Bundespolizei nimmt Schleuser bei Mittenwald fest 

Mit Schussverletzung nach Deutschland geschleust

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mittenwald/B2 – Die Bundespolizei hat am Sonntag auf der B2 einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Einer der beiden Geschleusten wurde mit einem Haftbefehl gesucht. Der andere Mitfahrer hatte eine Schussverletzung.

Bei Mittenwald kontrollierten Bundespolizisten die Insassen eines in Deutschland zugelassenen Wagens. Der bosnische Fahrzeugführer konnte sich mit einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen. 

Ein Begleiter versuchte vergeblich, die Beamten mit gefälschten kroatischen Papieren zu täuschen. Da der mutmaßliche Urkundenfälscher, der tatsächlich aus Serbien stammt, über große Schmerzen klagte, wurde ein Arzt hinzugezogen.

Schussverletzung im Genitalbereich

Aufgrund einer festgestellten Schussverletzung im Genitalbereich wurde die sofortige Einlieferung in ein Krankenhaus veranlasst. Der 36-Jährige gab an, vor mehreren Tagen in Italien angeschossen worden zu sein. Er wurde noch am Sonntag operiert. 

Wie die Bundespolizei herausfand, gab der zweite Mitfahrer während der Kontrolle falsche Personalien an. Ausweisen konnte er sich zunächst nicht. Bei der Durchsuchung des jungen Mannes kam eine abgelaufene Duldung zum Vorschein. Mithilfe seiner Fingerabdrücke konnten die Beamten seine Identität abschließend klären.

Geschleuster per Haftbefehlt gesucht

Es handelt sich um einen 25-jährigen Kosovaren, der mit Haftbefehl gesucht wurde. Bereits 2015 war er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vom Amtsgericht Heilbronn zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 1000 Euro verurteilt worden. Da er die geforderte Summe nicht begleichen konnte, musste er ersatzweise eine 30-tägige Haftstrafe antreten. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Garmisch-Partenkirchen eingeliefert.

Anzeige gegen alle drei Beteiligten

Nach seiner Entlassung wird er das Land voraussichtlich wieder verlassen und sich mit einer Strafanzeige wegen illegaler Einreise auseinandersetzen müssen. Der Fahrer des Serben und des Kosovaren wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. 

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Bosnier, der in Baden-Württemberg einen festen Wohnsitz hat, die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei wieder verlassen. Die Ermittlungen gegen den 37-Jährigen dauern an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Die Redaktion

Live: Top-Artikel unserer Leser