MdL Knoblauch zum Thema Waffenrecht

EU-Neuregelung im Waffenrecht: Das ändert sich

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Mühldorf - Die neuen EU-Richtlinien für Schusswaffen treten nun in Kraft. MdL Günther Knoblauch diskutierte darüber mit der Abgeordneten Maria Noichl und Landesschützenmeister Wolfgang Kink.

In einem Gespräch hat der SPD-Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch gemeinsam mit seiner Kollegin aus dem Europäischen Parlament Maria Noichl und Landesschützenmeister Wolfgang Kink die die neuen EU-Richtlinien für Schusswaffen erörtert. „Dank des Engagements der Schützen wurde die Richtlinie nun so geändert, dass sie für alle akzeptabel ist“, berichtet Knoblauch. 

Das Waffenrecht in der EU wird mit der Neufassung der Waffenrichtlinie künftig deutlich verschärft. Einer der wichtigsten Punkte der Richtlinie ist die verpflichtende medizinische und psychologische Untersuchung als Voraussetzung für den Erwerb einer Feuerwaffe. Das Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen soll nun regelmäßig überprüft werden. 

Verbote für Privatleute

Einige als gefährlich eingestufte Waffen werden für Privatleute künftig verboten; darunter vollautomatische und militärische Waffen, vollautomatische Waffen, die zu halbautomatischen umgebaut wurden, Kurzwaffen mit Magazinen von mehr als 20 Schuss und Langwaffen mit mehr als zehn Schuss sowie halbautomatische Langwaffen, die ohne Änderung ihrer Funktion auf eine Gesamtlänge von weniger als 60 Zentimeter verkürzt werden können. 

Ein gelungener Kompromiss

Für Sportschützen und Waffen aus Altbeständen gelten diese Neuregelungen nicht. Künftig müssen alle wichtigen Teile von Schusswaffen markiert werden, um die Ermittlungen nach Verbrechen zu erleichtern; auch das gilt nicht für Waffen aus Altbeständen. Museen und Sammler fallen nun ebenfalls unter die Richtlinie. Allerdings dürfen sie unter Auflagen weiterhin Kriegswaffen kaufen, wenn dies kulturellen oder geschichtlichen Zwecken dient. 

„Mit diesem Kompromiss wird sowohl dem Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr Sicherheit als auch dem Anliegen der Sportschützen und Schützenvereine nach Ausübung ihre Hobbies Rechnung getragen“, betont Knoblauch.

Pressemeldung Abgeordnetenbüro Günther Knoblauch

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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