Neue Trasse für die B15 neu wird vorgestellt

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Mühldorf/Dorfen - Innenminister Herrmann wird am Samstag in Dorfen eine andere Trassenführung für die B15 neu vorstellen. Der neue Vorschlag verläuft westlich der bestehenden B15.

Innenminister Joachim Herrmann wird am Samstag in Dorfen eine andere Trassenführung für die B15 neu vorstellen. Der neue Vorschlag verläuft etwas westlich der bestehenden B15. Das teilte CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer am Freitag mit.

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Damit sind zwei mögliche Trassen für die B15 neu im Gespräch: Die sogenannte Platzhaltertrasse durch den Landkreis Mühldorf und der neue Vorschlag der Obersten Baubehörde, den ein Vertreter des Verkehrsministeriums in Berlin am Freitag Mayer und Abgeordneten aus dem Landkreis Erding und Landshut vorgestellt hat. Nach Ansicht Mayers hat der neue Vorschlag gute Aussichten als Grundlage für die weiteren Beschlüsse in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen zu werden. Die „Platzhaltertrasse“ über Oberbergkirchen wäre dann vom Tisch. Gegen sie gab es massiven Widerstand der Anwohner, auch Mayer und Minister Dr. Marcel Huber (CSU) hatten sich immer wieder gegen diese Planung ausgesprochen.

Umfahrungen für St. Wolfgang, Dorfen und Taufkirchen

Die neue Trasse schließt im Norden in Essenbach an den schon fertig Ausbau der B15 neu an, umfährt Landshut unter anderem in einem Tunnel südlich und verläuft dann in wenigen Kilometern Abstand von der bestehenden B15 Richtung Süden. Im Landkreis führt sie zwischen Maitenbeth und Haag in Richtung Soyen, wo sie auf die B15 trifft. St. Wolfgang, Dorfen und Taufkirchen erhielten damit Ortsumfahrungen.

Für Mayer sprechen mehrere Faktoren für die neue Trasse: Sie sei kürzer, verbrauche weniger Fläche, sei damit volkswirtschaftlich sinnvoller, und modular zu bauen. „Jeder fertige Abschnitt wäre sofort verkehrswirksam.“ Denn die neuen Abschnitte können immer an die bestehende B15 angebunden werden.

Zweispurige Lösungen sind für Mayer eine Option

Als erstes geht es laut Mayer um die Umfahrung von Landshut, die an oberster Stelle steht. Die Kosten belaufen sich nach seinen Angaben auf 240 Millionen Euro und enthalten den Bau eines Tunnels. Der Mittelteil südlich von Landshut bis Taufkirchen könnte als letztes realisiert werden, nachdem der Abschnitt von Taufkirchen bis zur A 94 fertig gestellt ist. Für die Planung südlich davon und durch den Landkreis Mühldorf sieht Mayer derzeit keinen Zeithorizont: „Da wird es jahrzehntelang keine Planung geben.“

Mayer freut sich über den neuen Trassenvorschlag, weil er ihn für richtig hält und der Bau der Straße damit wahrscheinlicher werde: „Wichtig ist es, dass die B15 neu zwischen Essenbach und der A 94 in den vordringlichen Bedarf kommt.“ Es könne allerdings 30 Jahre dauern, bis die Straße fertig sei. Dabei sei es kein Dogma, die Straße vierspurig zu bauen. „Zweispurige Lösungen mit Überholspuren sollten ernsthaft geprüft werden.“

Laut Mayer gehen sowohl die östliche „Platzhaltertrasse“ als auch die westliche, bestandsnähere Variante ins Verfahren um den Bundesverkehrswegeplan. Am Samstag will Bayerns Innenminister Herrmann Bürgermeister und Landräte in Dorfen über die neue Entwicklung informieren.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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