Grenzwerte weit überschritten

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In der Kiesgrube Freudlsperger in Mühldorf darf nur schwach belastetes Material gelagert werden. Die Neuöttinger Firma "TechnoSan" hat dagegen verstoßen.

Mühldorf – Nach Angaben der Grünen hat TechnoSan insgesamt 20.000 Tonnen Abraum in der Freudlsperger Kiesgrube abgelagert. Wie viel davon belasteter Bauschutt ist, konnten die Grünen nicht sagen.

Nach Angaben der Grünen hat TechnoSan in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 20 000 Tonnen Abraum in der Freudlsperger Kiesgrube in Mühldorf abgelagert. Wie viel davon belasteter Bauschutt ist, konnten die Grünen nicht sagen.

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Bei ihren Angaben berufen sich die Mitglieder der Kreisgrünen Altötting und Mühldorf auf eine Anfrage von Christian Magerl, Vorsitzender des Umweltausschusses des Landtags, beim bayerischen Umweltministerium. In der Antwort des Ministeriums heißt es nach Angaben der Kreisgrünen, „dass „bei der Analyse des Materials bis zu 251 Milligramm pro Kilogramm polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK) und bis zu 11,2 Milligramm pro Kilogramm Benzo(a)pyrene gemessen“ worden seien. „Der Grenzwert hingegen liege bei fünf Milligramm pro Kilogramm PAK und bei 0,3 Milligramm pro Kilogramm Benzo(a)pyrene."

Keine Auskunft habe das Ministerium dagegen auf die Frage gegeben, woher das belastete Material stamme. Es teilte nach Angaben der Grünen lediglich mit, dass TechnoSan heuer und im vergangenen Jahr 20.000 Tonnen in Mühldorf gelagert habe. Ob es sich dabei auch um unbelastetes Material handelt, geht aus der Antwort des Ministeriums nicht hervor.

Magerl kündigte auf Nachfrage an, die noch offenen Fragen, darunter auch die nach dem Abtransport des Materials in einer weiteren Anfrage an das Ministerium zu klären.

Die Altöttinger Grünen haben inzwischen eine offizielle Anfrage an den Landkreis Altötting gestellt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Firma TechnoSan fällt; für die Freudlsperger Kiesgrube ist dagegen das Landratsamt Mühldorf zuständig.

Laut Umweltministerium war Technosan verpflichtet, kontaminierte Abfälle „in eine belastete und eine weitgehend unbelastete Fraktion zu trennen. Die belastete ist auf eine Deponie zu verbringen. Die weitgehend unbelastete kann gegebenenfalls für Baumaßnahmen verwendet werden“, heißt es in der Stellungnahme.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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