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Polizist in Augsburg erschossen - Täter noch immer auf der Flucht

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Ein Polizeifahrzeug steht am Freitag in Augsburg auf einem Steg über den Lech. In der Nacht war hier bei der Kontrolle von zwei Motorradfahrern ein Polizist erschossen worden. Die Täter flohen in ein großes Waldgebiet, das von der Polizei weiträumig abgesperrt wurde.

Augsburg - Ein Motorradfahrer hat in Augsburg einen Polizisten erschossen. Der Familienvater trug sogar eine schussichere Weste. Jetzt ist der Täter auf der Flucht. Er hinterlässt eine Frau und zwei Söhne im Alter von 13 und 17 Jahren.

 Wie die Polizei zum Freitag mitteilte, wollten der 41 Jahre alte Beamte und eine 30 Jahre alte Kollegin den Motorradfahrer und einen Mitfahrer bei einer Streife kontrollieren. Das Duo ergriff mit dem Zweirad die Flucht.

Bilder vom Tatort

Polizistenmord in Augsburg

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd schoss einer der beiden Motorradfahrer auf die Polizisten. Dabei wurde der 41-Jährige so schwer verletzt, dass er noch am Tatort starb. Der getötete Polizist hatte sogar eine schusssichere Weste getragen. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Augsburg. Der tödliche Schuss traf den Mann daher vermutlich an Hals oder Kopf. Die Täter stürzten mit dem Motorrad und flüchteten zu Fuß.

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Gewalt gegen Polizisten steigt

“Die Fahndung läuft auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher auf dapd-Anfrage. Mehrere 100 Polizeikräfte seien derzeit im Einsatz. Über die Täter ist bislang lediglich bekannt, dass sie dunkel gekleidet waren. Die 30 jährige Kollegen des Getöteten hat einen schweren Schock erlitten.

Das Gebiet um das Stauwehr Hochablass und der nördliche Teil des Augsburger Stadtwaldes wurden weiträumig abgesperrt. Die Polizei rief Anwohner auf, das Gebiet zu meiden und warnte vor den Tätern.

Inzwischen sind auch Beamte aus Bamberg und München im Einsatz.

Nach den ersten Untersuchungen wurde die Leiche des getöteten Polizisten vom Tatort weggebracht. Der 41-Jährige war Familienvater, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Das Gebiet rund um den Tatort gleicht mittlerweile einer Sperrzone in einem Kriegsgebiet. Hunterte Polizisten durchkämmen die Wälder und  befragen Passanten.

Das Risiko für Polizisten im Dienst getötet zu werden ist so hoch wie nie. Jetzt meldet sich auch die Gewerkschaft der Polizei zu Wort 

Hinweis-Hotline

Personen, die im genannten Bereich verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit dem geschilderten Sachverhalt stehen oder sich auf die flüchtigen Personen beziehen könnten, werden gebeten, sich mit der nächsten Polizeidienststelle oder über den Notruf 110 mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Die Polizei hat zudem eine Hinweis-Hotline eingerichtet, die unter der öffentlichen Telefonnummer 0821/323-3030 erreichbar ist.

mm/dpa/dapd

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