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Neue Regeln in Bayern

Maskenpflicht endete am Sonntag: Diese Einzelhandels-Ketten verzichten auf ihr Hausrecht

Coronavirus - Supermarkt - FFP2-Masken
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Am Sonntag (3. April) endet die Maskenpflicht im bayerischen Einzelhandel offiziell. Doch welche Geschäfte berufen sich auf ihr Hausrecht?

Vor dem Einkaufen überprüfen aktuell viele nicht nur, ob sie das Portemonnaie dabei haben - sondern auch ihre Maske. Die Pflicht dazu fällt am Sonntag (3. April) vielerorts weg. Doch die einzelnen Geschäfte können sich auf ihr Hausrecht berufen. Welche darauf nun verzichten:

Nach langen Corona-Vorgaben können sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands darauf einstellen, ab nächster Woche wieder ohne Maske einkaufen zu gehen. Auch der Freistaat Bayern hat verkündet, dass die bisherigen Corona-Regeln am Samstag (2. April) auslaufen werden. Die staatliche Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske fällt dann also überwiegend weg, wenn die Geschäfte am Montag öffnen - gewisse Schutzvorkehrungen können aber bleiben. Der Handel geht davon aus, dass viele Kunden weiter freiwillig mit Maske kommen. Zum Schutz des Personals können vor Ort auch Hygienekonzepte umgesetzt werden. Die Gewerkschaft Verdi berichtete von Sorgen unter den Beschäftigten.

Prinzipiell könnten Händler jedoch auch von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und ein Masken-Tragen weiter vorschreiben. Dies sei nicht auszuschließen, sagt Stefan Genth (Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland). „In welchem Umfang dies praktiziert wird, werden die nächsten Wochen zeigen.“ Wie aus Angaben mehrerer Ketten hervorgeht, dürfte ein Großteil aber darauf verzichten. Aus Branchenkreisen heißt es, so eine firmenspezifische Maskenpflicht wäre nicht durchsetzbar.

Diese Einzelhandels-Ketten verzichten ab Montag (4. April) auf die Maskenpflicht:

  • MediaMarkt
  • Saturn
  • Thalia
  • Aldi
  • Edeka
  • Lidl
  • Kaufland
  • Rewe und Discounter-Tochter Penny
  • Toom
  • Dehner
  • Hornbach
  • Bauhaus
  • Obi
  • Deichmann
  • Ikea
  • Douglas
  • Globus
  • C&A
  • ECE (Einkaufszentrums-Betreiber, unter anderem das Olympia-Einkaufszentrum in München)
  • Ernsting‘s family
  • Gerry Weber
  • Woolworth

„Wir bitten unsere Kunden weiterhin eine Schutzmaske zu tragen“

Mehrere Handelsketten riefen indes auch weiterhin dazu auf, lieber an Masken zu denken. Der Möbelhändler Ikea erklärte, man treffe die Regelungen nach den staatlichen Vorgaben - sollte die Maskenpflicht im Handel aufgehoben werden, gelte dies auch für Ikea. „Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens weisen wir aber gern darauf hin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch weiterhin sich selbst und andere schützt“, sagte eine Sprecherin. Vom Elektronikhändler MediaMarktSaturn hieß es: „Wir bitten unsere Kunden und werben dafür, weiterhin eine Schutzmaske zu tragen.“

Aldi-Kunden können ab kommender Woche ebenfalls auf ihre Masken verzichten, sofern die jeweiligen Regionen nicht als Corona-Hotspot gelten. Man wolle die Schutzverordnungen der Bundesländer nach der Übergangsfrist abwarten, teilte die Pressestelle von Aldi Süd „Focus Online“ mit. „Überall dort, wo die Verordnungen eine Maskenpflicht als Schutzmaßnahme vorsehen, werden wir diese gesetzliche Vorgabe selbstverständlich umsetzen. Wird keine Maskenpflicht vorgeschrieben, behalten wir uns eine Empfehlung an Mitarbeiter:innen und Kund:innen vor, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen.“

Rewe, Penny und Lidl ziehen nach

Einige Lebensmittelhändler und Drogerie-Ketten hielten sich auf erste Anfrage noch bedeckt und erklärten nur, dass man die staatlichen Vorgaben stets umsetze - wie es nächste Woche bei ihnen konkret weitergeht, ließen zum Beispiel Rewe, Lidl und dm offen. Inzwischen haben auch Rewe (und Discounter-Tochter Penny) sowie Lidl und Kaufland mitgeteilt, auf die Maskenpflicht in ihren Geschäften zu verzichten. Der Lebensmittelhändler Globus mit 53 Märkten legte sich fest: „Wenn die Maskenpflicht fällt, fällt diese auch in unseren Markthallen weg“, sagte Globus-Manager Sascha De Rosa. Mitarbeitern und Kunden stehe es frei, „weiterhin eine Maske zu tragen, um sich und andere dadurch zu schützen“.

Desinfektionsmittel am Ladeneingang und Plexiglasscheiben an Kassen oder Infoschaltern soll es auch weiter geben - das betonten mehrere Firmen. „Auch weil es oft dem mehrheitlichen Kundenwunsch entspricht und als besonderer Service empfunden wird“, hieß es vom Verband.

Der Verband betonte, den Gesundheitsschutz des Personals nähmen die Unternehmen weiterhin sehr ernst. Laut Arbeitsschutzverordnung müssten Arbeitgeber nötige Maßnahmen mit einer Gefährdungsbeurteilung ermitteln und in betrieblichen Hygienekonzepten festlegen. Für eine weitere Maskenpflicht des Personals sei dabei von Bedeutung, ob andere organisatorische und technische Schutzmaßnahmen nicht umsetzbar seien oder nicht reichten. Hauptgeschäftsführer Genth: „Es kommt also im Zweifel auf den Einzelfall und die konkreten Umstände vor Ort an“.

mh (mit Material der dpa)