Eidesstattliche Erklärung

Miesbacher Landrat droht neuer Ärger

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Landrat Jakob Kreidl.
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Miesbach - Seinen Doktortitel hat Jakob Kreidl schon abgeben müssen, weil die Doktorarbeit ein Plagiat war. Nun prüft die Regierung von Oberbayern rechtliche Schritte.

Seit Dezember 2013 trägt der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) offiziell nicht mehr den Titel eines Doktors. „Die Arbeit von Herrn Kreidl stellt keine eigenständige wissenschaftliche Leistung dar und war damit nicht dissertationswürdig“, teilte die Münchner Bundeswehr-Universität dazu mit und entzog ihm seinen Doktorgrad. An diesem Punkt schien die Geschichte vorerst ein Ende zu finden, denn strafrechtlich war die falsche Eidesstattliche Erklärung, die zur Doktorarbeit gehörte, bereits verjährt. Nun droht Jakob Kreidl aber auf andere Art juristischer Ärger.

Die Regierung von Oberbayern prüft derzeit, ob die falsche eidesstattliche Erklärung auch nach Gesichtspunkten des Disziplinarrechts verjährt ist. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung am Freitag. Unter das Disziplinarrecht fallen Verletzungen dienstlicher Pflichten von Beamtinnen und Beamten.

Ein Sprecher des Landrats sagte der Süddeutschen Zeitung, dass Kreidl die Untersuchung der rechtlichen Lage als "einen normalen Vorgang" betrachtet. Er selbst hatte bereits im April 2013 angekündigt, auf seinen Doktortitel verzichten zu wollen. Zuvor hatten die Plagiatsjäger der Seite "vroniplag" den Vorwurf erhoben, auf 42 Seiten der Doktorarbeit seien jeweils mindestens 50 Prozent des Textes aus fremden, nicht gekennzeichneten Quellen entnommen.

Jakob Kreidl hatte seine Doktorarbeit an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München vorgelegt. Sie wurde 2006 veröffentlich und trägt den Titel "Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion".

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