Mühldorf: Identitären-Aktion aufs Schärfste verurteilt 

Haimerl: "Die Kirche ist keine Werbetafel - für niemanden"

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Mühldorf: Identitären-Aktion aufs Schärfste verurteilt
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Mühldorf - Stadtpfarrer Roland Haimerl würde ja gerne mit den Identitären reden "aber die haben offenbar kein Interesse". Stattdessen benutzen sie in einer lebensgefährlichen Aktion die Kirche als "Werbetafel".

Pater Noster (Vater unser) schütze unser Abendland“, steht auf einem großflächigen Transparent, mit dem offenbar die sogenannte Identitäre Bewegung am Dreikönigstag erneut in Mühldorf auf sich aufmerksam machen wollte. Einer Userin von innsalzach24.de war dies aufgefallen.

"Die Kirche ist keine Werbetafel"

Bei der Identitären Bewegung gebe es Anzeichen für verfassungsfeindliche Bestrebungen, so der Bundesverfassungsschutz. Stadtpfarrer Roland Haimerl sieht derartige Aktionen erst einmal „wertfrei“: „Wir verurteilen es aufs Schärfste, wenn man unsere Kirche missbraucht“, sagte er am Montagmittag im Telefonat mit innsalzach24.de. Das gelte für alle, die da glauben, an einem Gotteshaus Werbung für ihre Sache machen zu müssen, insbesondere dann, wenn es um offenbar politisch ausgerichtete Gruppierungen gehe.

Eine lebensgefährliche Aktion

Darüber hinaus warnt Haimerl dringend vor solchen Aktionen wie an der Laurentius Kirche in Altmühldorf. Der Grund: Eine derartige Kletteraktion auf den vereisten Gerüsten ist lebensgefährlich. Nicht umsonst werde aktuell dort nicht gearbeitet und ganz nebenbei erwähnt: „Das Transparent ist zur Nordseite Richtung Globus ausgerichtet“. Aufmerksamkeit zu erregen, gehe anders. Wenn es einer sehen haben können, dann nur die Friedhofsbesucher und die hätten für Gewöhnlich anderes im Sinn.

Haimerl selbst habe von der ganzen Sache erst einmal nichts mitbekommen. Am Dreikönigstag habe es viele Messen zu halten gegeben, nur nicht in St. Laurentius. Der Grund: Die Kirche ist für die Zeit der Bauarbeiten geschlossen. Die Gottesdienste finden im Pfarrhaus statt. Er selbst würde ja gerne mit den Identitären reden "aber die haben offenbar kein Interesse daran".

rw

Quelle: innsalzach24.de

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