16-Jähriger betrunken mit Auto in München unterwegs

Für Vater gedachte "Beichte" landet beim Polizei-Notruf...

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München - Was es nicht alles gibt: Ein junger Mann (16) saß verbotenerweise und noch dazu betrunken am Steuer eines Autos. Dann zückte er sein Handy. Doch anstatt die Nummer seines Vater wählte er tatsächlich dreimal die Nummer des Polizei-Notruf...

Am Donnerstag, 4. Januar, gegen 23.50 Uhr, erreichte die Notrufannahme beim Polizeipräsidium München ein kurioser Anruf. Ein merklich betrunkener junger Mann schilderte, dass er mit einem Auto in Aschheim unterwegs sei. Er schilderte auch, dass er keinen Führerschein besitzen würde. Sichtlich erheitert von seinem Anruf legte er wieder auf. 

Wenige Minuten später ging ein neuer Anruf bei der Polizei ein, indem der junge Mann sagte, dass er nun vom Friedensengel Richtung Prinzregentenplatz fahren würde. Im Laufe dieses Gesprächs stellte sich nun heraus, dass der Anrufer glaubte, er hätte seinen Vater am Telefon. Offensichtlich hat er mit seinem Mobiltelefon den Polizeinotruf gewählt, anstatt zu Hause anzurufen, wie die Beamten am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gaben. Über die Telefonnummer konnten der Name und die Anschrift des Anrufers ermittelt werden. Eine Polizeistreife traf dort den Vater des 16-Jährigen an. 

Der betrunkene Jugendliche meldete sich ein drittes Mal mit einem Anruf bei der Polizei und konnte überredet werden, seine Fahrt zu unterbrechen. In Aschheim wurde er durch eine Streife angetroffen und einer Kontrolle unterzogen. Aufgrund seiner deutlichen Alkoholisierung wurde eine Blutentnahme im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt. Einen Führerschein zum Führen von Kraftfahrzeugen besaß er nicht.

Die Polizei prüft nun, ob es während seiner Trunkenheitsfahrt zu Unfällen oder Gefährdungssituationen kam. Der Truderinger hat mit verschiedenen verkehrsrechtlichen Strafanzeigen zu rechnen.

Polizei München/mw

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sophia Weimer (Symbolbild)

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