Polizisten zeigen Rentnerin trotz „göttlicher Verfügung“ in München an

Ältere Dame (74) vom Allmächtigen von der Maskentragepflicht befreit

Bundespolizisten sorgen an Flughäfen und Bahnhöfen für die Sicherheit von Mitarbeitern und Reisenden. Da ist es selbstverständlich, dass die Beamten aktuell nicht wegschauen, wenn ihnen jemand ohne Mund-Nasen-Schutz vor die Füße läuft.
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Bundespolizisten sorgen an Flughäfen und Bahnhöfen für die Sicherheit von Mitarbeitern und Reisenden. Da ist es selbstverständlich, dass die Beamten aktuell nicht wegschauen, wenn ihnen jemand ohne Mund-Nasen-Schutz vor die Füße läuft.

Flughafen München - Eine ältere Dame (74) erklärte den Polizeibeamten, dass sie keine Maske tragen muss aufgrund eines göttlichen Schreibens, das ihr Gott selbst gegeben hat. Den vorgezeigten Psalm akzeptierten die Polizisten jedoch nicht.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes polarisiert ebenso wie es zum Beispiel an Flughäfen und Bahnhöfen obligat ist. Wo manche sich teils vehement und aggressiv weigern, versuchen sich andere durch fragwürdige ärztliche Atteste aus der Verpflichtung zu stehlen.

Eine ältere österreichische Dame ging am Dienstagabend (8. Dezember) im Sperrengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes einen ganz anderen Weg; sie erklärte den Bundespolizisten, sie habe eine Maskenbefreiung direkt von Gott, dem Allmächtigen. Die Bundesbeamten allerdings ließen sich auch von dem göttlichen Schreiben nicht beeindrucken und eröffneten der 74-Jährigen, dass sie bald ein profanes irdisches Schreiben mit einer Zahlungsaufforderung bekommen wird.

Bundespolizisten vom Münchner Airport unterstützen zur Zeit die Kollegen vom Hauptbahnhof bei der Überwachung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. In Rahmen dieser Aufgabe waren die Airportpolizisten gestern Abend im Sperrengeschoss unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen, als ihnen eine ältere Dame auffiel, die der Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes am Bahnhof nicht nachkam.

Auf ihr fehlendes Gesichts-Accessoire angesprochen, zauberte die Österreicherin auch gleich ein Schreiben hervor, das sie angeblich von der Tragepflicht entbindet. Zudem erklärte sie den Beamten, dass Gott persönlich sie aufgrund dieses Schreibens von der Maskentragepflicht befreit habe.

Den Beamten allerdings genügte ein kurzer Blick auf das vorgelegte Zitat aus dem Psalm 91, um zu erkennen, dass hier bei dem göttlichen Freibrief wohl eher der Wunsch der Wahl-Münchnerin Vater des Gedankens war. Also belehrten die jungen Polizisten die Dame und wiesen sie nochmals auf die Tragepflicht vor Ort hin. Aber auch alles gute Zureden der Vertreter der irdischen Staatsmacht überzeugte die 74-Jährige nicht.

Mit diesem Zettel beharrte die Maskenverweigerin den Beamten gegenüber auf eine Befreiung von der Maskentragepflicht durch den Allmächtigen.

Also haben die Bundespolizisten der Ertappten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angedeihen lassen. Diese wird die Rentnerin wohl 150 Euro kosten.

Pressemitteilung Bundespolizei Flughafen München

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