Auf der A92 bei Marzling im Landkreis Freising

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrler müssen drei Kilometer zum Unfallort zu Fuß gehen

  • schließen

Marzling/A92 - Am Sonntag, den 21. Juli, gegen 18 Uhr prallte eine 61-jährige Frau mit ihrem Motorrad auf der A92 auf Höhe der Anschlussstelle Freising-Ost gegen eine Leitplanke. Die Feuerwehr aus Eitting eilte zum Unfall, stand dann aber im Stau und konnte nicht helfen. 

Am frühen Sonntagabend fuhr eine 61-jähriger Frau aus dem Landkreis Passau mit ihrem Motorrad auf der A92 in Richtung Deggendorf. Laut Polizei kam die Motorradfahrerin aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, prallte gegen eine Leitplanke und wurde durch den Aufprall auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Sie kam auf dem linken Fahrstreifen zum Liegen und wurde von einem Kleinbus, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, überrollt. Ein Rettungshubschrauber flog die schwer verletzte 61-Jährige in eine Münchner Klinik.

Feuerwehren gelangen nicht zur Unfallstelle

Die Freiwillige Feuerwehr Eitting war zusammen mit den Wehren aus Freising, Attaching und Erding im Einsatz. Die Floriansjünger aus Eitting berichten auf ihrer Facebook-Seite, dass sie einen Einsatz in noch nie dagewesener Art erleben mussten. Wegen einer Baustelle war es den Feuerwehrleuten nicht möglich an die Unfallstelle vorzudringen. Durch die verengten und mit Betonwänden abgegrenzten Fahrspuren hatte sich ein Stau gebildet, in dem auch die Feuerwehren feststeckten. Die Autofahrer dachten nicht daran eine Rettungsgasse zu bilden, weshalb die Einsatzkräfte etwa drei Kilometer zu Fuß laufen mussten und am Ende nicht einmal helfen konnten.

"Gott sei Dank wurden von der Gegenrichtung her die Kräfte aus Attaching alarmiert", teilen die Eittinger Feuerwehr mit. "Somit wurde der Einsatz durch Florian Attaching abgewickelt, während alle anderen Einsatzkräfte auf der Gegenrichtung im Stau standen und nicht helfen konnten." 

Autobahn musste komplett gesperrt werden

Die Autobahn war für etwa Stunde komplett gesperrt. Die Erstversorgung der Schwerverletzten wurde durch einen zufällig zum Unfallort gekommenen, privaten Rettungsdienst übernommen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Julian Strate (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT