Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weihnachtsbaum in Berlin abgesägt

Fake-Notrufe von Klimaaktivisten in Essen: Staatsschutz ermittelt nach irrer Aktion

Die „Letzte Generation“ hat mit neuerlichen Aktionen in Berlin und München für Aufsehen gesorgt.
+
Die „Letzte Generation“ hat mit neuerlichen Aktionen in Berlin und München für Aufsehen gesorgt.

München/Berlin/Essen – Nach gleich mehreren Aktionen am Dienstag (20. Dezember) sorgten Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ auch am Mittwoch (21. Dezember) wieder für Staus und Verkehrsbehinderungen in München. In Berlin wurde der Weihnachtsbaum am Brandenburger Tor abgesägt, doch in Essen nahm der Protest eine neue Dimension an:

Update, 15.15 Uhr - Klimaaktivisten missbrauchen Notruf-App in Essen

Nicht nur in München und Berlin sorgten die Klimaproteste der Gruppe „Letzte Generation“ am Mittwoch für Unverständnis. In der nordrhein-westfälischen Stadt Essen sorgten die Aktivisten für Fassungslosigkeit bei Feuerwehr und Polizei. Wie die zuständigen Beamten mitteilen, wurden Einsatzkräfte am Dienstagabend (20. Dezember) zu mehreren mutmaßlich dringenden Einsätzen im Stadtgebiet gerufen.

Der erste vermeintliche Notruf ging Polizeiangaben zufolge gegen 20 Uhr bei den Rettern ein. Ein vermeintlicher Gasaustritt in einem Wohnhaus und eine blutüberströmte Person waren gemeldet worden. Am Einsatzort trafen die Rettungskräfte jedoch weder auf einen Verletzten, noch konnte ein Gasaustritt festgestellt werden.

Im Nachgang kontaktierte der Nutzer der App die Leitstellen mit folgender Nachricht über die Chatfunktion der Notruf-App: „Ihr dachtet es wäre ein Notfall, doch der wahre Notfall - die drohende Klimakatastrophe - durch die Millionen von Menschen sterben werden, wird von unseren Politikern konsequent ignoriert. Wir werden diese Form des Protests fortsetzen, bis unsere Bundesregierung effektive Gesetze erlässt um die Klimakatastrophe zu verhindern.“

Im Laufe des Abends wurden noch weitere derartige Fake-Notrufe im Stadtgebiet abgesetzt – unter anderem ein vermeintlicher Einbruch mit bewaffneten Tätern und ein anderer vermeintlicher Gasaustritt. „In allen Fällen wurde eine Vielzahl an Rettungskräften zu den jeweiligen Einsatzorten entsandt. Diese standen für diese Zeit nicht für mögliche andere Einsatzlagen zur Verfügung“, so ein Pressesprecher.

Werden bewusst falsche Notrufe über die Notruf-App nora abgesetzt, hat dies dieselben Konsequenzen wie ein telefonischer Notrufmissbrauch über die Rufnummern 112 und 110. Wer die Notruf-App missbräuchlich nutzt, macht sich strafbar. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen des Missbrauchs von Notrufen aufgenommen.

„Nach ersten Erkenntnissen kommt eine Gruppe von selbsternannten Umweltaktivisten aus Süddeutschland in Betracht“, erklärt die Polizei in Nordrhein-Westfalen abschließend. Die Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung, 13.29 Uhr - Klimaproteste in München und Berlin

Wie das zuständige Polizeipräsidium München erklärt, kam es gegen 8.30 Uhr auf der Ampfingerstraße an der Einmündung zur Berg-am-Laim-Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts zu einer erneuten Versammlung der Gruppe „Letzte Generation“.

Insgesamt zehn Personen seien dabei vor Ort gewesen, sieben von ihnen hätten sich an der Fahrbahn festgeklebt. „Zwei Personen klebten sich aneinander und setzten sich mit der zehnten Person zusammen auf die Straße“, so die Beamten weiter. Rund anderthalb Stunden später sei es den Polizisten gelungen, alle Aktivisten von der Straße zu lösen.

„Zur Durchführung der weiteren polizeilichen Maßnahmen wurden alle zehn Personen mit auf eine Polizeidienststelle genommen“, erklärt ein Pressesprecher der Polizei abschließend.

Klimaaktivisten sägen Weihnachtsbaum in Berlin ab

Auch in Berlin sorgte die „Letzte Generation“ am Mittwochvormittag für Aufsehen. Aktivisten sägten im Rahmen einer Protestaktion die Spitze des Weihnachtsbaums am Brandenburger Tor ab. Auf einer Hebebühne rollten zwei Personen am Pariser Platz in Berlin-Mitte ein Transparent mit der Aufschrift „Das ist nur die Spitze des Weihnachtsbaums“ aus, wie eine Polizeisprecherin sagte. Dann seien sie bei der Protestaktion am Mittwochmorgen mit der Hebebühne zum Wipfel der 15 Meter hohen Nordmanntanne gefahren.

Mit einer Handsäge trennten sie dort die Spitze ab, wie auch die Klimaaktivisten der Gruppe selbst mitteilten. „Wir sehen in Deutschland bisher nur die Spitze der darunter liegenden Katastrophe“, sagte eine Aktivistin zu der Protestaktion. Die Polizei war eigenen Angaben nach vor Ort im Einsatz. Es liefen nun Maßnahmen, sagte die Polizeisprecherin, ohne nähere Details zu nennen.

aic mit Material der dpa

Kommentare