Drohungen gegen Tierschützer und Yvonne

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Drohungen gegen Kuh Yvonne

Zangberg - Gefahr für “Problemkuh“ Yvonne? Auf Transparenten wird jetzt zur Jagd auf das seit Monaten flüchtige Tier aufgerufen. Eine Tier-Flüsterin interviewt die Kuh derweil...

Solche Aufrufe seien erstmals im Waldgebiet im Landkreis Mühldorf in Oberbayern gesehen worden, sagte Britta Freitag von der Tierschutz-Initiative “Gut Aiderbichl“. Es stehe zum Beispiel darauf: “Tötet die Kuh“.

Diese Plakate wurden aufgestellt:

Morddrohungen gegen Yvonne

Die Tierschützer hoffen, dass der Ochse Ernst Yvonne bald anlockt. Er habe bereits Witterung aufgenommen und rufe nach der Kuh, berichtete Freitag. Es seien zusätzlich Köstlichkeiten ausgelegt worden, um Yvonne anzulocken und lebendig einfangen zu können.

Auf ihrer Homepage schreiben die Aiderbichler:

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"Stier Ernst nimmt immer wieder die Witterung auf. Immer öfter in die gleiche Richtung. Und dann muht er laut, mit einem brunftigen Unterton. Dass Ernst kastriert ist, spielt keine Rolle. Sicherlich hat jeder schon einmal gesehen, dass Kühe, wenn sie "stierig" sind, sich sogar gegenseitig bespringen. Eine Kastration ist keine Geschlechtsumwandelung. Durch sie werden Hormone relativiert, aber sie verschwinden nicht. Deshalb sind wir sicher, dass Ernst die richtige Wahl war."

Ankunft von Ochse Ernst:

Ankunft von Ochse Ernst in Zangberg

Das Tier ist von den bayerischen Behörden zum Abschuss freigegeben worden.

Inzwischen wird der Fall aber auch richtig schräg: Die ihres Zeichen "telepathische Tierkommunikatorin" Franziska Matti hat Yvonne interviewt! Auf Sat1 sagt die Schweizerin Sachen wie:

Liebe Yvonne wie geht es dir?

Kuh Yvonne: Gut — ich bin etwas durcheinander.

Warum?

Der Stier ruft mich und sagt mir, ich brau­che keine Angst zu haben, aber ich bin halt schon sehr vorsichtig.

Wo bist du denn?

Im Wald, aber in der Nähe.….

Klicktipp zum Schmunzeln und Wundern: Telepathisches Kuh-Interview

Die Jagd nach Kuh Yvonne:

Die Jagd nach Kuh Yvonne

Dieses Fax erreichte die Redaktion von innsalzach24.de

Die sechs Jahre alte Milchkuh war am 24. Mai von einem Bauernhof in der oberbayerischen Gemeinde Aschau entwischt. Dorthin war sie gerade erst verkauft worden. Sie kam aus dem österreichischen Ried im Inn-Kreis. Nach dem Ausladen aus dem Transporter verschwand sie. Mittlerweile hat die “Gut-Aiderbichl“-Initiative die Kuh gekauft. Sie betreibt einen Gnadenhof, auf dem Yvonne ihren Lebensabend verbringen soll.

Yvonne genießt die Freiheit:

Die Kuh, die ein Reh sein wollte

Ob die Kuh geschlachtet werden sollte, ist unklar: Nach Angaben des Bauern war dies nicht geplant. Allerdings war Yvonne bereits abgestillt, wäre also nicht mehr als Milchkuh zu gebrauchen gewesen. Oft werden solche Tiere dann zu Fleisch verarbeitet.

dapd/re

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