Benennung nach Mühldorfs Ex-NS-Bürgermeister

Lange Diskussion: Hans-Gollwitzer-Straße bleibt

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Mühldorf - Über ein Jahr wurde die nach dem ehemaligen Bürgermeister Hans Gollwitzer benannte Straße kontrovers diskutiert: Umbenennen oder alles beim Alten lassen? Der Stadtrat fällte jetzt in seiner jüngsten Sitzung eine Entscheidung: 

Die Straße in Mühldorf-Süd wurde vier Jahre nach Hans Gollwitzers Tod im Jahr 1983 nach Mann benannt. Gollwitzer war während der NS-Zeit und nach dem Krieg Bürgermeister von Mühldorf. Er war verantwortlich, für die Unterbringung unzähliger Mitbürger ins KZ. Nach 1945, dann als Mitglied der UWG, hat er viel für die Stadt geleistet. 

Die Räte entschieden nun mit 10 zu 8 Stimmen den Erhalt des Straßennamens. Das berichtet der Mühldorfer Anzeiger.  

Stimmen zur Entscheidung im Stadtrat:

Thomas Enzinger (SPD) warnte bereits während der Diskussion: „Wenn wir den Namen belassen, stehen wir in 20 Jahren auch in einem schlechten Licht da wie jetzt unsere Vorgänger.“

Als „absolut ehrenwerten Mann“ hat CSU-Fraktionsvorsitzender Oskar Stoiber (CSU) Gollwitzer nach dem Krieg kennengelernt. Er habe viel für die Stadt geleistet. 

Von den betroffenen Anwohnern war niemand zur Sitzung erschienen, für die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Knoblauch ein Zeichen dafür, dass die Ablehnung des Namens unter den Anwohnern nicht sehr groß sein könne. Auch sie sprach sich schließlich gegen eine Umbenennung aus.

Bürgermeisterin Marianne Zollner hatte in der Diskussion eine klare Positionierung vermieden, stimmte allerdings für eine Umbenennung. Über die Entscheidung der Räte sei sie jetzt sehr unglücklich.

Ihre Meinung ist gefragt:

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Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © DC-X

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