SPD im Gespräch mit Bayerischer Eisenbahngesellschaf

Weiter Weg zum Stundentakt zwischen Mühldorf und Freilassing

Roman Niederberger, Günther Knoblauch, Dr. Bärbel Kofler, Dr. Johann Niggl, Peter Högl

München - Die Einführung eines Stundentaktes auf der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und Freilassing ist ein wichtiges Ziel der SPD. Bei einem Besuch bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) in München informierten sich die heimischen Mandatsträger der SPD – MdB Dr. Bärbel Kofler, MdL Günther Knoblauch und Kreisrat Roman Niederberger (BGL) – über die aktuelle Lage.

Die BEG plant, finanziert und kontrolliert im Auftrag des Freistaats den Schienenpersonennahverkehr in Bayern. Gesprächspartner waren der Geschäftsführer der BEG, Dr. Johann Niggl und sein Kollege Peter Högl. Dr. Kofler, Knoblauch und Niederberger bedankten sich für die klare Antwort, die sie zu ihren Anschreiben in Sachen Stundentakt erhalten hatten: "Einerseits sei eine geringe Verbesserung des Angebotes im neuen Fahrplan vorgenommen worden, andererseits wurde in der Antwort deutlich, dass fehlende Bereitstellung von Finanzmittel der Grund für den verweigerten Stundentakt sind", so die Mandatsträger. 

Niggl verdeutlichte: "Auf der Strecke Mühldorf–Freilassing liege die Problematik in einer vergleichsweise geringen Nachfrage von derzeit 500 bis 600 Fahrgästen pro Tag. Dieser geringen Nachfrage stehe ein jährlicher zusätzlicher Aufwand in Millionenhöhe für eine Bedienung im Stundentakt gegenüber.2 Der Bund stellt den Ländern sogenannte Regionalisierungsmittel zur Bestellung von Nahverkehrsleistungen zur Verfügung. "Für zusätzliche Zugleistungen besteht nur wenig Spielraum", so Dr. Niggl weiter.

Arbeitnehmer profitieren doppelt von einem zügigen Ausbau

Dies sei auch durch Aufgaben wie den barrierefreien Ausbau, Kostenanstieg aufgrund sich verschärfender Normen und weiter steigender Infrastrukturausgaben usw. bedingt. Immerhin gebe es mit dem Fahrplan 2016/2017 bereits Verbesserungen insbesondere abends, führte er aus. MdL Knoblauch betonte beim Gespräch die große Bedeutung des vollständigen zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke München–Mühldorf–Freilassing für die regionale Wirtschaft: "Die Arbeitnehmer im ländlichen Raum profitieren doppelt von einem zügigen Ausbau:Mit sicheren Arbeitsplätzen und einem schnelleren, einfachen Weg zur Arbeit." 

Die drei Mandatsträger sahen über die sogenannten Regionalisierungsmittel des Bundes hinaus den Freistaat Bayern in der Pflicht, für eine bessere Finanzierung zu sorgen. Dies gilt sowohl für den Ausbau der Barrierefreiheit an Bahnhöfen, als auch für das Zugangebot im Personenverkehr. Mit einem Stundentakt würden auch mehr Personen mit dem Zug fahren. Die Frage von Wettbewerb im Schienenverkehr und die Einhaltung von Mindeststandards bei allen Bewerbern der DB AG war ein weiteres Gesprächsthema. 

Mehr Gütertransport von der Straße auf Schienen verlagern

Letztlich muss es gelingen mehr Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern und das Angebot im Schienenpersonenverkehr zu verbessern. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darüber, dass in Deutschland gerade im Vergleich zu Österreich und der Schweiz eine strukturelle Unterfinanzierung des gesamten Schienenverkehrs vorläge. Wegen des Stundentakts wollen die Sozialdemokraten auf alle Fälle am Ball bleiben und in enger Abstimmung zwischen den politischen Ebenen Verbesserungen erreichen. Dr. Kofler, Knoblauch und Niederberger verdeutlichten, dass "Schönrederei", wie von manchem heimischen Abgeordnete, bei der notwendigen Verbesserung der Infrastruktur keine Hilfe sei.Den Entscheidungsträgern in München und Berlin muss die Notwendigkeit und Dringlichkeit immer wieder verdeutlicht werden.

Pressemitteilung Günther Knoblauch

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