VERWESUNGSGERUCH ALARMIERTE NACHBARN IN TAUFKIRCHEN/VILS

55-Jähriger erschlägt Mann (81) - Das Ende einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung?

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Taufkirchen/Lkr. Erding - Gut eine Woche nach dem Auffinden zweier Leichen in einem Wohnhaus in Taufkirchen sind die Ermittlungen für die Polizei so gut wie abgeschlossen. War der Mord mit anschließender Selbsttötung das Ende einer schwierigen Vater-Sohn-Berziehung?

Eine schreckliche Entdeckung machte letzten Donnerstag (12. Juli) Polizisten im Landkreis Erding. Sie waren von Nachbarn alarmiert worden, weil sie starken Verwesungsgeruch wahrnahmen. Im Haus fanden die Beamten dann zwei tote Männer: Den 81-jährigen Vater, der offenbar bereits vor einiger Zeit bereits erschlagen wurde, da seine Leiche starke Verwesungsanzeichen aufwies. Erst die anschließende Obsuktion ergab, dass er sich tatsächlich um den Wohnungsinhaber handelte. Im Keller fanden sie den 55-jährigen Sohn. Dieser hatte sich erst kurz vor Eintreffen der Beamten selbst gerichtet.

Wie Hans-Peter Kammerer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage unseres Partnerportals tz.de berichtet, haben die Ermittler einen Abschiedsbrief des 55-Jährigen gefunden, "aus dem klar hervorgeht, dass Stefan K. der Täter war und er danach selbst aus dem Leben geschieden ist.“

Zum Motiv halte sich die Polizei noch bedeckt. Allerdings ergaben Recherchen von tz.de, dass der 81-Jährige sehr "dominat" aufgetreten sei. Dem Bericht zufolge zog der Sohn nach dem Tod der Mutter im Mai 2017 wieder beim Vater eingezogen - offenbar auf den Druck des Vaters hin. Während des Zusammenlebens seien dem Sohn dann offenbar die Sicherungen durchgebrannt. Der Grund dafür ist weiterhin unbekannt. Ob der Sohn nach dem Mord an seinem Vater tatsächlich tage- oder wochenlang noch neben der Leiche gelebt hat, lasse sich jetzt nicht mehr einwandfrei klären.

„Wir werden die Akte demnächst schließen“, kündigte Kammerer dem Bericht zufolgen an. Juristisch sei bei einer Tötung mit anschließender Selbsttötung nichts mehr zu klären. Tote können nicht verurteilt werden.

mh

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