Schockmoment in München

Schüler (13) in Bustür eingeklemmt und 50 Meter mitgeschleift

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München - Großes Glück hatte ein 13-Jähriger, der am vergangenen Freitag über eine längere Strecke von einem Linienbus des MVG mitgeschleift wurde.

Am Freitagmittag fuhr ein 59-jähriger Busfahrer aus München mit einem Bus-Zug mit Anhänger der Linie 60 auf der Lerchenauer Straße in Richtung Süd-Osten.

Als der Bus an der Haltestelle Franz-Sperr-Weg anhielt, stieg ein 13-jähriger Schüler, der sich als Fahrgast in dem Bus befunden hatte, zunächst aus, um anderen Fahrgästen das Aussteigen zu ermöglichen. Anschließend wollte er wieder in den Bus einsteigen.

Gerade als der Schüler einsteigen wollte, schloss sich die hinterste Türe des Anhängers und das rechte Bein des Schülers wurde eingeklemmt. Er selbst befand sich noch außerhalb des Anhängers.

Der Busfahrer fuhr los und schleifte den 13-Jährigen, der sein Bein nicht selbständig befreien konnte, mit. 

Der Schüler stürzte und wurde über etwa 50 Meter mitgeschleift. Fahrgäste im Anhänger drückten einen Notrufknopf, der beim Fahrer einen Alarm auslöste. Zeitgleich versuchten weitere Fahrgäste gewaltsam die geschlossene Türe aufzudrücken, um das eingeklemmte Bein des Schülers zu befreien.

Bei dem Versuch, die Türe aufzudrücken, sprang das Sicherheitsglas und zerbrach großflächig. Der verletzte Schüler blieb schließlich auf der Fahrbahn liegen und schleppte sich auf einen Grünstreifen, wo er bis zum Eintreffen der Rettungskräfte liegen blieb.

Glücklicherweise wurde er bei dem Unfall lediglich leicht verletzt und kam mit dem Rettungswagen in eine Klinik, wo er ambulant behandelt wurde. Der Bus-Zug wurde zur technischen Begutachtung sichergestellt. Die Ermittlungen des Unfallkommandos dauern an.

Was ist passiert?

Die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) äußerte gegenüber dem BR zwei mögliche Ursachen:

Entweder die Sicherheitsvorkehrungen (Sensoren und Lichtschranke) des Linienbusses sind defekt, oder der Fuß wurde in einem Bereich eingeklemmt, den die Sensoren nicht erfassen.

Die Sicherheitssensoren reichen nicht ganz zum Boden, da sonst kleine Verschmutzungen oder Regentropfen diese aktivieren würden, so die MVG.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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