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Nachgefragt bei Apotheken, Tankstellen und Discountern

„Mit hoher Wahrscheinlichkeit beibehalten“: Wo auch weiterhin Maskenpflicht in der Region gilt

Eine FFP2-Maske liegt auf dem Boden. Seit Sonntag, 0 Uhr, entfällt die Maskenpflicht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens.
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Eine FFP2-Maske liegt auf dem Boden. Seit Sonntag, 0 Uhr, entfällt die Maskenpflicht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Die Corona-Regeln wurden gelockert, die Maskenpflicht in Geschäften fällt. Doch wie geht es weiter? Setzen einige Inhaber vielleicht ihr Hausrecht durch und pochen trotzdem auf die Maskenpflicht? rosenheim24.de hat sich bei ausgewählten Ketten in der Region erkundigt.

Südostoberbayern – Viele haben auf diesen Moment gewartet, andere erfüllt er aber auch mit gewisser Sorge: In der Nacht auf Sonntag (3. April) laufen auch in Bayern die allermeisten Corona-Beschränkungen aus. Die FFP2-Maskenpflicht gilt dann nur noch im öffentlichen Nahverkehr, in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Flüchtlingsunterkünften und ähnlichen „vulnerablen Einrichtungen“.

Überall sonst entfällt eigentlich die Maskenpflicht, etwa im Einzelhandel, in Freizeiteinrichtungen aller Art, aber auch an sämtlichen Schulen. Die Staatsregierung empfiehlt allerdings, in Innenräumen auch weiterhin Masken zu tragen. Doch wie wird das von den Inhabern von Geschäften beispielsweise umgesetzt? Machen sie teilweise sogar Gebrauch von ihrem Hausrecht und setzen weiterhin auf Maskenpflicht?

rosenheim24.de hat bei ausgewählten Ketten diesbezüglich nachgefragt. Von Apotheken über Banken und Sparkassen, Einzelhändlern bis hin zu Tankstellen haben wir Stimmen eingeholt, wie zukünftig in Sachen Maskenpflicht verfahren werden soll.

Keine konkreten Konzern-Vorgaben

Der Grundtenor ist dabei relativ gleich: Vom Hausrecht möchte offenbar vorerst keine Kette pauschal Gebrauch machen. „Da es durch den von der Regierung gefassten Beschluss keine entsprechenden rechtlichen Verpflichtungen mehr gibt, eine Maske zu tragen, werden wir ebenfalls von einer Maskenpflicht absehen“, sagt zum Beispiel Daniela Machotka, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Rosenheim Bad Aibling.

Anders verhält es sich bei den Filialen der Linda-Apotheken. Pressevertreter Dr. Benjamin Lieske erklärt im Gespräch mit rosenheim24.de: „Die Linda-Apotheken sind ein deutschlandweiter Verbund eigenständiger vor Ort Apotheken. Das bedeutet, dass sie gemeinsam unter der Qualitätsdachmarke Linda auftreten, aber jede*r Inhaber*in selbst entscheidet, inwieweit in ihren Räumlichkeiten eine Maskenpflicht umgesetzt wird.“

Viele Apotheken werden Maskenpflicht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ beibehalten

„Damit sich Kund*innen in der nach wie vor volatilen Pandemielage sicher fühlen können, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Apotheken weiterhin das Tragen der Maske beibehalten“, ergänzt er. Letztlich gehe es auch um den Schutz des Personals, welches für den Erhalt der Versorungssicherheit und -qualität entscheidend sei.

Dieses Vorgehen wird auch bei den OMV-Tankstellen so gehandhabt, wie Pressesprecher Thomas Bauer erläutert: „Es obliegt unseren Tankstellenpartnerinnen und -partnern, mittels Hausrechts auf die Weiterführung der Maskenpflicht zu bestehen oder künftig darauf zu verzichten.“ Dies gelte ebenfalls für die Empfehlung zum freiwilligen Tragen einer Maske.

Der Discounter Aldi Süd will ebenfalls bei einer Empfehlung für die Kunden und Mitarbeiter bleiben, wie Pressereferentin Anna-Maria Lennertz auf Anfrage mitteilt: „Wird keine Maskenpflicht vorgeschrieben, behalten wir uns eine Empfehlung an Mitarbeiter:innen und Kund:innen vor, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen.“

Jeder neunte Einzelhändler in Bayern will an Maskenpflicht festhalten

Insgesamt betrachtet will etwa jeder neunte bayerische Einzelhändler in seinen Geschäften an der Maskenpflicht festhalten. 11,7 Prozent sagten das in einer am Samstag beendeten Umfrage des Handelsverbands Bayern (HVB). 77,4 Prozent wollen dagegen nicht über das Hausrecht Masken vorschreiben.

Die Mehrheit der 979 an der Umfrage teilnehmenden Einzelhändler sieht die Abschaffung der staatlichen Maskenpflicht kritisch. 50,4 Prozent halten sie demnach für falsch, 39,2 Prozent für richtig. Dass der Anteil der Händler, die per Hausrecht an der Pflicht festhalten, so viel geringer ist, erklärte Ohlmann damit, dass viele Händler in Sorge seien, sonst Kunden zu verlieren.

Umfrage: Großteil der Deutschen besorgt über Wegfall der Maskenpflicht

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland blickt einer Umfrage zufolge übrigens mit Sorge auf das Ende vieler Corona-Schutzmaßnahmen. 58 Prozent der Befragten zeigten sich besorgt über das Auslaufen der Maskenpflicht an den meisten Orten oder der 2G- und 3G-Maßnahmen, wie aus der am Freitag (1. April) veröffentlichten Erhebung des Instituts Yougov hervorgeht. 38 Prozent sorgen sich darüber nicht, fünf Prozent machten keine Angaben.

aic mit Material der dpa

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