Körperlicher Angriff in München

Auseinandersetzung zwischen Feiernden und Beamten eskaliert - Sechs Verletzte, fünf davon Polizisten

Gärtnerplatz München Polizei
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Der Gärtnerplatz in München (Archivbild).

München - Bei einer Auseinandersetzung zwischen Feiernden am Gärtnerplatz und der Polizei wurden insgesamt sechs Personen verletzt, darunter fünf Polizisten.

Wie die Polizei München mitteilt, kam es am Freitagabend zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen einer großen Gruppe Feiernder und mehreren Polizisten am Gärtnerplatz. Wegen des schönen Wetters hatten sich am 4. September an vielen Orten in München größere Gruppen draußen getroffen. Um mögliche Störungen der Ordnung zu unterbinden, war auch die Polizei überall dort anwesend - so auch am Gärtnerplatz.

Hier hatten sich bis zu 300 Menschen versammelt und genossen in "grundsätzlich entspannter" Stimmung das schöne Wetter. Um kurz nach Mitternacht strömten dann noch mehr Leute zum Gärtnerplatz, woraufhin sich Anwohner wegen Ruhestörungen beschwerten.

Polizeibeamte sprachen daher nach ersten Erkenntnissen einen 20-järhigen aus Haar an und baten ihn, seine Musikbox auszuschalten, da diese zu laut sei. Der Mann zeigte sich unkooperativ und es kam schließlich zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und den Beamten, die versuchten seine Identität festzustellen.

Der 20-Jährige habe sich erheblich gewehrt, berichtet die Polizei. Daraufhin haben sich weitere Umstehende mit ihm solidarisiert und gingen verbal und körperlich die Polizisten an. Als mehrere Menschen die beamten immer mehr bedrängten und attackierten, haben diese versucht die Lage „mit Hilfe eines Einsatzstockes zu beruhigen.“ Die Lage vor Ort sei sehr unübersichtlich gewesen und so sei ein 26-Jähriger aus Haar von einem Einsatzstock im Gesicht getroffen und an der Lippe so stark verletzt worden, dass er ärztlich behandelt werden musste.

Bei dem Einsatz wurden fünf Polizeibeamte leicht verletzt. Vier männliche Personen (17-Jähriger aus München, 20-Jähriger aus Haar, 22- und 23-Jähriger aus Freising), darunter auch der 20-Jährige, wurden in Polizeigewahrsam genommen. Sie wurden in der Folge wieder entlassen.

Es wurden Anzeigen wegen Widerstands und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen gefährlicher Körperverletzung erstellt.

Hier sind weitere Ermittlungen durch die Kriminalpolizei erforderlich. In Bezug auf die Anwendung des Einsatzstocks gegen den 26-Jährigen hat das bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

jv/Pressemeldung Polizei München

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