"Das ist einer Großstadt nicht würdig"

Bürgermeister fordert U-Bahn-Revolution in München

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München - Die U-Bahn in München kommt einerseits langsam an die Belastungsgrenze, andererseits gibt es aber auch noch viel Potential. Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU) fordert nun eine kleine Revolution.

"Wir müssen das System durch die Ausweitung der U-Bahn-Betriebszeiten und durch engere Takte entlasten", forderte er im Interview mit der tz. Er will in den kommenden Tagen einen Antrag einreichen, wonach alle Linien bis Betriebsschluss im Zehn-Minuten-Takt fahren sollen. Außerdem sollen die Züge von Donnerstag bis Samstag 24 Stunden, also rund um die Uhr, fahren. 

Als Grund nannte Pretzl "unterschiedliche Mobilitätszeiten" der Menschen, zum Beispiel durch Schichtarbeit. Es sei keine Seltenheit, dass man in München spätabends auch mal 20 Minuten auf eine U-Bahn warten müsse. "Das ist einer Großstadt nicht würdig", so Pretzl.

SPD-Verkehrsexperte Jens Röver signalisierte im Gespräch mit der tz ebenfalls Zustimmung und ging sogar noch einen Schritt weiter: "Ich plädiere sogar dafür, in den nächsten Jahren einen durchgängigen Fünf-Minuten-Takt zu schaffen und in den Hauptverkehrszeiten einen Zwei-Minuten-Takt."

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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