Nach Zug-Entgleisung in München

Strecke geräumt - Züge verkehren teils wieder regulär

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Die schwierige Bergung der entgleisten Waggons ist am Samstagabend erfolgreich beendet worden.
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München - Bei der Hackerbrücke ist am Freitagnachmittag (22. November) ein Zug entgleist. Die Bergung ist beedndet, es kommt aber auch am Sonntag (24. November) zu Störungen im Zugverkehr in und um München.

  • An der Münchner Hackerbrücke ist am Freitagnachmittag ein Zug entgleist
  • Etwa 100 Menschen waren an Bord, ein Mann soll leicht verletzt worden sein
  • Die schwierige Bergung der entgleisten Waggons ist am Samstagabend erfolgreich beendet worden
  • Es kommt auch am Sonntag zu Störungen im Zugverkehr in und um München

Zug an der Münchner Hackerbrücke entgleist

Informationen zu Zugausfällen

Update, 24. November 18.45 Uhr: Strecke wurde geräumt - Züge verkehren teils wieder regulär

Die Pressemitteilung im Wortlaut

ach der Entgleisung des Ersatzzugs am Freitag liefen die Arbeiten zur Eingleisung der Fahrzeuge und Räumung der Strecke auf Hochtouren, um die vielbefahrene Strecke kurz vor dem Münchner Hauptbahnhof wieder verfügbar zu machen. Die Räumung der Strecke wurde Samstag nachmittags abgeschlossen und die Ersatzzugleistungen werden ab Montag, 25.11., wieder verkehren können. 

Immer noch Probleme auf Strecke München Hauptbahnhof – München Ost 

Da jedoch die Eisenbahninfrastruktur am Ort der Entgleisung noch instandgesetzt werden muss, bleibt die Strecke München Hauptbahnhof – München Ost für die Meridianzüge nach und von Kufstein und größtenteils auch für die nach und von Salzburg gesperrt: Die Züge beginnen bzw. enden daher meist in München Ost und bedienen die gewohnten Unterwegshalte. Dies gilt auch für den Ersatzzug, der ab Montag wieder planmäßig im Einsatz sein wird. Um den Fahrgästen, die die Ersatzzüge nutzen, die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen und Fragen direkt zu klären, werden Mitarbeiter von TRI kommende Woche die Fahrten ab Kufstein und ab München begleiten.

Die Meridianzüge von und nach Salzburg, die ab und bis München Hauptbahnhof verkehren können, müssen andere Gleise als gewohnt nutzen. Daher sind Fahrgäste gebeten, am Münchner Hauptbahnhof besonders auf die Durchsagen und Anzeigen zu achten.

Die Züge der Ostallgäu-Lechfeldbahn, die am Freitag kurzzeitig nur bis München Pasing verkehren konnten, verkehren seit Samstag ebenso wieder wie gewohnt bis München Hauptbahnhof wie auch die Züge der BOB in das bzw. aus dem Oberland.

Ab Dienstag, 26.11., wird es voraussichtlich auch zu Einschränkungen kommen, die dann die Meridianzüge und auch die Züge der BOB betreffen: Baumaßnahmen bedeuten, dass der Halt Donnersbergerbrücke nicht angefahren werden kann. Hinzu kommt, dass einige Züge nicht wie bisher geplant in den Münchner Hauptbahnhof einfahren können. Die genauen Auswirkungen sind derzeit noch in Ausarbeitung, werden jedoch am Montag, 25.11., im Laufe des Tages u.a. auf der Webseite (www.meridian-bob-brb.de) kommuniziert.

