Aktionstag am 26. Oktober - auch in München

2.000 Teilnehmer bei DVG-Demos gegen Rentenabzocke

+

München - Bundesweit - in Dresden, Erfurt, Rheine, Bayreuth, Bielefeld, Dortmund, Karlsruhe, Kassel und weiteren zehn Städten, so auch in München - gingen am Samstag mehr als 2.000 Rentner auf die Straße, um gegen die Abzocke durch Krankenkassen und Staat mittels doppelter Krankenkassenbeiträge bei Direktversicherungen und Betriebsrenten zu demonstrieren.

Betroffen sind rund 6,5 Millionen Altersvorsorger (wir berichteten).

Viele ahnen noch nichts von ihrem Unglück und merken es erst, wenn sie in Rente gehen und sich ihre Direktversicherung auszahlen lassen. Denn dann flattert ein Schreiben der Krankenkasse ins Haus, in dem sie den doppelten Beitrag fordert. Grund ist das 2004 eingeführte “Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GMG). Nur wer unter der Freigrenze von 155,75 Euro liegt, zahlt nichts. Wer auch nur einen Cent darüber liegt, muss dafür zehn Jahre lange den Arbeitnehmer- UND den Arbeitgeberanteil sowie Zusatz- und Pflegebeitrag zahlen. In die Verträge der Betroffenen wurde mit dem GMG sogar rückwirkend eingegriffen.

Da bleibt von der Rendite nichts mehr übrig – Direktversicherungen werden so zum Minus-Geschäft. Die Betroffenen ärgern sich, weil der Staat sie zwingt, annähernd 20 Prozent ihrer Altersvorsorge an die Krankenkassen zu zahlen.

An der Sabotage der Direktversicherung haben Rot-Grün-Schwarz eifrig mitgewirkt. Obwohl die Krankenkassen im Geld schwimmen, weigern sie sich noch immer, dieses Unrecht wieder gut zu machen. Deswegen haben sich bundesweit die inzwischen 6.000 Mitglieder des Direktversicherungsgeschädigte e.V. (DVG e.V.) auf den Aktionstag am 26. Oktober vorbereitet. Der Raum Rosenheim, Inntal und Chiemgau gehört zur Regionalgruppe München und Umland (wir berichteten)

2.000bei DVG-Demos gegen Rentenabzocke, 150 auch in München - Fotos

Voller Erfolg der DVG-Demo-Aktion

Mehr als 2.000 haben sich an den bundesweiten Demos beteiligt. Das Highlight war sicher Erfurt mit 450 Teilnehmern, was natürlich auch daran lag, dass Thüringen am Sonntag wählte. Da kam der Ministerpräsident auf den Dom-Platz. Das Bayerische Fernsehen wird am Montag ab 18 Uhr in der BR-Abendschau über die Demo in München berichten.

Und die Proteste werden weitergehen. Die Demos am Samstag waren der Auftakt, denn es werden immer mehr Geschädigte, die begreifen, wie sie von Rot-Grün-Schwarz hingehalten und verschaukelt werden.

Quelle: DVG e.V./Klaus Kubitza

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT