem steigenden Zuspruch von Befürwortern des Chaletdorfes. Sogar ein Bürgerbegehren wurde mit einer Unterschriftensammlung ins Leben gerufen, die erst vor wenigen Tagen auf der jüngsten Gemeinderatssitzung angenommen und geplant wurde. Trotzdem ist dieser Traum jetzt geplatzt. 

Öffentlicher Brief von Andreas Walker auf Facebook

"Meine lieben Freunde, mein wichtigstes Ziel war es, in Marktschellenberg eine neue Heimat zu finden aber auch einen Betrieb aufzubauen, der auch Verknüpfungen zu anderen möglich macht. 

Leider gibt es Leute, die das einfach nicht wollen und sich mit einem knallharten Betriebssanierer aus Österreich und Interessent für das Grundstück am Buchenweg, verbündet haben. Mit großer Spannung habe ich die Ereignisse der letzten Tage verfolgt. 

Leider konnte ich nicht vor Ort sein. Das Bürgerbegehren hat die Hürden im Gemeinderat genommen. Was mich sehr bedrückt und äußerst nachdenklich stimmt, sind die Verhaltensweisen einiger Weniger im Gemeinderat:

  • 4 Gemeinderäte stimmen gegen 201 Unterzeichner eines Bürgerbegehrens
  • das Begehren wird nicht angenommen, weil 7 Gemeinderäte dagegen sind und das Bürgerbegehren soll gar nicht behandelt werden, weil Frau Sophie Stanggassinger noch nicht so weit ist (sie wusste doch bestimmt schon seit 11-12 Tagen vorher von der Behandlung im Gemeinderat). Es ist natürlich jetzt erstmal Stillstand für 3 Monate bis zum Entscheid

Wenn ich noch lese, dass es Verbindungen zwischen Herrn Harbring und den Chaletgegnern gibt, allen voran Herr Kranawetvogel, kann ich mir meine Gedanken machen. 

Mit meinen Bauanträgen bin ich weiterhin dem Gemeinderat und diesen Verhinderern ausgeliefert, auch wenn der Bürgerentscheid für die Betriebsansiedlung ausfallen sollte. 

Es bereitet mir kein gutes Gefühl und schon allein mit Verzögerungstaktik kann man dem Investor nicht zur Zeit und Geld rauben. 

Oder einfach kurz gesagt: I ch kann kein Vertrauen mehr aufbauen. So wie ich weiß und ich mir sicher bin, dass Ihr voll und ganz hinter mir steht, sehe ich bei der Mehrheit in diesem Gemeinderat sehr große Probleme auf mich zukommen. 

Der Eine oder Anderer würde auch nicht zurückscheuen, mir jegliche Existenzgrundlage zu nehmen!! Mir ist bewusst, dass ich Euch zu allem größten Dank verpflichtet bin. 

Ihr habt vor Ort mein Projekt zu Eurem Projekt gemacht und es am Leben erhalten. Bitte habt aber Verständnis, dass ich nicht weiter das Projekt verfolgen kann, da es durch Willkür Einzelner auch meinen Ruin bedeuten kann. Es würde dabei nicht nur mich, sondern auch meine Familie treffen. 

Ich bleibe Euch und dem Berchtesgadener Land verbunden. Für Eure tolle Arbeit, eure Unterstützung, euren unermüdlichen Einsatz sowie das Verständnis danke ich Euch aus vollem Herzen! 

Euer Andreas"

Weitere Einzelheiten und Kommentare, sowie eine persönliche Stellungnahme von Andreas Walker lesen Sie morgen auf BGLand24.de.

Quelle: BGland24.de

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