Erst im Februar anderer Bauer aus Kreis Traunstein bestraft

Kuh misshandelt! Nächster Landwirt muss Strafe zahlen

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Traunstein/Grabenstätt - Wegen einem ganz ähnlichen Fall gab es erst im Februar eine Strafe vom Amtsgericht für einen Landwirt, nun bekam es der nächste Bauer mit der Justiz zu tun.

Im Januar 2017 soll ein Bauer aus Grabenstätt eine seiner Kühe mit mehreren Verletzungen im Schlachthof abgeliefert haben: Eine Schwellung der Schulter, handtellergroße Hautabschürfungen an Knie und Sprunggelenk, eine hochgradig eitrige, chronische Entzündung am Fußgelenk und eine stark erhöhte Körpertemperatur von fast 40 Grad. Das Tier war so stark verletzt, dass es sich nur noch auf drei Beinen fortbewegen konnte

"Das Schmerzempfinden von Rindern ähnelt dem des Menschen", stellt die Staatsanwaltschaft außerdem fest. Einmal sei der Landwirt mit der Kuh beim Tierarzt gewesen, weitere medizinische Untersuchungen habe er dann aber unterlassen. Auch der Transport in den 50 Kilometer entfernten Schlachthof habe die Verletzungen des Tieres verschlimmert

Der Strafbefehl des Amtsgerichtes in Traunstein gegen den Grabenstätter wurde am Dienstag rechtswirksam - auf einen Einspruch verzichtete er, heißt: Es kam zu keiner öffentlichen Verhandlung, die Höhe der Strafe wurde nicht bekannt. Es wird sich aber wohl um eine Geldstrafe handeln, die das Gericht dem Bauern aufgebrummt hat. Außerdem hat er sich offiziell der Tiermisshandlung schuldig gemacht

Erst im Februar verhängte das Amtsgericht Traunstein einen Strafbefehl gegen einen anderen Bauern aus dem Landkreis Traunstein. Auch er machte sich der Tiermisshandlung schuldig. Das Veterinäramt stellte bei einer Kontrolle auf seinem Hof fest, dass eines seiner Rinder so eng angebunden war, dass die Kette schon ins Fleisch eingewachsen war.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Andreas Arnol

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