Ausnahmezustand in Münchner Polizeistation

Randaliert, in Zelle uriniert und Polizisten verletzt

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München - Ein schwieriger Einsatz erwartete die Polizei am Donnerstag. Erst randalierte er in einem Lokal, später urinierte er in die Haftzelle. Doch das war längst noch nicht alles:

Am Donnerstag, 26. Januar, gegen 20.05 Uhr, riefen Angestellte einer Gaststätte in der Altstadt den Polizeinotruf 110 an und teilten mit, dass ein Gast im Lokal randalieren würde. Daraufhin fuhren mehrere Streifen zu dem Einsatzort und trafen dort auf einen 46-Jährigen aus dem Landkreis Heidenheim, der stark alkoholisiert war und mit einem aggressiven Verhalten auffiel. Um mögliche künftige Straftaten zu verhindern, wurde er in Gewahrsam genommen und zur Polizeiinspektion 11 (Altstadt) gebracht.

Da er sich weiterhin sehr aggressiv verhielt, wurden ihm Handfesseln angelegt, die ihm in der Haftzelle wieder abgenommen wurden. Dort schlug er massiv gegen die Gitter, die Pritsche und gegen die sanitären Anlagen, wodurch diese beschädigt wurden. Danach urinierte er auf den Boden und zog seine Unterwäsche aus. Diese legte er um seinen Hals und versuchte, sich damit zu strangulieren

Als er deutlich bemerkbar zu würgen begann, betraten fünf Polizeibeamte die Zelle, um diesen Strangulationsversuch zu beenden. Sie fixierten den 46-Jährigen an seinen Händen und Füßen. Dabei wurde dieser an der Nase verletzt. Diese Verletzung wurde ärztlich versorgt und der 46-Jährige zur psychiatrischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein 33-jähriger Polizeibeamter wurde bei der Fixierungsaktion im Haftraum leicht an einem Bein verletzt.

Pressemeldung Polizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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