Sie setzten jahrelang im großen Stil Schwarzarbeiter ein

200.000 Euro in der Sauna versteckt - Zwei Geschäftsführer in München verurteilt

München - Über Jahre hinweg setzten sie im großen Stil Schwarzarbeiter ein und betrugen so die Sozialversicherung um Millionen. Nun fiel das Urteil gegen die zwei Geschäftsführer eines Security-Unternehmens:

Die Pressemeldung im Wortlaut: 

Vier Jahre, acht Monate sowie ein Jahr und zehn Monate Haft, so lautet das Urteil des Landgerichtes München I gegen zwei Geschäftsführer eines Security-Unternehmens, die im oberbayerischen Raum über Jahre hinweg Schwarzarbeiter in großem Stil eingesetzt und einen Millionenschaden an Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuern verursacht haben.

Um die Schwarzlöhne buchhalterisch zu verschleiern, besorgte man sich gegen Provisionen Scheinrechnungen nicht existenter Subunternehmer von einem in Berlin wohnhaften Mittäter. Dieser wurde ebenfalls zu einer Haftstrafe ohne Bewährung von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.

Um über die eigene Unternehmereigenschaft nach außen hinwegzutäuschen, setzten sie Strohleute als Geschäftsführer ein, die zu Freiheitsstrafen auf Bewährung zwischen acht Monaten beziehungsweise zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Neben der Vollziehung der beiden Haftbefehle gegen die beiden Haupttäter konnten die Ermittler der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Rosenheim auch diverse vermögenssichernde Maßnahmen setzen. Besonders erfolgreich war dabei der Einsatz eines durch die Polizei eigens per Hubschrauber eingeflogenen Bargeldspürhundes, der bei der Durchsuchung des Wohnhauses des Täters in dessen Sauna verstecktes Bargeld in Höhe von 200.000 Euro erschnüffelte.

Pressemeldung Hauptzollamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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