Pressemitteilung Bayerische Oberlandbahn (Meridian)

Update, 23. November, 20.55 Uhr: Auch am Sonntag eingeschränkter Zugbetrieb

Die Bergung der Waggons ist beendet, wegen beschädigter Weichen an der Hackerbrücke kommt es aber auch am Sonntag zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Die Bayerische Oberlandbahn veröffentlichte ein Betriebskonzept für Sonntag, den 24. November:

  • Züge aus und nach Kufstein enden, wenden und beginnen am Münchener Ostbahnhof.
  • Fahrgäste Richtung München Hauptbahnhof nutzen bitte die S-Bahnlinien am Münchner Ostbahnhof von Gleis1-3. 
  • Fahrgäste Richtung München Ostbahnhof nutzen bitte ab München Hbf die S-Bahnlinien stadtauswärts S7, S4, S3, S2, S4, S6 oder die S8 Richtung München Flughafen/Airport.
  • Züge von und nach Salzburg fahren planmäßig bis bzw. ab München Hauptbahnhof.
  • Bitte beachten Sie die Gleisänderungen an den Anzeigetafeln!

Update, 23. November, 19.51 Uhr: Bergungsarbeiten an der Hackerbrücke beendet

Die entgleisten Waggons an der Hackerbrücke in München wurden geborgen bzw. wurden wieder "eingegleist". Spezialfahrzeuge und ein Kran waren dazu nötig, wie br.de berichtet. Die Reperatur der beschädigten Weichen wird wohl noch einige Tage dauern. 

Wegen der vielen Oberleitungen an der Unglücksstelle gestaltete sich die Bergung der Waggons als schwierig. Aufgrund der beschädigten Weichen kann es in den nächsten Tagen weiter zu Problemen im Zugverkehr in und um München kommen.

Update, 23. November, 17.43 Uhr: Störungen im Zugverkehr noch den ganzen Samstag

Die Züge des Meridian von und nach Salzburg verkehren heute noch bis zum Betriebsschluss vom Münchner Ostbahnhof aus. Züge aus und nach Kufstein fahren weiterhin bis Rosenheim.

Update, 23. November, 15.02 Uhr: Weiter Verspätungen und Zugausfälle Richtung Rosenheim

Die Bergung der entgleisten Waggons gestaltet sich wegen der Oberleitungen schwierig und dauert deswegen länger als erwartet. Die Bergung der entgleisten Waggons an der Münchner Hackerbrücke wird vermutlich noch bis in die Abendstunden andauern.

Deswegen kommt es auch am Samstag, den 23. November, weiter zu Zugausfällen und Behinderungen, wie der Meridian auf seiner Webseite mitteilt:

  • Züge aus und nach Kufstein enden, wenden und beginnen in Rosenheim. Fahrgäste Richtung München steigen bitte in den Zug von Salzburg kommend um.
  • Züge von und nach Salzburg halten zusätzlich in Großkarolinenfeld, Ostermünchen, Aßling und Grafing Bahnhof. Zügen enden, wenden und beginnen in München Ostbahnhof.
  • Fahrgäste Richtung München Hauptbahnhof nutzen bitte die S-Bahnlinien am Münchner Ostbahnhof von Gleis 1-3. 
  • Fahrgäste Richtung München Ostbahnhof nutzen bitte ab München Hbf die S-Bahnlinien stadtauswärts S7, S4, S3, S2, S4, S6 oder die S8 Richtung München Flughafen/Airport.

Eine Prognose zur Störungsbeseitigung ist derzeit nicht bekannt.

Update, 23. November, 13.20 Uhr: Aufgleisungsarbeiten laufen

Am Tag nach der Entgleisung eines Zuges in München informiert die Bahnblogstelle via Facebook darüber, dass, laut einem Sprecher der Bahn, drei weichen durch den Unfall beschädigt worden sind. Wich hoch der Sachschaden ausfällt, sei derzeit noch nicht klar. 

Die Aufgleisungsarbeiten des zweiten Waggons seien derzeit am laufen.

Update, 21.43 Uhr: Pressemitteilung Bayerische Oberlandbahn GmbH

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Heute um kurz nach 16 Uhr ist der vom Meridian beauftragte Ersatzzug mit der Zugnummer 79077 von München (planmäßige Abfahrt 16.08 Uhr) nach Kufstein an der Münchner Hackerbrücke entgleist. Im Zug befanden sich rund 100 Fahrgäste, die zügig nach der Entgleisung in Richtung Bahnhof Hackerbrücke evakuiert werden konnten. Zu den Ursachen der Entgleisung können zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen gemacht werden, da zunächst die Untersuchungen abzuwarten sind.

Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, in deren Auftrag TRI den Ersatzzug fährt, erklärt: „Den Ersatzzug haben wir zur Entlastung des Meridianverkehrs bei dem Dienstleister TRI beauftragt, der diesen eigenständig mit eigenem Personal und Fahrzeugen fährt. Wir haben TRI bereits mehrfach beauftragt und sie fahren diesen Ersatzzug seit April dieses Jahres montags bis freitags je ein Mal morgens von Kufstein nach München und nachmittags zurück. Bisher wurden die Leistungen reibungslos und ohne irgendwelche Komplikationen für uns erbracht. “

Einschränkungen im Regionalverkehr

Aufgrund der blockierten Gleise kommt es bis zur Räumung der Strecke zu Einschränkungen im Regionalverkehr. 

  • Die Ostallgäu-Lechfeldbahn wendet vorzeitig in München Pasing. 
  • Der Meridian verkehrt nicht zwischen München Hauptbahnhof und München Ostbahnhof. 
  • Die Meridian-Züge von bzw. nach Kufstein enden bzw. beginnen in Rosenheim. 
  • Fahrgäste von Kufstein nach München können ab Rosenheim den Meridian von Salzburg nach München nutzen. Dieser hält allen Unterwegshalten, an denen sonst der Kufsteiner Meridianzug hält, damit Fahrgäste zu- und aussteigen können. 
  • Anders, als wegen des Salzburger Christkindlmarkts geplant, verkehren die Züge jedoch nicht mit drei Zugteilen, sondern – aufgrund der geringen Bahnsteiglängen an den Unterwegsbahnhöfen zwische Rosenheim und München – mit nur zwei Zugteilen, wodurch es zu Kapazitätsengpässen kommen kann. Für diese bittet das Meridianteam um Verständnis. 
  • In der Gegenrichtung können die Fahrgäste aus München nach Kufstein den Meridianzug Richtung Salzburg bis Rosenheim nutzen und in Rosenheim Richtung Kufstein umsteigen. Die Züge der BOB sind von der Sperrung am Münchner Hauptbahnhof nicht betroffen.

Die entgleisten Fahrzeuge sollen mit einem Kran eingegleist werden, der voraussichtlich in den frühen Morgenstunden des Samstags eintreffen wird. Daher wird die Räumung und in der Folge die Sperrung der Gleise voraussichtlich bis in den morgigen Tag andauern.

„Wir bedauern dieses Ereignis außerordentlich und besonders auch den Schreckmoment, den dieses Ereignis bei unseren Fahrgästen sicherlich ausgelöst hat“, so Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Es ist mir und uns bei der Bayerischen Oberlandbahn wichtig zu sagen, dass wir ein offenes Ohr für unsere Fahrgäste haben: Die Kolleginnen und Kollegen des Kundenservice sind telefonisch rund um die Uhr unter 08024 997171 erreichbar.“

Pressemitteilung Bayerische Oberlandbahn GmbH

Update, 21.14 Uhr: Pressemitteilung der Bundespolizei München

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Um 16:07 Uhr entgleiste nahe der Hackerbrücke der Meridian 79499. Er hatte kurz zuvor den Hauptbahnhof auf Gleis 5 des Holzkirchner Flügelbahnhofes verlassen. Bei einer Geschwindigkeit von rund 25 km/h entgleiste der hintere Zugteil bei Weiche 102 mit den letzten beiden Waggons. Im Zug, der aus einer Lokomotive und sieben Reisezugwagen bestand, befanden sich rund 100 Reisende, von denen einer über leichte Schmerzen am Rücken klagte. 

