Dramatischer Einsatz für die Bergwacht Miltenberg

Dem Gnadenschuss entgangen - Mutige Retter holen Hausziege von Berghang

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Die beiden Einsatzkräfte der Bergwacht Miltenberg seilten sich zu der Ziege ab, um sie zu retten. 
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Miltenberg/Bayern - Das war knapp! Nachdem eine entkräftete Ziege mehrere Tage auf einem schmalen Absatz in einem Berghang ausgeharrt hatte, setzten die Helfer der Bergwacht alles auf eine Karte und konnten das Tier retten:

Am Mittwochvormittag ging bei der Bergwacht im fränkischen Miltenberg ein dringlicher Notruf ein. Eine Hausziege, die seit mehreren Jahren wild lebt, habe sich in einem Steinbruch verstiegen und harrt seit mehreren Tagen ohne Wasser und Futter im Hang aus. 

Das Problem: Der Abatz, auf dem das Tier stand ist gerade einmal fünf Zentimeter breit und 30 Zentimeter tief, schreibt die Bergwacht Miltenberg auf ihrer Facebookseite. Die Retter setzten auf die Instinkte der Ziege. Eine Spur aus Wasser und Futter, sollte das Tier auf einer sicheren Route von dem Hang führen.

Kaum noch Hoffnung

Allerdings hatten die Mitglieder der Bergwacht wenig Hoffnung auf Erfolg: „Die Chancen, die Ziege zu retten, sehen alle Experten als sehr gering an. Es ist relativ wahrscheinlich, dass sie bei dem Rettungsversuch abstürzt.“, schrieb die Bergwacht Miltenberg auf ihrer Facebookseite. Es sei relativ wahrscheinlich, dass sie bei dem Rettungsversuch abstürzt. Eine Rettungs-Alternative, die weder Retter noch Tier in Gefahr bringe, sahen die Einsatzkräfte nicht. Die Situation schien hoffnungslos. Sogar ein Jäger stand schon bereit, um das Tier nach dem erwarteten Absturz von seinen Qualen zu erlösen.

Bergwachtler setzen alles auf eine Karte 

Nach einer längeren Beratung versuchten zwei Bergwachtler schließlich doch, das Tier zu retten. Mit Seilen gesichert ließen sie sich auf den Absatz hinab und konnten die Ziege schließlich mit einem Beruhigungsmittel betäuben. Das knapp 40 Kilogramm schwere Tier seilten sie dann vorsichtig ab. Statt des befürchteten Gnadenschusses, musste lediglich ein teilweise abgebrochenes Horn entfernt werden.

kil mit Material der Bergwacht Miltenberg

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