Brutale Vergewaltigung durch Asylbewerber in Mühldorf?

Polizei klärt über hässliches Facebook-Gerücht auf

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Mühldorf - Bereits Anfang vergangenen Jahres kursierte ein hässliches Vergewaltigungsgerücht in der Region. Knapp ein Jahr später taucht das Thema in ganz ähnlicher Form wieder auf:

Anfang des vergangenen Jahres sorgte ein hässliches Gerücht, das in sozialen Medien verbreitet worden war, in der Region für Schlagzeilen. Ein Flüchtling habe angeblich ein junges Mädchen in einer Unterführung in Traunstein brutal vergewaltigt. Dem vermeintlichen Opfer musste nach der angeblichen Attacke sogar ein künstlicher Darmausgang eingesetzt werden. Die Polizei stellte daraufhin - trotz fehlender Anzeige - umfangreiche Ermittlungen an und kam zu dem Ergebnis, dass an dem Fall schlichtweg nichts dran ist!

Knapp ein Jahr später hat die Redaktion von innsalzach24.de ein ähnlicher Fall erreicht. Mehrere User schickten Nachrichten an die Redaktion, wonach eine Frau angeblich von ihrer Tochter erfahren habe, dass die Nachbarin von deren bester Freundin gesagt habe, dass jetzt eine 17-Jährige ins Mühldorfer Krankenhaus eingeliefert worden sei. Grund dafür sei eine brutale Vergewaltigung durch einen Asylbewerber gewesen. Auch hier sein künstlicher Darmausgang gelegt und eine Notoperation durchgeführt worden. Die Wortwahl ähnelte dabei sehr der Nachricht, die der Redaktion bereits vor einem Jahr zugetragen worden war.

"Was hat dieses Monster dem Mädchen angetan?", fragte die Frau auf Facebook weiter und rief dabei lauthals zum Teilen des Beitrages auf. Zudem behauptete sie, dass das Krankenhauspersonal zum Schweigen verdonnert worden sei!

innsalzach24.de ist der Sache nachgegangen und hat bei der Polizei nachgefragt. "Es gibt keinen solchen Fall. Der ist schlichtweg erfunden", stellte Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd klar. Die Beamten sind nun selbst in die Offensive gegangen und haben nach dem Hinweis durch innsalzach24.de den o.g. Beitrag auf Facebook gepostet. Darin wird eindeutig klar gestellt, dass es sich bei dem Vorfall um eine Falschmeldung handelt. "Wir waren in letzter Zeit leider immer wieder mit sogenannten Fake-Nachrichten konfrontiert", so Sonntag, der solchen Gerüchten zusammen mit seinen Kollegen zukünftig noch konsequenter entgegenwirken will.

Auf den Urheber des Beitrages könnte nun möglicherweise ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat zukommen. "Wir prüfen die strafrechtliche Relevanz und versuchen zu ermitteln, wo das Ganze herkommt", erklärte Polizeisprecher Andreas Guske auf Nachfrage.

mw

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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