365 Millionen für Bayerns Krankenhäuser

München - Die Staatsregierung hat 365 Millionen Euro für Modernisierung und Ausbau von 21 Krankenhäusern in Bayern bereitgestellt.

Die Projekte sollen im Laufe der nächsten Jahre begonnen werden, wie Gesundheitsminister Markus Söder und Finanzminister Georg Fahrenschon (beide CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München sagten. Größtes Vorhaben ist die Modernisierung des Münchner Klinikums Harlaching von 2012 an, die allein 74,5 Millionen Euro kosten soll.

An zweiter Stelle folgt der Ausbau des Klinikums Ingolstadt für 60 Millionen Euro - Begin 2015. Drittgrößtes Projekt ist das Klinikum Bamberg, wo von 2013 an 27 Millionen Euro verbaut werden sollen. Die Kürzungen in diesem Jahr werden aber nicht rückgängig gemacht. Söder nannte zwei Schwerpunkte: Zum Einen soll beim Krankenhausbau mehr auf die Bedürfnisse älterer Patienten geachtet werden, da das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt. Zweitens sollen die Kliniken unter dem Stichwort “Green Hospital“ umweltfreundlicher werden und weniger Energie verbrauchen.

“Krankenhäuser sind mit die energieintensivsten und energieverbrauchendsten Gebäude, die es gibt“, sagte Söder dazu. “Green Hospital ist sehr wichtig.“ Außerdem werden 16 Krankenhaus-Bauvorhaben vorgezogen, so dass sie schneller begonnen werden können. Das 2011 um 50 auf 450 Millionen Euro gekürzte Krankenhaus-Budget wird aber nicht wieder erhöht, wie Fahrenschon sagte.

 Die Landtags-SPD kritisierte deswegen die Staatsregierung: “Angesichts der CSU-Politik, dass jahrzehntelang die Haushaltsansätze für Krankenhausinvestitionen dramatisch heruntergefahren worden sind, ist dies nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein“, erklärte die Gesundheitsexpertin Kathrin Sonnenholzner. In Bayern gebe es in diesem Bereich einen massiven Investitionsstau, wichtige Projekte wie die seit Jahren überfällige Sanierung des Klinikums Augsburgs würden nicht finanziert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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