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Festakt auf dem Wendelstein

50 Jahre Alpenplan – Rückenwind für ein landesplanerisches Erfolgsmodell

Seit 50 Jahren schützt der Alpenplan große Teile der bayerischen Alpen vor einer Übererschließung. Zum Jubiläum veranstaltet das Bayerische Wirtschaftsministerium zusammen mit CIPRA Deutschland am 20. Oktober einen Festakt auf dem Wendelstein, bei dem es auch um die Zukunft des Erfolgsinstruments gehen soll. Die CIPRA würde sich eine Ergänzung des Alpenplans wünschen, um steigenden Naturgefahren und Biodiversitätsverlust gerecht zu werden.

Die Mitteilung im Wortlaut:

München - Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Alpenplans bekräftigt die CIPRA Deutschland ihre Unterstützung dieses beispielgebenden Instruments der bayerischen Landesplanung. „Gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden werden wir uns auch in Zukunft für die konsequente Umsetzung dieses im Alpenraum vorbildlichen Raumkonzepts einsetzen“, betont Axel Doering, Präsident des Dachverbands.

Die Konstanz und die nachweisbar positiven Auswirkungen des Alpenplans auf die Entwicklung des bayerischen Alpenraums sind Erfolg und Zukunftsauftrag zugleich. Dabei zeigt sich, dass neue raumwirksame Herausforderungen zur Schutzfunktion des Alpenplans vor einer übermäßigen Erschließung mit touristischer Infrastruktur hinzukommen: Die biologische Vielfalt ist stark rückläufig und die Naturgefahrensituation nimmt in den Alpen aufgrund vermehrter Wetterextremereignisse zu. Schutzwälder erlangen dadurch eine noch höhere Bedeutung. Neben Verkehrsvorhaben und technischen Aufstiegshilfen setzen auch weitere Raumansprüche die Natur und Landschaften der Zone C unter Druck.

Um diesen, vielfach eng mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen Rechnung zu tragen, wäre es daher aus unserer Sicht wünschenswert, rutschungsgefährdete Bereiche in den mittleren Höhenlagen und Talräumen sowie alpine Schutzwälder in die Zone C einzubeziehen. Die Schutzbestimmungen und Ordnungsziele des Alpenplans wären entsprechend anzupassen. Für die Zone C plädieren wir für eine Ergänzung zu einer umfassenden Schutzzone, die generell von sie beeinträchtigenden Infrastruktur-, Neubau- und Abbauvorhaben freigehalten wird.

Diese Ergänzungen sollen gewährleisten, dass der Alpenplan angesichts sich ändernder Rahmenbedingungen die ökologischen Schutzzwecke, die Abwehr von Naturgefahren sowie sozioökonomische Interessen auch in Zukunft raumverträglich steuert. Darüber hinaus befürwortet die CIPRA Deutschland, die zunehmend bedeutsamen ökologischen Verflechtungen und Freiraumkorridore zwischen dem bayerischen Alpengebiet und dem Alpenvorland in Zukunft raumplanerisch wirksamer zu sichern.

Pressemitteilung Axel Doering, Präsident

Rubriklistenbild: © dpa

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