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Wüste Szenen in München

Polizist in den Oberarm gebissen

Der Zugbegleiter einer Regionalbahn forderte am Mittwochnachmittag Bundespolizisten für eine Personalienfeststellung im Zug an. Als sich die Beamten der Sache am Münchner Hauptbahnhof annahmen, eskalierte die Situation. 

München - Ein 42-jähiger Nigerianer fuhr mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Zug von Weilheim kommend nach München. Bei der Fahrscheinkontrolle einer weiteren Gruppe kam es zu Unklarheiten, woraufhin der 42-Jährige sich lautstark und aggressiv in die Kontrolle eingemischt haben soll. Zur Klärung der Situation forderte der Zugbegleiter die Bundespolizei an. Bei Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof gegen 15.30 Uhr verhielt sich der Mann unkooperativ und aggressiv gegenüber den Beamten. Da er sich entfernen wollte, stellte sich ihm ein Polizist in den Weg. Diesem fuhr er mit einem Kinderwagen gegen die Beine. Seine Frau versuchte ihn zu beruhigen, aber auch ihr gegenüber wurde der Nigerianer zunehmend aggressiv, sodass die Beamten entschieden ihm Handfesseln anzulegen. Dagegen wehrte sich der Mann so stark, dass er zu Boden gebracht werden musste. Dabei hielt er sich am Kinderwagen fest, der in Folge dessen samt Kind umfiel. Das Kind blieb unverletzt. Im Zuge der Fesselung biss der Mann einen 31-jährigen Beamten in den Oberarm. Der erlitt leichte Verletzungen, war aber weiterhin dienstfähig.

Die Bundespolizisten brachten den Aggressor zur weiteren Sachverhaltsklärung zur Wache am Hauptbahnhof. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,83 Promille.

Das Videomaterial aus dem Zug und vom Bahnsteig wurde gesichert und wird nun ausgewertet.

Die Bundespolizei führt Ermittlungen wegen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand und gefährlicher Körperverletzung gegen den 42-Jährigen.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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