900 Millionen für Bayerns Schienennetz

Landkreis - Schwellen, Gleise und Schotter - Bei der deutschen Bahn wird es auch in diesem Jahr bundesweit hunderte Baustellen geben. Was die DB Netz AG für Bayern plant:

Die DB Netz AG setzt die Erneuerung ihrer Infrastruktur mit Hochdruck fort und wird auch 2012 mit rund 880 großen Baumaßnahmen die Schieneninfrastruktur in Deutschland modernisieren. Insgesamt werden bundesweit fast 1900 Weichen, 3,3 Millionen Tonnen Schotter und über 2500 Kilometer Schienen ausgetauscht sowie fast zwei Millionen Schwellen erneuert.

Bundesweit werden in diesem Jahr rund vier Milliarden Euro in das bestehende Netz investiert. Über die Auswirkungen für die Kunden informiert in Bayern DB Regio etwa vier Wochen vorher im Internet über Newsletter, Flyer und Plakate. Um die Qualität der Schieneninfrastruktur zu verbessern, investiert die DB Netz AG allein in Bayern ca. 900 Millionen Euro in den Bestand und Ausbau des Schienennetzes. Schwerpunkt bundesweit ist in diesem Jahr die Erneuerung des Oberbaus. In Bayern gehören dazu die Strecken München-Mühldorf, München-Lindau, München-Ingolstadt, Stuttgart-Nürnberg sowie Nürnberg-Passau. Vorwiegend in der Ferienzeit erneuert die DB beispielsweise auf der Strecke Stuttgart-Nürnberg in der Zeit von Ende August bis Ende September auf 27 Kilometern Länge die Gleise. Auf der Strecke München-Mühldorf stehen in den Sommerferien 14 Kilometer Schienentausch an.

In München muss im Juli und im August die S-Bahn-Stammstrecke an sieben Wochenenden gesperrt werden. Dort werden u.a. Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Darüber hinaus werden zwischen München-Pasing und München Ost auf vier Kilometer Länge die Gleise erneuert. „Für die qualitativ hohe Verfügbarkeit des Schienennetzes müssen auch entsprechend große Anstrengungen unternommen werden. Deshalb investieren wir weiterhin verstärkt für ein modernes Schienennetz in Bayern“, sagte Dietmar Karg, Leiter Fahrplan der DB Netz AG für Bayern, bei der Vorstellung der Baumaßnahmen. Im letzten Jahr wurden rund 230 Weichen und etwas 500.000 Tonnen Schotter ausgetauscht, über 450 Kilometer Schienen und über 300.000 Schwellen wurden erneuert.

In den letzten Jahren hat sich das frühzeitige Bündeln von Baustellen in den sogenannten Korridoren bewährt, um die Auswirkungen für die Bahnkunden trotz des intensiven Baugeschehens gering zu halten. Dr. Bernd Rosenbusch, Leiter Marketing bei der DB Regio AG: „Trotz aller Einschränkungen profitiert unser Kunde von der Baumaßnahme, jede Investition sichert einen schnellen und pünktlichen Bahnverkehr. Unser Ziel ist es, die Kunden noch frühzeitiger und umfassender zu informieren – mit Unterstützung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr in Bayern plant, kontrolliert und mitfinanziert.

Fast alle baubedingten Fahrplanänderungen sind bereits in die Fahrpläne eingearbeitet, so dass der Kunde beim Abrufen der Reiseauskunft oder beim Fahrkartenkauf gleich den richtigen Fahrplan erhält. Zudem informieren wir per E-Mail alle Kunden direkt über Baustellen, wenn sie sich beim Baustellennewsletter unter bahn.de/bauarbeiten registriert haben. Gleichzeitig bieten wir wieder Handzettel, Plakate und Durchsagen zur Information an.“

Pressemitteilung Deutsche Bahn AG

Rubriklistenbild: © dpa

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