Zivilstreife für "Konkurrenten" gehalten?

210 statt 80: Mann (22) rast mit Papas Mercedes durch München

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München - Am Sonntag gegen 1 Uhr konnten Zivilbeamte der Verkehrspolizei auf der A995 auf Höhe der Anschlussstelle Taufkirchen-West einen schwarzen Mercedes mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit feststellen. Der Fahrer hatte die Straße offenbar mit dem Nürburgring "verwechselt" - anders sind diese Werte kaum zu erklären:

Dieser war dort mit etwa 210 km/h statt der erlaubten 80 km/h unterwegs. Kurz vor München musste der Fahrer des Mercedes zwar verkehrsbedingt abbremsen, fuhr aber unbeirrt mit gleichbleibend hoher Geschwindigkeit im Stadtgebiet in Richtung Innenstadt

Im Bereich einer Geschwindigkeitsmessanlage verringerte der 22-Jährige kurzfristig seine Geschwindigkeit, um unmittelbar danach auf 140 km/h bei erlaubten 60 km/h zu beschleunigen. Insgesamt erweckte die riskante Fahrweise des 22-jährigen Münchners den Eindruck, dass dieser in dem zivilen Einsatzfahrzeug einen konkurrierenden Partner sah, dem er zu entkommen suchte. Kurz nach dem Brudermühl-Tunnel konnte der "ambitionierte Rennfahrer" von der Zivilstreife angehalten und kontrolliert werden.

Da sich herausstellte, dass es sich bei dem Fahrzeug um den Mercedes des Vaters handelte, wurde der sichtlich überraschte  Erziehungsberechtigte verständigt und begab sich zum Kontrollort, um seinen Sohn sowie das Fahrzeug dort abzuholen. Der 22-jährige Fahrzeugführer muss sich nun wegen eines Vergehens „Verbotene Kraftfahrzeugrennen“ (§315 d StGB) sowie diversen Verkehrsordnungswidrigkeiten verantworten.

Polizei München/mw

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