Ohne Fahrschein nach Stadelheim

Bundespolizei nimmt gesuchten Schwarzfahrer im Erdinger Moos fest

München - Einen per Haftbefehl gesuchten Bamberger haben Bundespolizisten am Flughafen festgesetzt. Er durfte direkt in die Justizvollzugsanstalt weiterreisen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Er hatte wohl in der Vergangenheit nicht nur einmal öffentliche Verkehrsmittel genutzt, ohne sich dafür ein Ticket zu kaufen. Bei seiner für die nächste Zeit letzten Fahrt in einem öffentlichen Verkehrsmittel musste er ganz offiziell keinen Fahrschein lösen. Diese Fahrt ging erst einmal auf das Konto der Strafverfolgungsbehörden.

Bundespolizisten haben am 17. Juni einen mit Haftbefehl gesuchten Oberfranken festgenommen. Nach seiner Rückkehr aus Singapur ging es für den 43-Jährigen über die Wache der Bundespolizei umgehend weiter in die Münchener Justizvollzugsanstalt.

Der Bamberger ging den Bundesbeamten ins Netz, als er - aus Singapur in München angekommen - die grenzpolizeiliche Einreisekontrolle durchlaufen musste. Die Staatsanwaltschaft in seiner Geburtsstadt hatte seit September 2017 mit Haftbefehl nach dem 43-Jährigen gesucht. Der deutsche Staatsbürger hatte sich nach einer Verurteilung wegen Erschleichens von Leistungen durch das Amtsgericht in Haßfurt wenige Monate zuvor offensichtlich bis dato der Strafverfolgung entzogen.

Auch nach seiner Festnahme im Erdinger Moos konnte der Schwarzfahrer die 1.473,50 Euro, die er der oberfränkischen Justiz noch schuldig war, nicht bezahlen. Daher brachten ihn die Bundespolizisten, ohne dass er dafür einen Fahrschein hat lösen müssen, nach München-Stadelheim. In der dortigen Justizvollzugsanstalt muss der 43-Jährige jetzt vierzig Tage Ersatzhaft absitzen.

Pressemeldung der Bundespolizei Flughafen München

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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