Mitten in München

Betrunkener fährt Beamten um und liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

München - Am Freitag, 23. August, gegen 23.30 Uhr, befuhren ein 59-jähriger Münchner mit seinem Mazda und ein 48-jähriger Münchner, ein Polizeibeamter in Freizeit, mit seinem Skoda die A96 in Kleinhadern stadteinwärts - mit Folgen:

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Beide Fahrzeugführer verließen die Autobahn an der Anschlussstelle Laim und mussten dort an einer roten Ampel warten. Als diese auf Grünlicht schaltete und der 48-jährige Münchner nach Meinung des nachfolgenden Mazda-Fahrers nicht sofort losfuhr, hupte der 59-Jährige einmal. Kurze Zeit später standen beide Fahrer nebeneinander an einer sogenannten Auffangampel. 

Hierbei stieg der 59-Jährige aus seinem Fahrzeug aus, eilte zum Wagen des 48-Jährigen und riss dessen Fahrertür auf. Da er ihn aus dem Fahrzeug ziehen wollte, kam es zu einem Handgemenge, welches sich im Weiteren auf die Straße verlagerte. Nachdem sich der 48-Jährige als Polizeibeamter zu erkennen gab, wollte der Mazda-Fahrer mit seinem Auto die Örtlichkeit verlassen. 


Der Polizeibeamte hatte im Verlauf der Auseinandersetzung beim anderen Pkw-Fahrer jedoch deutlich Alkoholgeruch wahrgenommen und wollte eine Weiterfahrt durch Abziehen des Fahrzeugschlüssels unterbinden. Der 59-Jährige zeigte sich damit nicht einverstanden, schubste den Polizeibeamten zur Seite und setzte sich in sein Fahrzeug. Als der Polizeibeamte sich vor das Fahrzeug des Mazda-Fahrers stellte, fuhr dieser einfach los. Der Polizeibeamte wurde dadurch auf die Motorhaube aufgeladen, nach rechts abgeworfen und leicht verletzt

Im Anschluss kam es zu einer Verfolgungsjagd über sechs Kilometer, wobei der Mazda-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit und mehrmaligen Rotlichtverstößen auffiel. Der Fahrer konnte letztendlich auf Höhe der Passauer Straße von mehreren Polizeistreifen angehalten werden. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt, sein Führerschein wurde vor Ort beschlagnahmt. Das Fahrzeug wurde zudem abgeschleppt. 

An beiden Fahrzeugen entstand augenscheinlich kein Sachschaden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden bei der Verfolgungsfahrt keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet oder geschädigt. Gegen den Fahrzeugführer des Mazda werden nun Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, gefährlicher Körperverletzung, Trunkenheit im Verkehr und diversen Verkehrsordnungswidrigkeiten geführt.

Pressemeldung Polizei München

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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