Motorrad-Raser drohen fünf Jahre Knast

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Margareta Sch. ist bei einem illegalen Rennen getötet worden.

München - Motorradfahrer Oliver H. (21), der am Montagabend bei einem illegalen Rennen die 63-jährige Margarete Sch. totgefahren hat, ist außer Lebensgefahr. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ihm droht eine lange Haftstrafe!

Oliver H., der junge Motorrad-Raser von Harlaching, hat den Unfall am Montagabend knapp überlebt und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Vernehmungsfähig sei H. noch nicht, doch seine Version der Geschehnisse auf der Naupliastraße dürfte für die Ermittler besonders wichtig sein.

Denn bei dem illegalen Rennen, das sich H. mit einem Porschefahrer geliefert hat, ist die 63-jährige Rentnerin Margareta Sch. getötet worden. Zwar stritt der Porschefahrer das Rennen gegenüber der Bild-Zeitung ab - allerdings haben inzwischen mehrere Zeugen ausgesagt, dass Motorrad- und Porschefahrer an der Ampel am Mangfallplatz ihre Motoren aufheulen lassen haben, beim Anfahren sollen die Reifen gequietscht haben. 

Fotos zum Unfall auf tz-online:

Bei Wettrennen: Motorradfahrer fährt Frau tot

Margareta Sch. wurde dieses Rennen zum Verhängnis: Die Fußgängerin war laut Informationen der Bild-Zeitung mit ihren Einkäufen auf dem Nachhauseweg und schob ihr Fahrrad über die Straße, als der Motorradfahrer sie mit knapp 100 Stundenkilometern erfasste. Margareta Sch. wurde 50 Meter durch die Luft geschleudert und starb noch an der Unfallstelle.

Der junge Informatiker H. selbst erlitt schwerste Verletzungen an Kopf und Oberkörper und liegt nach wie vor auf der Intensivstation.

Der beste Freund von Oliver H. erklärte gegenüber der Bild, dass der junge Mann ein absoluter Motorradnarr sei. Die Maschine, mit der er das tödliche Rennen gefahren ist, soll er erst vor einem Monat gekauft haben.

Inzwischen hat auch die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. "Wir ermitteln derzeit wegen fahrlässiger Tötung", sagte Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch der Bild. Die Höchststrafe für Oliver H. wären fünf Jahre Gefängnis. Ob auch der Porschefahrer zur Rechenschaft gezogen werden kann, stehe derweil noch nicht fest.

kb/tz-online

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