Herrmann: Mehr Sicherheit durch Waffenregister

Nürnberg - Das für das kommende Jahr geplante Nationale Waffenregister wird nach Einschätzung des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) ein Mehr an Sicherheit bringen.

„Mit ihm werden die Sicherheitsbehörden jederzeit bundesweit abrufen können, bei welchem Besitzer sich eine legale Waffe befindet und welche Erlaubnisse vorliegen“, sagte Herrmann am Freitag zur Eröffnung der Messe für Jagd- und Freizeitwaffen IWA & OutdoorClassics in Nürnberg. Das nationale Waffenregister solle zum 1. Januar 2013 starten.

Bislang führten die rund 560 deutschen Waffenbehörden nur örtliche Waffenregister. Diese ließen aber keine Verknüpfungen und keine überörtliche Suche zu, erläuterte der Minister. Mit dem geplanten nationalen Register würden dagegen Daten der Waffenbehörden standardisiert und zusammengeführt. Die Sicherheitsbehörden könnten dadurch künftig um ein Vielfaches effizienter arbeiten.

Das Nationale Waffenregister ist bei der Welt-Leitmesse für Jagd- und Sportwaffen, Outdoor-Ausrüstung und Sicherheitsausstattung in Nürnberg bereits mit einem eigenen Stand vertreten.

Die Bundesregierung hatte im Dezember 2011 ein bundesweites Waffenregister beschlossen. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund zehn Millionen legale Waffen. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer illegaler Waffen. Nach dem Amoklauf in Winnenden, bei dem im März 2009 ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst erschoss, hatte es verstärkt Forderungen nach einer zentralen Waffendatei gegeben. Befürworter argumentieren, das Register sei vor allem für die Polizei wichtig. Die Beamten könnten damit schnell erkennen, welche Bürger Waffen zu Hause haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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