Bundespolizei fasst Gesuchten am Münchener Flughafen

Mann (33) taucht nach abgelehntem Asylantrag unter - bis jetzt

München - Nachdem ein 33-Jähriger plötzlich von der Bildfläche verschwunden war, ist er nun wieder am Flughafen aufgetaucht - und direkt in Abschiebehaft genommen worden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Nachdem sein Asylantrag als offensichtlich unbegründet abgelehnt und er zur Ausreise aufgefordert worden war, war ein 33-jähriger Asylsuchender offenbar untergetaucht. Am 14. Juni haben Bundespolizisten ihn am Münchener Flughafen wieder aufgestöbert. Der Pakistaner war den Beamten bei seiner Ankunft aus Spanien aufgefallen. Jetzt sitzt er in der Abschiebehafteinrichtung im Erdinger Moos.

Der Südasiate war im Juli 2015 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Relativ schnell aber war offensichtlich klar, dass die von ihm ins Feld geführten Argumente nicht für eine Anerkennung seines Asylwunsches ausreichten. Also hat die zuständige Ausländerbehörde seinen Asylantrag abgelehnt und ihm die Abschiebung angedroht.

Zur Durchsetzung der Maßnahme war es aber bis dato nicht gekommen, da für den heute 33-Jährigen keine Heimreisedokumente beigebracht werden konnten. Also hatten die Behörden die Abschiebung immer wieder ausgesetzt und dem Passlosen entsprechend Duldungen ausgestellt. Irgendwann war der Geduldete dann aus dem Fokus der deutschen Behörden verschwunden, war wohl der Aufforderung zur Ausreise doch nachgekommen. Allerdings hatte er das Bundesgebiet nicht wie gefordert in sein Heimatland oder ein Land verlassen, in dem er sich aufhalten darf.

Der Pakistaner hatte offenbar die Vorzüge des Schengenraumes genutzt und sich nach Spanien aufgemacht. Laut seiner späteren Aussage habe er dort einen Freund besucht, sich bei diesem seinen Pass abgeholt.

Bundespolizisten am Münchener Airport haben jetzt Pass und Reisenden bei dessen Ankunft aus Barcelona genauer unter die Lupe genommen. Schnell war klar, dass der Mann eigentlich schon nicht mehr in Europa sein sollte. Also haben die Grenzpolizisten ihn erst zur Wache im Terminal 1, später zum Richter nach Erding und anschließend auf dessen Geheiß wieder zurück zum Flughafen gebracht. Dort muss der Mann aus der Islamischen Republik nun in der Abschiebhafteinrichtung des Freistaats auf seinen Flug in seine südasiatische Heimat warten.

Pressemeldung der Bundespolizei Flughafen München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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