Angeklagter aus Hausham war ein Kamerad

Feuerwehrler bedroht: "Fass mein Auto an und ich bring dich um!"

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Miesbach/Schliersee - Ein unglaublicher Fall landete jetzt vor dem Amtsgericht. Alles begann damit, dass ein Feuerwehrler eine Straße absperrte. Was dann jedoch ein "Kollege" alles machte, macht schlichtweg sprachlos:

Wie der Miesbacher Merkur berichtet, begann die Geschichte damit, dass ein Feuerwehrmann aus Schliersee im Rahmen des Alt-Schlierseer-Kirchentags im August eine Straße abgesperrt hatte. Ein 23-jähriger Haushamer soll mit seinem Wagen in Schliersee unterwegs gewesen sein und bereits kurz vor Erreichen der Straßensperre einen anderen Autofahrer (mit Münchner Kennzeichen) übel beschimpft haben: "Ihr Münchner fahrt wie die Arschlöcher und ihr seid Arschlöcher!"

Als der Haushamer die Sperre erreichte, ging es richtig "rund". Der Feuerwehrler erklärte nun als Zeuge vor dem Amtsgericht, dass der Haushamer ihm mit dem Reifen gegen das Schienbein gefahren sei. Zudem hätte ihm der Angeklagte Schimpfwörter wie "Rindviech", "Idiot" und "Depp" an den Kopf geworfen. Danach soll der Haushamer richtig ausgetickt sein: "Fass mein Auto an und ich bring dich um!" Dabei soll er immer wieder mit dem Gaspedal "gespielt" haben.

Der Angeklagte gab bei der Verhandlung letztlich alles zu und sagte, dass ihm wegen Stress mit der Freundin und in der Arbeit die Sicherungen durchgebrannt seien. Da der 23-Jährige bereits einschlägig vorbestraft war, kam er nicht so einfach davon. Der Richter verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen á 15 Euro. Besonders schlimm: Der Haushamer ist selbst Mitglied bei der Feuerwehr!

mw

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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