"Die 112 kann lebensrettend sein"

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Landkreis - Wenn es lebensbedrohlich wird, greifen aufgeregte Menschen zum Telefon - der 11. Februar ist der europaweite Tag der Notrufnummer 112:

Über 80 Prozent der Menschen wissen nicht, dass sie im Notfall den Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst europaweit wählen können“, erklärt Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk unter Berufung auf eine Studie. „Dabei kann die 112 lebensrettend sein.“

Statt über 40 unterschiedlicher nationaler Notrufnummern sind in der EU die Notrufzentralen heute über eine gemeinsame Nummer erreichbar. Um die Notrufnummer bekannter zu machen, wurde der 11. Februar als Tag des europäischen Notrufs ins Leben gerufen.

Stärk: „Die Nummer ist europaweit vorwahlfrei, kostenlos und wird im Funk- und Festnetz mit Vorrang behandelt, verbindet Sie mit der örtlich zuständigen Notrufzentrale von Rettungsdienst und Feuerwehr und funktioniert in jedem Mobilfunknetz, also auch wenn Ihr Netz an Ihrem aktuellen Standort gerade nicht verfügbar ist.“

Wenn Menschen in Not sind, muss es schnell gehen. Doch welche Beschwerden sind ein Notfall? Stärk weiter: „Viele Patienten sind unsicher bei welchen Symptomen sie die 112 an-rufen sollen.“ Die 112 muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird. Dazu gehören schwere Unfälle, Feuer, Vergiftungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislauf-Kollaps, schwere Atemnot, starker Blutverlust und andere lebensbedrohliche Situationen.“

Die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierungen fragt die wichtigsten Daten ab: Was ist wo geschehen? Welche Verletzungen oder Erkrankungen liegen vor? Wer meldet den Notruf? Wer ist verletzt? Danach sollte man nicht auflegen, sondern Rückfragen der Leitstelle abwarten.

Stärk: „Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft der Hausarzt oder, wenn dieser nicht dienstbereit ist, der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117, die kostenfreie bundesweite Bereitschaftsdienstnummer. Der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen ist für Patienten gedacht, die außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes eine dringende ambulante Behandlung benötigen – sich aber nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden.

Neben speziellen Bereitschaftsdienstpraxen bieten viele Kassenärztliche Vereinigungen auch einen Hausbesuchsdienst an. Stärk: „Die Vermittlungsnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist der richtige Kontakt beispielsweise bei hohem Fieber in der Nacht oder einer akuten Magenverstimmung am Wochenende.“

Zusammenfassung der W-Fragen

Was ist passiert? 

Je nachdem, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert - beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, bei einem Unfall oder einem Notfall zu Hause kommt der Notarzt und die Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Wo ist es passiert?

Hier ist die exakte Straßenbezeichnung und die Hausnummer unerlässlich, auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Sonst kann es zu Verwechslungen kommen, weil im Leitstellenbereich mehrere "Hauptstraßen" oder "Bahnhofsstraßen" existieren.

Wie viele verletzte/betroffene Personen sind es? 

Vom einzelnen Fußgänger bis zum vollbesetzten Bus – je nach der Anzahl der Betroffenen werden unterschiedlich viele Fahrzeuge alarmiert. Je genauer die Meldung, umso schneller kann allen geholfen.

Wer ruft an? 

Es ist für die Retter manchmal notwendig, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

Warten auf Rückfragen? 

Jeder ist aufgeregt und angestrengt bei der Meldung eines Notrufs. Legen Sie erst auf, wenn die Leitstellenmitarbeiter sagen, dass sie alle Informationen haben.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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