Eine ärztliche Behandlung wurde vom Verletzten, einem 45-jährigen Serben, jedoch abgelehnt. Von der Berufsfeuerwehr München wurden die Reisenden – nach Sperrung der Gleisbereiche, aus dem Zug evakuiert und über einen Betriebsweg zurück zum Holzkirchner Flügelbahnhof geleitet. Anschließend wurden sie im Hauptbahnhof von Mitarbeitern von Eisenbahnunternehmen betreut.

Am Zug und Oberbau entstand erheblicher Sachschaden. Der Holzkirchner Flügelbahnhof war durch den Zugverkehr ab der Gleissperrung nicht mehr anfahrbar. Dadurch kam es zu erheblichen Behinderungen sowie Umleitungen im Betriebsablauf.

Seitens der Deutschen Bahn AG wurde ein Bergungskran angefordert, der voraussichtlich erst am frühen Samstagmorgen, den 23. November, an der Unfallstelle eintreffen wird. Mit den Bergungsarbeiten, der aus den Schienen gesprungenen beiden Wagons, soll ab 7 Uhr Uhr begonnen werden.

Ermittlungen zur Unfallursache werden von den Spezialisten des Eisenbahnbundesamtes (EBA), der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) sowie den Ermittlern der Bundespolizeiinspektion München geführt. Zur Unfallursache können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Pressemitteilung Bundespolizei München

Update, 20.39 Uhr: Zwei Waggons an der Hackerbrücke entgleist

Wie merkur.de berichtet, sind an der Hackerbrücke in München zwei Waggons entgleist. Etwa 100 Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Zug, sie mussten mit Hilfe der Feuerwehr den zug über Steckleitern verlasssen.

Von dort wurden sie zum Bahnsteig geführt und vom Rettungsdienst untersucht. Fünf der Fahrgäste erlitten aufgrund des Ereignisses einen leichten Schock, wie die Feuerwehr München berichtet.

Update, 18.42 Uhr: Sprecher der Bayerischen Oberlandbahn äußert sich

Ein Sprecher der Bayerischen Oberlandbahn erklärte gegenüber dem Münchner Merkur, dass es sich bei dem entgleisten Zug nicht um einen Meridian, sondern um einen Ersatzzug eines anderen Unternehmens handelt. Der Zug war allerdings im Auftrag des Meridian unterwegs.

Update, 18.12 Uhr: Entgleisung Hackerbrücke: Unfallursache unklar

Der Zug war nach Informationen von merkur.de auf dem Weg nach Kufstein. Die Unfallursache ist noch unklar. Der Großeinsatz an der Hackerbrücke läuft weiter. Mehrere Gleise am Hauptbahnhof sind gesperrt. Auf der Stammstrecke zwischen Haupt- und Ostbahnhof kann es zu Verzögerungen und Teilausfällen kommen.

Update, 17.25 Uhr: Zug an der Hackerbrücke entgleist

An der Hackerbrücke in München ist gegen 16.10 Uhr ein Zug des Meridian entgleist, wie, bild.de berichtet.

Etwa 100 Passagiere sollen an Bord gewesen sein. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand. Mehrere Krankenwagen und ein Hubschrauber der Bundespolizei waren im Einsatz.

Erstmeldung, 17.20 Uhr: Ausfälle und Behinderungen im Feierabendverkehr

Ein Zug ist beim Hauptbahnhof entgleist, wie die Südostbayernbahn am Freitagnachmittag über Twitter bekannt gab. Es kommt deswegen zu Zugausfällen und Verspätungen.

Die Regionalbahn 27057 (Abfahrt 18.07 Uhr am Münchner Hauptbahnhof) und die Regionalbahn 27055 (Abfahrt 17.48 Uhr am Hauptbahnhof) fallen ersatzlos aus. Es wird darum gebeten, mit dem nächsten Takt vom Ostbahnhof zu fahren.

Auch Züge des Meridian betroffen

Züge aus und nach Kufstein enden und wenden in Rosenheim. Fahrgäste Richtung München steigen bitte in Den Zug von Salzburg kommend um.

Züge von und nach Salzburg halten zusätzlich in Großkarolienenfeld, Ostermünchen, Aßling und Grafing Bahnhof und enden und wenden in München Ost.

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