Miesbach: Polizei zeigt mächtig Herz

Wanderer finden verwaistes Rehkitz - Große Rettungskette für kleinen Waldbewohner

Miesbach - Mächtig Herz bewiesen Beamte der Polizeiinspektion Miesbach am Mittwoch: Sie setzten eine regelrechte Rettungskette für ein kleines Reh in Gang. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:


Am 20. Mai um 20.45 Uhr wählte ein 34-jähriger Wanderer aus einem Nachbarlandkreis den Notruf der Polizei. Er sei beim Wandern in Schliersee und hätte beim Hennerer ein verwaistes Rehkitz am Wegesrand gefunden. Er und seine Freundin hätten es eingepackt und mit Jacken warm umwickelt.

Die Beamten der Polizei Miesbach machten schon im Telefonat und später vor Ort deutlich, dass Rehkitze grundsätzlich nicht angefasst werden sollten. Um dem 1300 Gramm leichten Kitz zu helfen, wurde es zunächst im Stall bei einem der eingesetzten Beamten untergebracht. Anschließend fuhren die Beamten nach Fischbachau und organisierten einen Liter Ziegenmilch vom Leitzacher Ziegenhof der Familie Haase um die Erstversorgung sicherzustellen. Währenddessen stellte die Dienststellenleiterin der PI Miesbach den Kontakt zu Frau Daniela Seeger aus Wackersberg her. Frau Seeger, die sich auch um verwaiste Kitze kümmert und entsprechend ausgestattet ist, kontaktierte Frau Ecker-Schotte, Vorsitzende vom Tierschutzverein Tegernseer Tal.


Das Rehkitz, frisch mit 38° warmer Ziegenmilch gestärkt, wurde um 23 Uhr am Bahnhof in Gmund an Frau Ecker-Schotte übergeben, die sich bereit erklärte, den Transport nach Wackersberg zu übernehmen.

Die Beamten hoffen, dass das Tier überlebt und später wieder ausgewildert werden kann.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Miesbach

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