Achtung: Motorradsaison hat begonnen!

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Helm muss nach einem Unfall zwingend abgenommen werden.

Wasserburg - Milde Temperaturen und Sonnenschein treiben jetzt wieder die Motorradfahrer auf die Straßen - und der erste schwere Unfall ließ nicht lange auf sich warten!

Die Gefahren für Motorradfahrer sind besonders in den ersten Wochen der Saison enorm. Rettungsassistent Ulrich Rubner von der im Kreis Rosenheim aktiven Johanniter-Motorradstaffel berichtet: "Die Straßen sind derzeit stark verschmutzt, innerorts liegt oft noch Rollsplitt und gerade in Waldgebieten trifft man durch schmelzenden Schnee unerwartet auf nasse Fahrbahnen. Dadurch herrscht höchste Sturzgefahr. Ein umsichtiger Start in die Saison kann lebensrettend sein."

Schwerer Motorradunfall bei Vachendorf

An die Autofahrer hat Ulrich Rubner eine Bitte: "Über die Hälfte aller Motorradunfälle werden von Autofahrern verursacht, auch sie müssen sich erst wieder an die leicht übersehbaren Motorräder gewöhnen. Ein Schulterblick beim Spurwech-sel kann Motorradfahrern große

Schmerzen ersparen. Auch hilft es, wenn Autofahrer vor dem Abbiegen früh blinken und nicht erst beim Ausscheren anzeigen, wohin sie fahren. Auf kurvigen Strecken müssen Auto- wie Motorradfahrer unbedingt auf ihrer Spur bleiben.

Die Motorrad-Staffel der Johanniter.

"Typische Verletzungen von Motorradfahrern sind Knochenbrüche, schwere Hautschürfungen oder Verletzungen an den Nerven, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer - auch nur für eine kurze Spritztour - geeignete Schutzkleidung tragen. Eine normale Jeans-Hose bietet bei einem Unfall nicht mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk muss so beschaffen sein, dass auch der Knöchel geschützt ist.

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommen, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer bei Bewusstlosigkeit den Helm abnimmt - auch wenn am Helm ein Hinweis steht, dass er nur von einem Notarzt zu öffnen sei. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt.

Der Helfer greift in den geöffneten Helm, spreizt ihn seitlich und zieht ihn vorsichtig über Nase und Ohren vom Kopf ab. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte sie assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht hält. Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte.

Jetzt wird die Notrufnummer 19222 gewählt. Wer auf diese Weise eingreift, rettet möglicherweise nicht nur Leben, sondern unternimmt auch alles, was das Gesetz von Zeugen eines Unfalls verlangt. Da jeder unverhofft in die Lage kommen kann, bei einem Unfall helfen zu müssen, empfehlen die Johanniter eine regelmäßige Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse.

Kurstermine findet man unter www.johanniter-wasserburg.de, telefonische Auskunft gibt es unter 08071 / 95566.

Pressemeldung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

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